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Finde die beste Altersvorsorge mit nur 5 Fragen

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Beste Altersvorsorge
Fünf Auswahlkriterien bestimmen die #Rendite bei der #Altersvorsorge
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Die beste Altersvorsorge zu wählen kann ganz einfach sein. Die Erfahrung zeigt, dass die Antworten auf 5 Fragen ausreichen, um die perfekte Wahl bei der Altersvorsorge zu treffen. Natürlich lassen sich noch deutlich kompliziertere Konzepte erstellen. Aber wer diese fünf Fragen zu seiner Altersvorsorge beantworten kann, der hat schon mehr als die Hälfte der Altersvorsorge-Arbeit bereits gemacht.

 

1. Wie viel sollte ich jeden Monat sparen?

Als grober Richtwert gilt: Angestellte mit 20 Prozent ihres Netto-Monatslohns, Selbständige mit 20 Prozent des Bruttos auf der sicheren Seite. Das ist aber wirklich nur ein grober Richtwert. Wer wirklich gezielt sparen möchte, der sollte wissen, wen er mit seiner Rente später alles versorgen möchte und was er außer dem gesparten Geld später zur Verfügung hat.

Auf der Einnahmenseite steht vor allem die gesetzliche Rente, aber auch bereits vorhandenes Vermögen, Immobilien und vieles mehr. Auf der Ausgabenseite musst Du dir überlegen, welche Ausgaben Dich im Alter erwarten. Lebst Du zur Miete oder im Eigenheim? Gibt es eine Familie, die mitversorgt werden muss? Soll das Studium der Kinder oder Enkel finanziert werden? Auch die Kosten für die Krankenkasse sind wichtig, besonders bei privaten Krankenversicherungen steigt mit der Zeit der Beitrag.

Wenn Du festlegst, wie viel Du sparen möchtest, solltest Du außerdem an Steuern und Inflation denken. Insbesondere die Inflation unterschätzen viele. Als Faustregel gilt, dass Dein Geld jedes Jahr rund 2 Prozent an Wert verliert. Diesen Verlust solltest Du beim sparen einberechnen.

Ziel dieser Überlegungen: Wie hoch wird meine (Zusatz-)Rente sein?

 

2. Welche staatliche Förderung kommt für mich in Frage?

Jede staatliche Förderung hat zwei Seiten, auch bei der Altersvorsorge. Am häufigsten fördert der Staat, indem er Dir weniger bis gar keine Steuern abknöpft, wenn Du in Deine Sparverträge einzahlst. Die Quittung kommt dann allerdings im Alter: Dann werden diese Verträge mit staatlicher Förderung oft nachträglich besteuert. Das kann sich trotzdem oft lohnen, weil die Steuerlast im Alter oft niedriger ist als während des Erwerbslebens.

Die verschiedenen Vertragsformen heißen zum Beispiel Riester, Rürup oder private Rente, und sie alle sind in irgendeiner Weise vor Besteuerung geschützt. Ein richtiger Vergleich ist nur möglich, wenn Du einerseits weißt, welche Vorsorgeform Du in Deinem Fall überhaupt abschließen darfst. Die Riester-Rente gibt es zum Beispiel nur, wenn Du in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlst oder Beamter bist. Andererseits solltest Du auch ungefähr wissen, wie hoch Deine Steuerlast heute und wie hoch sie wahrscheinlich in der Rentenzeit ist. Eine private Rente lohnt sich zum Beispiel meist nur dann, wenn Du im Alter eine hohe Steuerlast hast.

Ziel dieser Überlegungen: Welche staatliche Förderung kommt für mich in Frage?

 

3. Wie viel Anlagerisiko möchte ich eingehen?

Gerade in Deutschland gibt es eine starke Angst vor Anlagerisiko. Das kann man zum Beispiel daran erkennen, dass die Aktienquote hierzulande sehr viel niedriger ist als zum Beispiel in den USA. Und mit der richtigen Portfolio-Aufteilung lässt sich das Anlagerisiko von Aktien auch ganz gut kontrollieren. Wichtig dabei ist auch, sich selbst zu kennen.

Um Deine Toleranz für Anlagerisiko einzuschätzen, hilft vor allem eine Überlegung: Wie viel zwischenzeitlichen Wertverlust würdest Du aushalten, ohne übermäßig nervös zu werden? Würdest Du schon bei 10 Prozent am liebsten das ganze Portfolio umstellen? Oder würdest Du auch 30 Prozent aushalten, ohne ins Schwitzen zu kommen?

Es ist wichtig, die Frage nach dem Anlagerisiko vor der Anlageplanung zu beantworten. Denn wer zwischenzeitlich doch nervös wird und das Portfolio einfach umschichtet, verliert mit größerer Wahrscheinlichkeit Geld als der, der die Schwächephase der Aktien aussitzt und auf steigende Kurse wartet.

Ziel dieser Überlegungen: Das Anlagerisiko definieren, das ich kurzfristig aushalten kann

 

4. Brauche ich eine flexible Geldanlage?

Wie möchtest Du in Deine Geldanlage einzahlen: möglichst regelmäßig oder nach Lust und Laune? Je eher Du bereit bist, Dich zu einer regelmäßigen Einzahlung zu verpflichten, desto eher kommen Versicherungen für Dich in Frage. Diese Spardisziplin hat gegenüber einer flexiblen Geldanlage auch Vorteile. Die Disziplin bei der Einzahlung eines der zentralen Geheimnisse des Vermögensaufbaus.

Trotzdem: für viele ist eine flexible Geldanlage sehr wichtig, insbesondere bei der Einzahlung. Am besten dafür geeignet sind Wertpapiersparpläne, hier kann völlig frei ein- und ausgezahlt werden. Für Basis-Renten bieten sich Zuzahlungen an. Die Riesterrente ist dagegen auf einen maximalen Einzahlungsbetrag gedeckelt und kann deshalb nicht als wirklich flexible Geldanlage gelten.

Ziel dieser Überlegungen: Kann ich mich auf einen festen Sparbetrag festlegen, möchte ich nur teilweise gebunden sein oder jeden Monat völlig frei neu entscheiden?

 

5. Brauche ich eine flexible Auszahlung?

Jetzt ist es das Thema Altersvorsorge, das dich bewegt. Dafür brauchst Du zwischendurch eigentlich keine flexible Auszahlung. Aber wie sieht es aus, wenn plötzlich Dein Auto kaputt geht oder Du eine Familie gründen möchtest? Möchtest Du dann Dein Geld lieber für ein Eigenheim statt für die Lebensversicherung verwenden?

Nicht alle Vorsorgeformen erlauben in so einem Fall eine flexible Auszahlung. Aus der Basis-Rente lässt sich während der Laufzeit überhaupt nichts auszahlen, aus der Beruflichen Altersvorsorge nur, wenn Du die Förderung zurückzahlst. Beim Riester gilt dasselbe, es sei denn, Du investierst das Geld in eine Immobilie.

Staatliche Förderung hat also vor allem dann ihren Preis, wenn Du zwischendurch eine flexible Auszahlung brauchst. Allerdings gibt es auch sein Gutes, wenn Du nicht so einfach an das Ersparte kommst. Es erleichtert die Spardisziplin und schützt Dein Vermögen, solltest Du einmal auf Harz IV angewiesen sein.

Ziel dieser Überlegungen: Wie hoch soll die „Verfügbarkeitsquote“ des Geldes sein, dass ich jederzeit flexibel auszahlen lassen kann?

 

Wenn Du diese fünf Fragen beantwortet hast, kann es jetzt weiter gehen mit der Planung für die Altersvorsorge. Du kannst jetzt auf Produktsuche gehen. Grundsätzlich gilt: nicht alle Eier in einen Korb, mischen erwünscht. Als Hilfestellung findest hier eine Entscheidungsmatrix.

Wenn Du wissen willst, wie viel Nettorendite für die einzelnen Baustein in Deine Situation realistisch ist, welche Rahmenbedingungen genau herrschen und ob Deine Ideen für die Altersvorsorge in Deine Finanzplanung passen kannst Du das mit unserer Software herausfinden. Es gibt Sie kostenlos als iPad App und bald unter klarplus.com.

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DEN RICHTIGEN RIESTER HABEN

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Riesterempfehlung: Je jünger, desto Fondssparplan.
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Als meine Mutter vor kurzem die Idee hatte, in den letzten paar Jahren vor ihrer Rente noch „zu riestern“, habe ich sie mit einer klaren Empfehlung zur Bank geschickt: Schließe keine Rentenversicherung ab, sondern lieber einen Banksparplan. Da bekommst Du noch ein paar Jahre lang die Riester-Förderung, und Deine Bank behält so gut wie keine Gebühren ein. Bei der Bank, so erzählte sie später, hätte sie trotzdem fast einen Riester-Bausparvertrag unterschrieben. Ein Produkt, das für ihre Lebenssituation absolut unpassend gewesen wäre – für die Bank aber deutlich lukrativer.

So geht es in Deutschland vielen Sparern: Sie wollen fürs Alter vorsorgen und dabei die staatlichen Riester-Vergünstigungen mitnehmen. Aber um wirklich das Meiste aus der Förderung herauszuholen, reicht es nicht, irgendeinen Riester-Vertrag zu unterschreiben. Damit nicht die Bank, sondern wirklich Du am meisten von den staatlichen Zuschüssen profitierst, solltest Du zumindest diese vier Riester-Arten grundsätzlich unterscheiden können.

1. Die Riester-Rentenversicherung

Wie diese Infografik des Arbeitsministeriums uns zeigt, ist die Riester-Versicherung das mit Abstand beliebteste Produkt bei Riester-Sparern. Oder doch bei den Beratern? Zumindest wir bei KLAR+ kennen eigentlich kaum eine Situation, in der wir nicht eine andere Riester-Variante empfehlen würden. Zwar garantiert diese Riester-Art eine Mindest-Rendite, diese ist allerdings sehr klein und wird zusätzlich noch durch überdurchschnittlich hohe Verwaltungskosten geschmälert. Hinzu kommt, dass die Verträge in der Regel gezillmert sind (Link). Dadurch fallen die Kosten schon sehr früh während der Vertragslaufzeit an, was einen späteren Wechsel in eine andere Vorsorgeart vergleichsweise teuer macht.

2. Der Riester-Fondssparplan

Hier wird Dein Geld regelmäßig in Investmentfonds angelegt. Der Vorteil ist, dass Deine Aktienquote im Vergleich zur klassischen Rente höher ist und damit die Chance auf eine höhere Rendite. Eine Beitragsgarantie gibt es auch hier. Achte darauf, keinen gezillmerten Vertrag auszuwählen. Noch mehr Gebühren sparen kannst Du, wenn Du in ETFs anlegst. Was das heißt, haben wir in diesem Blogpost schon erklärt.

Fondssparpläne lohnen sich vor allem dann, wenn Dein Riester-Vertrag noch fünf Jahre oder länger läuft. Bei kürzeren Laufzeiten ist es eventuell sinnvoller, eine Alternative mit geringerem Aktienanteil zu wählen.

3. Der Riester-Banksparplan

Eigentlich die simpelste Riester-Form, trotzdem ist sie die am wenigsten populäre. Unter dem Strich wird Dein Geld einfach wie ganz normales Festgeld angelegt, also auf einem Konto mit einem festen Zins. Gegen den Banksparplan spricht, dass der Festzins meist sehr niedrig ist. Dafür spricht aber, dass er so gut wie keine Gebühren kostet. Besonders, wer sehr kurzfristig anlegen möchte, ist hier also gar nicht so schlecht bedient. Wer kurz vor der Rente steht und noch keinen Riester-Vertrag hat, kann zum Beispiel einen Banksparplan abschließen und nur so viel dort einzahlen, dass er gerade so die maximale Riester-Förderung erhält. Dann sammelst Du zwar keine große Rendite ein, kannst aber die staatlichen Zuschüsse fast ohne weitere Gebühren mitnehmen.

4. Der Wohn-Riester

Zunächst: Eigentlich gibt es nicht nur eine einzige Art des Wohn-Riester, sondern verschiedene varianten. Die üblichsten sind, dass Dein Bausparvertrag oder die Rückzahlung deines Immobilienkredits gefördert werden. Eigentlich eine gute Idee. Trotzdem ist der Wohn-Riester unserer Meinung nach weniger sexy, als viele ihn finden. Das hat mehrere Gründe:

– Du kannst die geförderte Immobilie nicht vermieten

– Die steuerfreie Förderung muss während der Rente versteuert werden. Der Wohn-Riester erhöht also Deine Steuerlast, wenn Du mal in Rente gehst. Dafür musst Du vorsorgen, was viele Sparer gerne mal vergessen oder vor sich herschieben.

– Sowohl ein Riester-Bausparvertrag als auch ein Riester-Darlehen laufen meistens nicht bis zur Rente. Du musst also anschließend noch einmal einen komplett neuen (Spar-)Vertrag abschließen, wenn Du weiter von der staatlichen Förderung profitieren möchtest.

– Speziell bei Riester-Darlehen ist die Konkurrenz am Markt nicht so hoch, die Zinsen also meistens etwas höher – was schlecht ist für den Kunden.

Das KLAR+ Fazit: Vor allem für junge Kunden lohnt sich fast immer ein Fondssparplan ohne Versicherungen am meisten. Noch besser ist es, wenn dort auch ETFs bespart werden können. Der Wohn-Riester ist zwar eigentlich eine gute Sache, zwingt jedoch dazu, sich nach dessen Ablauf noch einmal neu umzuschauen. Außerdem ist es oft schwieriger, ein Riester-Darlehen zu gleich guten Konditionen zu bekommen wie ein  normales.

 

 

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GELDANLAGE ALTERSVORSORGE: WEGE ZUR GARANTIE

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Dein Geld ist nicht weg, es ist nur woanders. Die meisten von uns freuen sich, wenn sie sich endlich mal um die Altersvorsorge gekümmert haben und wollen sich nicht auch noch damit herumschlagen, wo genau das angelegte Geld eigentlich landet, nachdem es vom Konto verschwunden ist. Dabei ist das so kompliziert gar nicht. Und es beeindruckt so ziemlich jeden Berater, wenn man davon ein wenig versteht. Wir haben uns mal die Mühe gemacht, die Anlagestrategien der Versicherer vom Versicherungssprech in halbwegs verständliches Deutsch zu übersetzen.

  • Klassik

Ja, so heißt wirklich eine Anlagestrategie. Das ist das, was die meisten Versicherer die meiste Zeit gemacht haben. Wenn eine Versicherung „klassisch“ anlegt, dann garantiert sie Dir, also dem Anleger, 60 Prozent der Rendite einer Bundesanleihe auf den Sparanteil Deines Beitrags. Das sind derzeit gerade mal 1,25 Prozent und wird weiter abgesenkt. Nicht gerade sexy. Trotzdem ist das „klassische“ Anlagemodell immer noch Kern jeder Lebens- und Rentenversicherung, der für die Absicherung einer Mindest-Rendite sorgt. Für die hohe Sicherheit sorgt ein recht kleiner Aktien-Anteil von maximal 30 Prozent (in der Realität meistens eher 10 Prozent), für ein kleines bisschen Rest-Rendite versuchen die Versicherer zunehmend mit eher neumodischen Anlageformen wie zum Beispiel Infrastrukturfonds zu sorgen.

  • Höchststandsgarantiefonds

Klingt gut, drosselt aber die mögliche Rendite gewaltig: In einem Höchststandgarantiefonds wird regelmäßig (meist einmal pro Monat) der aktuelle Stand des Fonds eingefroren. Das heißt, dass der Wert des Fonds danach zwar noch steigen kann, aber nie wieder sinken. Klingt gut, wie gesagt, wird aber teuer erkauft. Denn ein solcher Fonds setzt sich aus einem Aktien- und einem Renten-Anteil zusammen.

Der Renten-Anteil verspricht einen Stabilen Zinssatz, sagen wir mal 2 Prozent. Der Aktien-Anteil schwankt. Um durch negative Schwankungen nicht unter den Höchststand zu fallen, legt der Fondsmanager an jedem Höchststand so viel Geld in Renten an, dass am Ende inklusive Verzinsung auf jeden Fall wieder der Höchststand erreicht ist. Bei 2 Prozent Verzinsung und 10 Jahren Restlaufzeit sind das schon 82 Prozent. Das heißt, dass weniger als ein Fünftel des Geldes in Aktien angelegt ist und tatsächlich weitere Gewinne erwirtschaften kann. Mit kürzerer Laufzeit oder sinkenden Zinsen sinkt der Aktienanteil weiter. Auch mit steigendem Garantiestand sinkt der Aktienanteil. Die Sicherheit wird mit einem Verzicht auf Rendite erkauft.

  • Statischer Hybrid

Sorgt für einen etwas höheren Aktienanteil, hat aber eventuell Probleme gegen Ende der Laufzeit. Hybrid heißt, dass hier wieder zwischen Staatsanleihen (sicher) und Aktien (höheres Risiko) gemischt wird. Schon am Anfang der Laufzeit wird festgelegt, wie viel Geld in sichere Anlagen gehen muss, damit am Ende die Versicherung den gesetzlichen Mindestbetrag auszahlen kann. Alles andere geht in Aktien.

Das Nette dabei: Jeder Überschuss kann wieder in Aktien investiert werden. Wenn also das Aktien-Portfolio gut läuft oder das Staatsanleihen-Portfolio doch mehr als den minimal kalkulierten Gewinn abwirft, erhöht sich der Aktienanteil und damit die Chance auf eine höhere Rendite. Der Nachteil: Gegen Ende der Laufzeit ist dieses Modell überdurchschnittlich riskant. Denn dann ist der Aktienanteil am höchsten. Genau dann sollte er aber eigentlich langsam zurückgefahren werden, um die Gefahr kurzzeitiger Kursrücksetzer zu verringern.

  • Dynamischer Hybrid

Ist eine Mischung aus 2 und 3. Also eine Mischung aus einer sicheren Staatsanleihen-Anlage mit einer Aktien-Anlage. Jedoch nicht irgendwelche Aktien, sondern ein Fonds, der einen Mindeststand garantiert. Das funktioniert ähnlich wie bei Punkt 2 mit dem entscheidenden Unterschied, dass der Fonds nur einen Teil der Anlagesumme garantiert, meistens sind das etwa 80 Prozent. Dadurch kann er die Aktienquote höher halten. Die eventuell fehlenden 20 Prozent sichert die Versicherung selbst durch das Staatsanleihen-Portfolio ab.

Lange Rede, kurzer Sinn: Durch diese Kombination ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass unter dem Strich eine größere Aktienquote in der Versicherung steckt. Das bedeutet bessere Renditechancen, aber natürlich auch ein höheres Schwankungsrisiko. Unter den garantierten Auszahlungswert der Versicherung kann aber auch dieses Modell niemals fallen.

  • i-CPPI

Nur der Vollständigkeit halber zum schnell wieder vergessen hier die vollständig ausgeschriebene Abkürzung: individual – constant proportion portfolio insurance. Heißt unter dem Strich nicht viel anderes als das, was unter Punkt 4 beschrieben ist. Allerdings werden Höchststände und Portfolio-Zusammensetzung hier nicht monatlich, sondern täglich überprüft. Das funktioniert, weil die Versicherer hier nicht nur Aktien und Anleihen, sondern zusätzlich jede Menge Finanz-Hokuspokus verwenden (Derivate, Optionen etc). Theoretisch ist das besser, weil durch die kürzeren Zyklen mehr Risiko eingegangen werden kann, ohne die Garantie zu verlieren. Praktisch kostet das aber auch eine Menge Verwaltungskosten, die erst einmal erwirtschaftet werden müssen, bevor Gewinne an den Versicherten fließen.

Das KLAR+-Fazit: Die Systeme sind immer komplizierter geworden, und mit komplizierten Systemen steigen auch die Kosten. Entwickelt sich der Aktienmarkt während der Laufzeit eher mau, ist der Aufwand zu teuer, und die komplizierten Anlagemodelle versauen das Ergebnis. Trotz dieses steigenden Risikos unterstützt KLAR+ die neuen Anlagemodelle, da sie sich in den meisten Fällen auszahlen werden und ein hoher Aktienanteil in der langfristigen Altersvorsorge einfach Pflicht ist.

Garantierter Rentenfaktor – Garantiert nicht so wichtig

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individuell

Bei der Suche nach der richtigen Altersvorsorge setzen immer noch sehr viele Deutsche auf Kapital- oder Rentenversicherungen. Fast 3,5 Millionen neue Verträge schlossen sie laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft im Jahr 2014 ab. Als wichtiger Faktor bei der Entscheidung für den richtigen Vertrag gilt dabei der so genannte Rentenfaktor. In Wahrheit ist dieser Faktor jedoch höchstens ein Anhaltspunkt – und kann sogar irreführend sein, wenn er falsch verstanden wird.

Der Rentenfaktor ist zunächst mal nichts anderes als die Umrechnung eines fixen Geldbetrags in eine monatliche Rentenzahlung. Üblich ist die Umrechnung von 10.000 Euro zum Beginn des Rentenalters in einen festen Betrag, der dann bis ans Lebensende ausgezahlt wird, unabhängig vom Todeszeitpunkt. Aktuell liegt der in Deutschland zwischen 27 und 31 Euro monatliche Rente, je nach Anbieter. Es gibt jedoch auch Ausreißer nach oben und nach unten.

Aber warum schon beim Abschluss des Vertrags festlegen, in welchen monatlichen Betrag das angesparte Geld einmal umgewandelt werden soll? Besonders dann, wenn noch gar nicht fest steht, wie viel Geld am Ende Überhaupt zusammenkommt? Die Versicherungen sagen, das sei transparenter so. Schließlich müsste ja auch die steigende Lebenserwartung in die Police eingerechnet werden, und dabei gebe der Rentenfaktor Planungssicherheit.

Dabei gibt es jedoch gleich mehrere große „Aber“:

  1. Rentenfaktor-Garantie? In den Rentenfaktor ist ohnehin schon eine steigende Lebenserwartung eingerechnet, die erst einmal erreicht werden muss. Viele Versicherungsbedingungen enthalten außerdem Klauseln, die den Rentenfaktor bei Rententantritt anpassen können. Und zwar ironischerweise dann, wenn sich die Lebenserwartung zum Nachteil der Versicherung ändert. Hier gilt es, vorsichtig zu sein.
  2. Was, wenn man beim Renteneintritt schwer krank ist? Dann wäre es vielleicht besser, sich das Geld auf einmal auszahlen zu lassen – und der Rentenfaktor ist plötzlich wertlos. Die vermeintliche Planungssicherheit hat dann nur Geld gekostet.
  3. Viel wichtiger als ein „guter“ Rentenfaktor ist, dass überhaupt viel Geld zusammen kommt, das dann in eine Rente umgerechnet werden kann. Auf lange Sicht ist deswegen viel wichtiger, dass der Anlageerfolg der Versicherung gut ist – und ihre Gebühren niedrig.

Das Fazit von Klar+: Der Rentenfaktor wird erst wichtig, wenn das Rentenalter wirklich nahe ist. Beim Abschluss des Vertrags ist er nur eine Zahl von vielen und kein besonders guter Anhaltspunkt für die Qualität einer Versicherung.

FONDSBASIERTE RIESTER-VERSICHERUNGEN: MIT EINEM ANRUF TAUSENDE EURO SPAREN

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Mit einem Artikel auf Spiegel Online hat der Verbraucherjournalist Hermann-Josef Tenhagen für einigen Wirbel gesorgt. Während Portale wie Boerse.ARD und Versicherungsbote ihm nun vorwerfen, dort ein Riester-Startup zu sehr gelobt zu haben, wollen wir bei Klar+ den konstruktiven Weg wählen und uns um den wohl absolut unstrittigen Teil von Tenhagens Artikel kümmern – und darum, wie Riester-Sparer ihn vielleicht nutzen können.

In der Klar+ Beispielrechnung kannst Du mit der Umstellung auf ETFs mehr als 12.000 Euro sparen.

In der Klar+ Beispielrechnung kannst Du mit der Umstellung auf ETFs mehr als 12.000 Euro sparen.

Denn was er völlig zu Recht kritisiert, sind die hohen Gebühren, die in fast jeder Form des Riester-Vertrags stecken. Am meisten in der Kritik stehen dabei die so genannten Fondsgebundenen Rentenversicherungen. Denn die kassieren doppelt: Einmal bezahlst Du eine jährliche Gebühr für den so genannten „Versicherungsmantel“, also für das Produkt selbst. Dazu kommen aber noch weitere Gebühren, und zwar die Verwaltungsgebühren für die einzelnen Fonds, in die diese Versicherung wiederum investiert. Bei Aktienfonds sind diese Verwaltungsgebühren besonders hoch, in der Regel rund 1,5 Prozent der dort angelegten Summe pro Jahr.

Dabei geht es viel billiger, mit so genannten ETFs. Die Abkürzung steht für „Exchange Traded Fund“, was frei übersetzt „börsengehandelter Fonds“ bedeutet. ETFs haben keinen Fondsmanager sondern folgen einfach einem Index, zum Beispiel dem DAX. Dafür kosten sie nur einen Bruchteil der Verwaltungsgebühren. Und Langzeitstudien haben gezeigt, dass sowieso nur ein Bruchteil der Fondsmanager auf lange Sicht besser abschneiden, als ihr Vergleichsindex. Du als Anleger kannst also eine Menge Gebühren sparen, wenn Du statt in den „Deutschland-Aktienfonds“ Deiner Bank einfach in einen DAX-ETF investierst.

Alte Verträge umschichten

Was das alles mit Riester zu tun hat? Viele alte Verträge für Fondsgebundene Riester-Versicherungen wurden vor vielen Jahren abgeschlossen, ohne die Möglichkeit, das dort angelegte Geld in ETFs zu stecken. Bei vielen neuen Versicherungsverträgen gibt es diese Möglichkeit jedoch. Und deshalb fangen die Gesellschaften nun langsam an, auch für die Altverträge eine Umschichtung zu ermöglichen. Und hier kommst Du ins Spiel. Ein kurzer Anruf beim Riester-Anbieter und der einfache Satz: „Kann ich den Fonds-Anteil meiner Versicherung auch in ETFs umschichten“ können Dir viele tausend Euro sparen.

Wie viel genau es sein kann, haben wir mal beispielhaft ausgerechnet. Mal angenommen, Du hast einen Vertrag, in dem inzwischen bereits 20.000 Euro angespart sind, und in den Du jedes Jahr weitere 2.100 Euro einzahlst. Von all diesem Geld werden 30 Prozent in Aktien angelegt. Wenn ab 2016 der Aktienanteil des Riester-Vertrags jedes Jahr nur noch 0,3 Prozent statt 1,5 Prozent gebühren kostet, sind die Ersparnisse gewaltig. In unserem Beispiel gehen wir davon aus, dass der Vertrag noch bis Ende 2040 läuft. Wenn das Aktien-Portfolio in dieser Zeit eine durchschnittliche Rendite von 6,9 Prozent abwirft, beträgt die Ersparnis stolze 12.547 Euro. Und selbst bei einer durchschnittlichen Rendite von 4,9 Prozent ist die Ersparnis immer noch 8.433 Euro.

Ein Grund für diese hohen Zahlen ist der Zinseszins-Effekt. Du sparst nicht nur jedes Jahr Gebühren, Du kannst das gesparte Geld auch noch zusätzlich anlegen. Im Laufe der Jahre vermehrt es sich immer weiter und der gesparte Betrag wächst auch durch die Zinsen, die er erwirtschaftet.

Ob die Umschichtung so funktioniert und wie viel Ersparnis die Anlage in ETFs wirklich bringt, hängt von Deinem Versicherungsvertrag ab und davon, wann er geschlossen wurde. Grundsätzlich können solche Veränderungen nur mit Verträgen gemacht werden, die 2005 oder später abgeschlossen wurden. Wenn Du jedoch eine Fondsgebundene Riester-Versicherung besitzt, die nicht in ETFs investiert, solltest Du vielleicht zum Hörer greifen. Der Kurze Anruf kann Dir auf lange Sicht viel Geld bringen.

 

NOTENBANKEN PLANEN DEN NÄCHSTEN EINSCHNITT FÜR SPARER

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In einem schönen Hintergrundartikel erklärt das Handelsblatt, wie die Notenbanker in Zukunft dafür sorgen wollen, dass sich Sparen noch weniger lohnt. Im Moment ist die Teuerungsrate, die so genannte Inflation, in fast allen großen Volkswirtschaften sehr niedrig. Die Notenbanker haben davor Angst. Denn wenn Geld plötzlich nicht mehr an Wert verliert, so die Theorie, gibt kaum mehr jemand welches aus. Diese Deflation wollen sie unbedingt verhindern. Gleichzeitig wollen sie aber auch nicht, dass das Geld zu schnell an Wert verliert, weil die Bürger sonst nicht mehr in ihre Währung vertrauen.

Als bester Mittelweg in diesem geldplitischen Dilemma gilt bisher in fast allen großen Wirtschaftsnationen der Welt das Ziel, die Inflation in der Nähe von, aber unter zwei Prozent zu halten. Geht es nach den Vermutungen, die auch das Handelsblatt zusammen fasst, könnte diese Zahl bald steigen – auf bis zu vier Prozent, also dem doppelten Wertverlust in jedem Jahr.

Die Notenbanker hätten so einen größeren Puffer von ihrem Idealzustand bis zur Deflation. Das ist für sie deshalb so wichtig, weil hohe Inflation relativ einfach durch hohe Leitzinsen bekämpft werden kann. Deflation kann aber hauptsächlich durch sinkende Leitzinsen bekämpft werden. Und unter null können diese – zumindest langfristig – nicht gesenkt werden.

Setzen sich die Befürworter höherer Inflationsziele durch, bedeutet das für Sparer einen weiteren Einschnitt in ihrem Vermögen, während Kreditnehmer profitieren. Musste bisher im Jahr eine Rendite von zwei Prozent erwirtschaftet werden, damit der Wert des gesparten Geldes in Zeiten normaler Inflation nicht aufgefressen wird, würde sich dieser Wert eventuell sogar verdoppeln. Erst danach würde sich die Kaufkraft des eigenen Portfolios überhaupt steigern.

Deshalb ist es wichtig, dass gerade längerfristige Projektionen für die Altersvorsorge sich an unterschiedliche Inflationsraten anpassen können. Auch bei Klar+ berücksichtigen wir das. Probiere ruhig einmal unsere Rechner mit unterschiedlichen Inflationsraten aus. Du wirst überrascht sein, wie sehr schon kleine Unterschiede Dein Vermögen beeinflussen können, wenn nur genug Zeit vergeht.

UNTERNEHMEN GEWINNEN – ANLEGER AUCH

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Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) meldet in diesem Jahr einen Rekord: Laut ihrer aktuellen Dividendenstudie schütten die deutschen Unternehmen so viel Geld an ihre Aktionäre aus, wie nie zuvor. Etwas übersichtlicher erklärt das zum Beispiel auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Von hohen Dividenden profitiert vor allem, wer die entsprechenden Aktien schon eine Weile hält. Denn wenn ein Unternehmen sich entscheidet, eine Dividende zu zahlen, dann heißt das nichts anderes, als dass es einen Teil seines Gewinns nicht behält, sondern an seine Besitzer verteilt. Und im Falle einer Aktiengesellschaft sind das eben die Aktionäre. Welche Aktiengesellschaften wann eine Dividende ausschütten und wie hoch sie wahrscheinlich ausfällt, fasst zum Beispiel das Vergleichsportal OnVista in seinem Dividendenkalender zusammen.

Wer jetzt denkt, er kauft einfach kurz vor der Ausschüttung die Aktie, streicht die Dividende ein und verkauft dann wieder, könnte allerdings enttäuscht werden. Die Dividende wird schließlich aus dem Gewinn des Unternehmens entnommen, und der war vorher im Aktienpreis enthalten. So gesehen wird der Unternehmenswert also zum Zeitpunkt der Ausschüttung um den Dividendenwert geschmälert – und das spiegelt sich normalerweise auch in den Aktienkursen wider.

Trotzdem kann es sich insbesondere für langfristig orientierte Anleger lohnen, speziell Ausschau nach Aktien zu halten, die hohe Dividenden auszahlen. Wichtig ist, dass die Auszahlungen einigermaßen regelmäßig sind und nicht von Jahr zu Jahr extrem schwanken. Dann erhält man neben der Hoffnung auf einen Kursgewinn noch eine nette jährliche Zusatzrendite. Gerade in Zeiten faktischer Nullzinsen am Geldmarkt eine interessante Alternative.

ABWARTEN HILFT NICHT MEHR

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Es sind deutliche Worte, die Christian Siedenbiedel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) findet: Die Anleger befäden sich in einer selbstverschuldeten Unmündigkeit. Und daran werde sich in den kommenden Jahren auch wenig ändern.

Die Botschaft des Autors und auch der von ihm zitierten Experten ist klar: Die Deutschen haben zu wenig Aktien. Tatsächlich zeigt die Statistik des Deutschen Aktieninstituts, dass gerade einmal gut zehn Prozent der Deutschen Aktien oder Aktienfonds besitzen. Und das, wo zum Beispiel der der Wert des größten Deutsche Aktienindex DAX sich in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt hat.

Für die meisten Deutschen lautet ein guter Rat deshalb: Aktienquote erhöhen. Selbst in diesen Tagen, in denen die Kurse schon so weit gestiegen sind. Denn bei einem guten Aktiendepot kommt es weniger darauf an, zum bestmöglichen Zeitpunkt zu kaufen, sondern eine gute Balance zwischen Chance und Risiko zu finden.

Genau diese Suche ist es aber unserer Meinung nach, die viele Anleger vom Thema Aktien abschreckt. Zusammen mit dem Gefühl, sich ständig um das Depot kümmern zu müssen, ist es einmal angelegt. Dabei gibt es inzwischen viele Anlagelösungen, die uns Anlegern eine solche Arbeit abnehmen oder zumindest erleichtern. Zum Beispiel der Arero-Fonds des im FAS-Text zitierten Professors Manfred Weber. Wer eine solche Anlage im richtigen Verhältnis in seine Geldanlage mischt, erhöht zwar – kontrolliert – das Risiko, hat aber auch die Chance, dem wahrscheinlich noch lange währenden Zinstag zu entkommen.

MISCHEN IST WICHTIGER ALS DER RICHTIGE RIECHER

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Aktien hätte man mal kaufen sollen. Vor einem Jahr. Vor zwei Jahren. Vor drei Jahren. Gold dagegen war keine so gute Idee, obwohl dem doch alle so hinterher gelaufen sind. Und Anleihen auch nicht, war doch klar.

Das Problem mit Aussagen wie diesen ist: Sie werden im Nachhinein getroffen. Niemand hätte vor drei oder vier Jahren wissen können, dass der DAX sich so positiv entwickelt, wie er das getan hat. Niemand hätte wissen können, ob das Gold seinen Höhenflug fortsetzt oder noch einmal deutlich an Wert verliert.

Was das für Anleger bedeutet, fasst die Süddeutsche Zeitung in ihrem Artikel was aus 1000 Euro werden kann zusammen. Das Rezept ist simpel, aber eindrucksvoll. In einem fiktiven Portfolio haben die Redakteure im Oktober 2011 jeweils 1000 Euro in Gold, verschiedene Anleihen und verschiedene Aktien investiert. Das Ergebnis hätte so niemand vorhersagen können.

Wirklich gewonnen hat in der Auswahl der Redakteure nur der DAX, der wichtigste deutsche Aktienindex. Die so viel gelobten Schwellenländer, denen in Sachen Wachstum eigentlich deutlich mehr zugetraut wird als dem angestaubten Deutschland, konnten mit ihren Aktienmärkten dagegen so gerade das Geld erhalten. Und das Gold, auf das noch vor kurzem so viele Anleger scharf waren, liegt abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Das Fazit? Niemand kann in die Zukunft schauen. Was heute beliebt ist und Geld bringt, kann Morgen schon für Verluste sorgen. Es kommt nicht darauf an, zu raten, wo das Geld am besten angelegt ist. Das sind nur Wetten auf die Zukunft. Es kommt darauf an, die richtige Mischung zu finden. Wer in dem Experiment der Redakteure sein Geld gleichmäßig auf alle Anlageklassen aufgeteilt hätte, würde am Ende immer noch mit einer Rendite da stehen, die deutlich über der liegt, die die Banken heutzutage zahlen. Und das völlig ohne Blick in die Zukunft.

 

KLARTEXT BEI DER ALTERSVORSORGE

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Diesmal geht es den Versicherern an den Kragen: In seiner wöchtentlichen Kolumne auf Spiegel Online geht Verbraucherjournalist Hermann-Josef Tenhagen vor allem hart mit den Beratern ins Gericht, die Lebensversicherungen verkaufen. Die aktuell so niedrigen Zinsen treffen nämlich auch diese Form der Altersvorsorge – allerdings mit großen Unterschieden abhängig davon, wann man seinen Lebensversicherungs-Vertrag abgeschlossen hat.

Denn die alten Bestandskunden haben teilweise noch Verträge mit garantierter jährlicher Verzinsung von drei Prozent und mehr. Das ist schlecht für die Versicherer, die diese jetzt über dem Marktzins liegende Rendite ja irgendwoher bezahlen müssen. Gleichzeitig schmälert das aber die ohnehin schon kleine Rendite von neuen Verträgen, die zusätzlich noch belastet werden durch hohe Abschlusskosten.

Tenhagen nennt die Riester-Versicherung als eine Alternative, bei der der Staat immerhin einen Teil des Renditeverlusts wieder ausgleicht. Eine weitere spannende Alternative erwähnt er allerdings leider nicht: Die Netto-Versicherung. Bei diesem – zugegeben bisher eher raren – Angebot verzichten der Versicherer und der Makler auf versteckte Provisionen. Stattdessen rechnen sie ihrem Kunden offen vor, was er führ ihre Leistung bezahlt. Im Gegenzug muss dieser nicht erst jahrelang warten, bis sein gespartes Geld auch tatsächlich in seiner Versicherung ankommt.

Die Netto-Versicherung ist eine moderne Variante eines alten Modells zur Altersvorsorge, die gut zu Klar+ passt. Auch wir wollen das Rad nicht neu erfinden – aber wir legen Wert auf Ehrlichkeit, Transparenz und wollen dafür sorgen, dass Sparer so früh wie möglich davon profitieren, wenn sie Geld für ihre Altersvorsorge zurücklegen.

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