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Dein regelmäßiger Finanzcheck – ganz ohne Berater

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Der regelmäßige Finanzcheck ist Pflicht – wann beginnt die Kür?

Sich um sein Geld zu kümmern ist ein bisschen wie der Gang zum Zahnarzt. Lästig, macht vielleicht sogar Angst, ist aber trotzdem immens wichtig.

Wie ich darauf komme? Neulich war ich wieder beim Zahnarzt. Bisher hatte ich nur Füllungen, aber meine Zahnärztin hatte mir schon bei der letzten Kontrolluntersuchung angekündigt, dass da was passieren muss. Jetzt habe ich zum ersten Mal Zahnersatz bekommen, da musste richtig was weg vom Zahn. Und ich weiß genau woran das liegt: ich benutze keine Zahnseide. Weil irgendwann wurde es mir einfach zu blöd: Einmal im Jahr zur Kontrolluntersuchung, alle halbe Jahr zur professionellen Zahnreinigung, zwei Mal täglich Zähneputzen und dann auch noch zwei Mal täglich Zahnseide? Ohne dass es mich jemals richtig erwischt hatte, ich eigentlich noch nie Zahnschmerzen hatte? Nö. Das war mir dann doch zu viel. Bei der Zahnseide hat es bei mir aufgehört. Und prompt ist – wie angekündigt – zwischen den Zähnen Karies entstanden. Jetzt sitze ich hier mit meinem Provisorium.

Beim Geld ist das ähnlich. Oft merkt man lange nicht, wenn da etwas schief läuft. Aber leider kommt dann doch irgendwann die Quittung, wenn man sich nicht darum kümmert. Ich habe mich jahrelang dazu entschieden, bei der Zahnpflege zu den Faulen zu gehören, und musste jetzt das erste Mal mit den Konsequenzen leben. Wie ist das bei den Finanzen? Einmal zur Bank gehen, einen oder zwei Verträge unterschreiben und alles ist gut? Leider ist das nicht genug. So wie wir für die Zähne zwischendurch Zahnseide benutzen müssen, sollten wir auch regelmäßig einen selbständigen Blick aufs Konto und Depot werfen.
Außerdem ist ja nicht jeder Finanzberater gleich gut. Wer an den falschen gerät – ob Zahnarzt oder Finanzberater sei mal dahingestellt – sieht nachher noch aus wie ein Rapper, der es mit den Statussymbolen etwas übertrieben hat.hip-hop-gangsta-teeth-grillz-13

Also, konkret: Was muss ich machen, damit nicht irgendwann eine größere Rettungsaktion für das Konto nötig ist? Was ist unbedingt notwendig? Und was kann ich auch mal schleifen lassen, ohne sofort ein schlechtes Gewissen zu bekommen? Klar Plus hilft. Hier bekommst Du Deine persönliche Anleitung für Deinen Finanzcheck. Was ist Pflicht? Und was ist Kür?

1. Cash Flow

Die wichtigste und aufwendigste Größe ist das, was wir Finanzler den laufenden Cash Flow nennen. Hierbei ist vor allem eine Frage wichtig: Kommt jeden Monat mindestens so viel Geld rein, wie ich ausgebe? Oder schaufele ich mir jeden Monat ein Stückchen mehr mein finanzielles Grab? Das Ziel muss ganz klar sein, am Ende des Monats auf seine schwarze Null auf dem Girokonto zu kommen. Schwarz muss die Zahl sein um sich auf Dauer nicht zu überschulden. Bleibt am Ende des Monats noch Geld übrig, ist das sehr gut – sollte dann aber nicht auf dem Girokonto bleiben, sondern langfristiger angelegt werden.

1.1. Einkommen und Zufluss

Was tun, wenn weniger Geld rein kommt als raus geht? Es gibt zwei Größen, die Du hier verändern kannst: Entweder mehr einnehmen oder weniger ausgeben. Die schwierigere Aufgabe ist es dabei im Zweifel, mehr zu verdienen: als Angestellter lässt sich das Gehalt für dieselbe Position bei einem Arbeitgeber auch bei sehr guten Leistungen nur bedingt steigern, Gehaltserhöhungen von über 10 Prozent sind sehr selten.

Um mehr Geld zu verdienen, musst Du Dich als Angestellter verändern: Einfacher lässt sich das Gehalt steigern, wenn Du den Arbeitgeber wechselst. Dabei solltest Du aus einer Position der Stärke heraus handeln: wer Arbeitslos ist, hat es sehr viel schwerer, sein altes Gehalt zu steigern.

Wenn Du bereit bist, Dich beruflich zu verändern, gibt es zudem drei weitere Faktoren, die Dein Gehalt positiv beeinflussen können:

  • ein Schritt noch oben auf der Karriereleiter: mit steigender Verantwortung (und meistens auch damit verbundenem Arbeitseinsatz) steigt das Gehalt.
  • der Wechsel in eine andere Branche: in der Pharmaindustrie kann man fast das Doppelte verdienen wie im Gastro-Gewerbe.
  • der Wechsel in eine andere Stadt: in Mecklenburg-Vorpommern liegen die Durchschnittsgehälter gut ein Drittel niedriger als in Hessen.

Alles drei große Veränderungen – aber wenn Dein Konto dauerhaft im roten Bereich steht und Du keine andere Möglichkeit siehst, es auszugleichen, kann das der passende Weg sein.

Auch neben dem Job gibt es Möglichkeiten, Geld hinzuzuverdienen. Allerdings sollte man bei diesen Plänen realistisch sein.

Viele Menschen träumen davon, ihr Hobby zum Beruf zu machen oder sich sogar sich ein passives Einkommen aufzubauen, also ein Zusatzeinkommen, für das sie irgendwann nicht mehr aktiv arbeiten müssen. Ein Beispiel dafür sind Werbeeinnahmen für die eigene Webseite. Insbesondere die Idee, dass das irgendwann ohne aktive Arbeit klappt, gehört allerdings leider ins Reich der Märchen.

Ambitionierte denken daher regelmäßig darüber nach, wie sie Ihr Einkommen anheben können. Ein Gespräch mit einem Personalberater ist ein wichtiger Baustein dafür.

1.2. Kosten

Alles nicht so einfach. Wer diszipliniert ist, wird deshalb eher an den Kosten arbeiten. Dabei ist Kosten senken – also sparen im harten, unangenehmen Sinn – gar nicht so einfach. Wirf einmal einen Blick auf die deutschen Durchschnittswerte für die Miete: in deutschen Großstädten geht dafür meist ungefähr ein Fünftel des Nettos drauf.  Wenn Du es schafft, inklusiver der Miete maximal drei Fünftel Deines Nettos (exkl. Krankenversicherung) für den sofortigen Konsum zu verwenden, bist Du ein guter Sparer.

Weitere Richtgrößen sind: Ein Fünftel des Nettos für Altersvorsorge, zusätzlich noch einmal die Hälfte davon – also 10 Prozent – für mittelfristiges Sparen. Dazu gehört zum Beispiel auch das Eigenkapital für den Hauskauf. Noch einmal bis zu 10 Prozent können für Versicherungen abfließen. All diese Angaben sind natürlich nur Richtwerte. Insbesondere mit der Familiengröße können sie sich teilweise deutlich ändern.

Am einfachsten spart es sich, wenn man die gleiche Leistung für weniger Geld bekommt. Dafür solltest Du vor allem die üblichen Verdächtigen analysieren: Handy-, Strom- und Gasverträge sollten regelmäßig unter die Lupe genommen werden.

Auch ein Auto frisst mehr Geld, als viele denken. Schon ein einfacher VW Golf kostet im Schnitt 570 Euro im Monat für die ersten vier Jahre. Der größte Kostenfaktor dabei ist der Wertverlust, und der ist bei Neuwagen überproportional groß. Wer beim Auto Geld sparen möchte, sollte auch über einen Gebrauchtwagen nachdenken.

Wenn Du zudem genug Disziplin hast, dann stelle Deine Versicherungen auf eine jährliche Zahlungsweise um. Dafür gibt es in der Regel nette Rabatte.

Der Cash-Flow ist die wichtigste Größe für das private Finanzmanagement.

Die Pflicht:

  • Jeden Monat den Kontostand überprüfen. Steht das Konto am Monatsende in den roten Zahlen, ist das ein roter Alarm – die Dispo-Zinsen machen langfristig den schönsten Sparerfolg zunichte.
  • Einmal im Jahr langfristige Verträge und Versicherungen überprüfen: Kriege ich bei Handy, Strom, Gas, KfZ-Versicherung die gleiche Leistung für weniger Geld?

Die Kür:

  • Täglich ein Haushaltsbuch führen: Wie viel Prozent von meinem Netto gebe ich wofür aus?
  • Einmal im Jahr Gehaltsverhandlungen führen. Lohnt sich vielleicht sogar, eine Beförderung anzustreben oder ein Job- bzw. Ortswechsel?

 

2. Cash organisieren: Reserven + Kredite

2.1. Eine Reserve aufbauen – aber mit System

Nachdem Du Deinen Cash-Flow in den Griff bekommen hast, ist der nächste Schritt der Aufbau einer kurzfristigen Liquditätsreserve. Dafür solltest Du ein Tagesgeldkonto einrichten. Auf das solltest Du künftig zu Anfang jedes Monats mindestens fünf Prozent Deines Nettogehaltes überweisen. Und zwar so lange, bis auf dem Tagesgeldkonto ungefähr drei Nettogehälter liegen. Bist Du selbständig, dürfen es auch gerne fünf sein. Das ist Deine eiserne Reserve, mit denen Du notfallmäßige Ausgaben bestreitest.

Idealerweise liegt die Summe also langfristig auf diesem Konto. Deshalb solltest Du auch mindestens einmal pro Jahr überprüfen, ob Du nicht woanders bessere Zinsen bekommen kannst. Ach ja: Im Haushaltsbuch muss alles, was auf dieses Konto geht, nicht unter „Sparen“ sondern unter „Konsum“ verbucht werden – denn langfristig gesehen gibst Du das Geld ja aus und legst es nicht für die Vermögensbildung an.

Wenn Du Deine Notreserve aufgebaut hast, kannst Du schauen, ob Du darüber hinaus noch ein Konto für größere regelmäßige Ausgaben einrichten kannst. Dazu gehören zum Beispiel der Urlaub, aber auch neue Möbel. Hier kommt der monatliche Überschuss drauf: Zu einem Stichtag schaust Du jeden Monat, ob überschüssiges Geld auf dem Girokonto ist. Wenn ja, überweist Du es auf dieses Konto. Viele Banken bieten einen solchen Service sogar automatisch an.

2.2 Kredite

Nächster Stopp Kredite. Hier verlieren viele Verbraucher sehr viel Geld. Erster und wichtigster Schritt: Sich regelmäßig zu informieren, ob ein laufender Kredit nicht in einen günstigeren umgeschuldet werden kann. Dazu gehören nicht nur Haus- und Autokredit, sondern auch die Kreditkarte und der Dispo-Kredit auf dem Girokonto. Einen guten Überblick gibt es hier.

Es gilt grundsätzlich: Wer weniger Kreditzinsen zahlt, spart mehr, als wer höhere Guthabenzinsen erhält.

Reserven auf- und Kredite abzubauen sind der zweite Schritt zu weniger Geldsorgen.

Die Pflicht:

  • Jeden Monat fünf Prozent vom Netto auf ein Sparkonto überweisen, bis dort eine Notreserve von mindestens drei Nettogehältern aufgebaut ist
  • Einmal im Jahr überprüfen, ob teure Kredite durch günstigere abgelöst werden können
  • Einmal im Jahr überprüfen, ob es Sparkonten mit besseren Zinssätzen gibt

Die Kür:

  • Monatlich überprüfen, ob es günstigere Angebote für Tagesgeld oder Kredite gibt
  • Überschüsse am Monatsende auf ein zweites Sparkonto für regelmäßige Ausgaben überweisen

 

3. Geldanlage

Mit der Geldanlage sind wir nun bei einem Thema angekommen, das Vielen als die Königsdisziplin des Finanzmanagement erscheint. Aber auch hier reicht es, wenn Du Dich nur ab und zu damit beschäftigst, so lange Du die richtigen Regeln befolgst.

Bevor Du anfängst, Geld anzulegen, solltest Du Dir zunächst überlegen, wofür Du überhaupt sparst. Das ist deshalb nötig, weil Du wissen musst, auf welchen Betrag Du überhaupt kommen möchtest und wann Du ihn brauchst.

Damit Du Dabei nicht den Überblick verlierst, solltest Du die Ziele genau planen und festhalten. Wenn Du Deine Planung regelmäßig mit dem Stand Deines Sparguthabens abgleichst, kannst Du auch sehr früh erkennen, ob die Anlage sich wie gewünscht entwickelt oder ob eventuell Nachbesserungen nötig sind.

Die Geldanlage unterteilt sich im Wesentlichen in zwei Schritte

Schritt 1: Aufstellen eines ausgewogenen Portfolios

Schritt 2: Regelmäßiges Rebalancing dieses Portfolios.

Keine Angst, wir erklären die Begriffe hier.

Schritt 1 besteht darin, dass Du Dich entscheidest, in welchen Anlageklassen Du Dein Geld investierst. Das sind vor allem Aktien und Anleihen und vielleicht ein paar kleine Ergänzungen wie Gold oder Tagesgeld. Wichtig ist vor allem, dass Du die verschiedenen Anlageklassen mischt, um auf alle Kapitalmarktbewegungen vorbereitet zu sein. Wie die Mischung genau aussieht, ist gar nicht so wichtig. Hauptsache, Du tust es.

Die Anlageklassen gibt es noch in unterschiedlichen Verpackungen, zum Beispiel ETFs, Fonds, Rentenversicherungen und noch einigen anderen. Welches Portfolio und welche Verpackung für Dein Ziel die richtige ist und was Du davon erwarten kannst, erklärt und berechnet für Dich die  KLAR+ App.

Schritt 2 ist das so genannte Rebalancing, das Du regelmäßig machen solltest. Was das bedeutet, ist eigentlich ganz einfach: Wenn die verschiedenen Anlageklassen unterschiedlich gut laufen, verschieben sich die Anteile in Deinem Portfolio ganz zwangsläufig. Um Deine gewünschte Struktur wieder herzustellen und hoffentlich auch Gewinne mitzunehmen, empfiehlt sich ein regelmäßiges Rebalancing, also die Anpassung der aktuellen an die Zielstruktur.

Ein Beispiel: Du hast das Ziel, 50 Prozent Aktien in deinem Portfolio zu haben. Wenn Aktien jetzt in diesem Jahr mehr Rendite machen als die anderen Anlageklassen, wird Dein Portfolio am Ende des Jahres über mehr als 50 Prozent Aktien verfügen. Wenn Du jetzt so viele Aktien verkaufst, dass Du wieder bei 50 Prozent landest und den Erlös so in die anderen Anlageklassen investierst, dass das alte Verhältnis wiederhergestellt ist, nennt man das Rebalancing.

Auch, wenn sich das Portfolio täglich verändert, solltest Du nicht häufiger als zweimal pro Jahr umschichten. Du solltest dafür feste Termine haben. So gleichst Du Saisoneffekte aus, die es Jahr für Jahr an der Börse gibt.

Außer einem eigenen Portfolio hast Du am wahrscheinlichsten noch eine Basis- oder Riester-Rente oder eine Betriebliche Altersvorsorge (BAV). Alle diese drei Sparformen sind mit dem Bruttoeinkommen des jeweiligen Vorjahres verknüpft. Deshalb solltest Du einmal jährlich einen Blick auf die möglichen Beiträge werfen und diese wenn gewünscht anpassen. Besonders bei Riester ist das wichtig, weil hier die staatlichen Zuschüsse gekürzt werden, wenn Du weniger als 4 Prozent des Bruttolohns des Vorjahres anlegst.

Eine gut geführte Geldanlage braucht zwar regelmäßig Deine Aufmerksamkeit, frisst aber wahrscheinlich weniger Zeit, als Du denkst.

Die Pflicht:

  • Jährlich überprüfen, ob das Portfolio die gewünschten Ziele erreicht hat
  • Jährliches Rebalancing
  • Jährlich überprüfen, ob sich die Einzahlungen in den Riester- -Vertrag ändern sollten

Die Kür:

  • Monatlich überprüfen, ob das Portfolio sich wie gewünscht entwickelt
  • Halbjährliches Rebalancing
  • Jährlich überprüfen, ob einzelne Teile des Portfolios ausgewechselt werden sollten
  • Jährlich überprüfen, ob sich die Einzahlungen in die betriebliche Altersvorsorge und die Rürup-Rente ändern sollten

 

4. Versicherungen

Die Deutschen gelten als überversichert. Wir möchten uns nicht an der Debatte beteiligen, ob das stimmt. Fakt ist jedenfalls: Es fließt eine Menge Geld in Versicherungen. Pro Deutschem im Schnitt 2284 Euro im Jahr.

Deshalb solltest Du Dich auch mit dem Thema Versicherungen mindestens einmal im Jahr beschäftigen. Der beste Zeitpunkt dafür ist im August, spätestens September. Viele Versicherungen erneuern sich jeweils zum 31.12. des Jahres. Da es eine Kündigungsfrist von 3 Monaten gibt, müssen Kündigungen also bis zum Ende September ausgesprochen werden. Ausnahme ist die KFZ-Versicherung, da hast Du bis Ende November Zeit.

Die Wichtigste Frage bei Versicherungen ist: Brauche ich sie überhaupt (noch)? Und auf der anderen Seite: Ist vielleicht neuer Absicherungsbedarf vorhanden? Kontrolliere deshalb jedes Jahr, ob sich der Bedarf bei Deinen Versicherungen geändert hat. Verdienst Du mehr oder weniger Geld (Berufsunfähigkeitsversicherung)? Musst Du Familienmitglieder absichern (Haftpflicht, Berufsunfähigkeit, Risiko-Lebensversicherung etc)?

Wie hoch der Bedarf liegt, kannst Du mit Hilfe unserer Klar+ App erarbeiten. Alternativ nutze unsere Checklisten: neben den Checklisten zu bestimmten Ereignissen findest haben wir auch eine Liste für den regelmäßigen Check entwickelt. Mit dieser Hilfe kannst Du eigenständig Schritt für Schritt Deine Versicherungen Deinem Bedarf anpassen.

Ein wenig zusätzliche Arbeit kann Dir außerdem oft viel Geld sparen. Dafür musst Du Dir allerdings die Mühe machen, auch bei bestehenden Versicherungen regelmäßig die Tarife zu Vergleichen (z.B. auf http://besserberater.de/) und im Zweifelsfall den Anbieter zu wechseln.

Viele Anbieter erhöhen die Preise für Bestandskunden, weil diese in der Regel eher Faul sind, was einen Versicherungswechsel angeht. Insbesondere im so genannten SHU Bereich (Sach-, Haftpflicht und Unfallversicherungen). Dazu gehört zum Beispiel die Private Haftpflichtversicherung, Hausratsversicherung, Rechtsschutzversicherung, Unfall- und Hausratsversicherung. Aber Vorsicht: Kündige grundsätzlich Deinen alten Vertrag erst, wenn Du den neuen sicher abgeschlossen hast. Machst Du das nicht, bist Du eventuell für eine Weile ohne Versicherung.

Weniger einfach – und meistens nicht anzuraten – ist der Wechsel bei Berufsunfähigkeits- und privaten Krankenversicherungen. Diese Versicherungen bilden Altersrückstellungen, die bei einem Anbieterwechsel verfallen. Auf Dauer fährst Du ohne diese Rückstellungen schlechter.

Fazit: Der Spätsommer ist Versicherungs-Zeit

Die Pflicht:

  • Einmal im Jahr den Absicherungsbedarf prüfen und eventuell anpassen

Die Kür:

  • Zusätzlich jährlich Tarife vergleichen und eventuell den Anbieter wechseln, um Geld zu sparen.

 

Damit Du für Deinen regelmäßigen Check alle Punkte beisammen hast, haben wir Sie Dir in einer Infografik zusammengefasst. Wie gestaltest Du Deinen regelmäßigen Finanzcheck? Wo bleibst Du bei der Pflicht, wann machst Du auch die Kür?

Foto von priximus.net

Die wichtigsten Steuern bei Deinen privaten Finanzen

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Wie war das noch mit der #Steuerprogression? #Steuern
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Welche Steuern musst Du zahlen und wie genau funktioniert das? Was bedeutet Steuerprogression, Durchschnittsteuersatz und Grenzsteuersatz? Welche Auswirkungen hat das für Deine Finanzplanung? Und wie hoch ist die Abgeltungssteuer?
KLAR+ hilft weiter und erklärt die wichtigsten Grundbegriffe und Auswirkungen zum Thema Steuern.

Transkript: Steuern in der privaten Finanzplanung

Hallo Zusammen, hier ist wieder Alexander von Klar Plus, Private Finanzen Ganz einfach. Heute wieder mit einem grundsätzlichen Thema, dem Thema Steuern. Wieso? Weil ich festgestellt habe, dass das mit der Steuerprogression, dem Grenzsteuersatz und dem Durchschnittsteuersatz vielen dann doch nicht so klar ist, deswegen erkläre ich euch, wie es denn bei der Einkommenssteuer und der Abgeltungssteuer, also der Steuer auf Kapitalerträge, denn aussieht.

Fangen wir also mit dem Thema Einkommenssteuer an und fangen wir mit einem Graphen an. Einem Graphen, der aus zwei Dimensionen besteht, nämlich der Prozentzahl der Versteuerung und dem eigentlichen Einkommen in Euro. Als erstes Beispiel nehmen wir mal jemanden, der 60T € verdient. D.h. er verdient 60.000 und die verdient er natürlich zur 100%. Diese blaue Fläche, das ist jetzt sein Einkommen. Von dieser blauen Fläche knabbert sich der Staat jetzt was ab, dass ist die Steuer die er eben nimmt. Wie viel das ist, das hängt davon ab, von welchem Teil des Einkommens wir sprechen. Denn die ersten 8700 € , also ungefähr bis hier, von diesen 8700 € lässt der Staat die Finger, da möchte er noch nichts haben. Das startet dann mit einem Prozentsatz von 14%. Hier ist dann also der erste Verlust, hier wird als erstes etwas Abgeschnitten. Und das steigert sich dann auf den Prozentsatz von 42% mit einem Einkommen 53700 €. Alles was er über 53700 € hinaus verdient wird alles mit der Steuer von 42% versteuert. Interessant ist dieser Bereich der Steuerprogression wo es schrittweise immer steigt. Aber grundsätzlich können wir sagen, dass alles was hier rot eingezeichnet ist, dass das der Staat bekommt und das blaue hier die Fläche ist das was bei Dir als Verdiener eben bleibt.

Das mit der Steuerprogression ist das interessante an der Geschichte, deswegen betrachten wir jetzt mal nicht jemanden der 60.000 verdient, wir gehen jetzt auf jemanden ein, der ich sag mal 35000 € verdient. Also ungefähr hier. Der schneidet die Steuerprogression hier, das sind ungefähr 33%. Und wenn der jetzt 1000 € mehr verdient, wenn er jetzt hier eine ganz kleine Schnitte dazuverdient, dann muss er eben die 1000 € nicht mit seinem bisherigen Durchschnittsteuersatz versteuern, dem Verhältnis von der roten Fläche hier zum Einkommen. Das sind ungefähr etwas über 20%, sagen wir mal 22%. Sondern er muss eben es mit über 30%, also ca 33%-34% versteuern diese zusätzliche Einkommen. Das ist der Grund, warum vom Weihnachtsgeld so wenig übrigbleibt, oder wenn Boni ausgeschüttet werden, da schlägt die Steuer besonders stark zu eben wegen dieser Steuerprogession, weil eben das nächste Einkommen immer mit dem Grenzsteuersatz und mehr versteuert werden muss. Deswegen ist der Unterschied ganz wichtig zwischen Durchschnittsteuersatz und Grenssteuersatz, weil das eben die Belastung für das zusätzliche ist.

Man kann das auch anders herum sehen. Wenn ich jetzt etwas steuerlich absetzen kann, dann lohnt sich das besonders, also nehmen wir mal an, ich hätte 36.000 € verdient und ich könnte 1000 € absetzen. Von diesen 1000 € bekomme ich eben 33-34% zurück, also 330 €, und nicht nur das auf den Durchschnitt, 220 €. Deswegen, je höher man in der Progression kommt, desto mehr lohnt es sich, dann auch tatsächlich Steuern abzusetzen.

Das hat Bedeutung z.B. für das Ehegattensplitting. Das Ehegattensplitting funktioniert ungefähr so das zwei Töpfe zusammen geworfen werden, also einer der viel verdient und einer der wenig verdient. Wenn ich das jetzt zusammenschmeiße, dann habe ich natürlich den Vorteil, dass ich diese Progression hier besser ausnutze, nämlich zweimal ausnutze und nicht nur einmal.

Ähnliches gilt auch für nachgelagerte Besteuerung in der Altersvorsorge. Wir haben die Situation dass ich hier im Beispiel setze ich 1000 € ab, kriege ich 330 € zurück. Wenn ich dann im Alter ohnehin wenig zur Verfügung habe, dann bin ich vielleicht in dem Bereich, und dann muss ich vielleicht nur noch 20% auf die Rente, die ich dann aus der nachgelagert besteuerten Rente bekomme, versteuern. Deswegen ist die Steuerverschiebung aus der nachgelagerten Besteuerung, auf Grund dieser Steuerprogression ist das ein Vorteil. Und das gilt auch bis in alle Zukunft behaupte ich, dass diejenigen die mehr verdienen, mehr Steuern zahlen müssen, anders rum, machts keinen Sinn.

Es gibt eine Ausnahme, das ist bei den Kapitalerträgen die Abgeltungssteuer, denn die ist tatsächlich „flat“, da ändert sich nichts, das sind immer 25%. Mit einer kleinen Ausnahme, die ersten 801 €, die sind frei. Aber darüber hinaus macht es keinen Unterschied ob ich 10.000 € Kapitalerträge oder 100.000 € Kapitalerträge bekomme, die werden dann immer mit 25%,  um genau zu sein, + Kirchensteuer+ Solidaritätszuschlag versteuert. Und es geht hier um die Kapitalerträge, es geht nicht darum wie viel ich angelegt habe, mein Vermögen, sondern wie viel ich tatsächlich rausbekommen, darauf wird Abgeltungssteuer bezahlt.

So viel zu den beiden Steuerarten. Ich hoffe, es hat dir ein bisschen geholten, es hat dir was erklärt. Wenn ja, schreib es unter das Video, wenn Du Fragen hast, schreib sie auch unter das Video. Hauptsache Du abonnierst den Kanal, followst uns auf Facebook und dann sehen wir uns beim nächsten Mal bis dahin.

Unabhängiger Finanzberater – was heißt das überhaupt?

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Unabhängiger #Finanzberater – was heißt das überhaupt?
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Unser Epilog zur Serie „Finde den perfekten Finanzberater“

Während wir hier unsere Reihe „in 11 Schritten zum perfekten Finanzberater“ veröffentlicht haben, sind wir häufiger darauf angesprochen worden, warum das Wort „unabhängig“ nicht in unserer Liste aufgetaucht ist. Das liegt daran, dass dieses Wort alles und nichts bedeuten kann. Wer sich unabhängiger Finanzberater nennt, muss deswegen noch lange nicht gut sein. Ein kleiner Exkurs: Was bedeutet Unabhängigkeit?

1. Unabhängigkeit zwischen Unternehmen

Das ist wahrscheinlich am leichtesten zu überprüfen. Wenn ein Unternehmen einem anderen gehört, dann ist davon auszugehen, dass es von dort auch beeinflusst wird. Das ist zum Beispiel beim Finanzvertrieb AWD passiert, der von der „Swiss Life“ übernommen wurde. Schon kurze Zeit später wurde aus „der unabhängige Finanzoptimierer“ die „Swiss Life Select“.

Schwieriger ist die Beurteilung von Minderheitsbeteiligungen. Was passiert, wenn ein einzelner Aktionär zum Beispiel 10 Prozent eines Finanzdienstleisters besitzt? Es besteht zumindest die Gefahr, dass der Rat der dort angestellten Makler beeinflusst sein könnte. Deshalb müssen diese Finanzberater noch im Erstgespräch auch schriftlich darauf hinweisen, wenn es entsprechende Aktionäre ihres Arbeitgebers gibt.

 

2. Unabhängigkeit vom Arbeitgeber

Wer als Finanzberater bei einem größeren Unternehmen angestellt ist – oder als freier Vertriebler für es arbeitet – kann auf zwei Arten abhängig sein.

Die einfachste Art ist das Verhältnis zwischen Angestelltem und Chef. Wenn das Unternehmen zum Beispiel gerade „Bausparwochen“ ausruft, müssen die Angestellten vornehmlich Bausparverträge verkaufen, und ihr Chef wird das überprüfen. Das gilt oft auch für Selbständige Makler und Vertreter: erwirtschaften diese nicht den vorgegebenen Umsatz, kann der Auftraggeber die Zusammenarbeit einstellen. Das gilt umso mehr, wenn auch das Unternehmen in den Berater investiert, z.B. in die Infrastruktur, in seine Ausbildung oder ähnliches. Auch hier ist der Finanzberater nur dann unabhängig in seiner Entscheidung, wenn er die Vorgaben vom Auftraggeber schon erfüllt hat.

Die zweite Art der Abhängigkeit ist die von Informationen. Denn auch Dein Finanzberater kann nicht alle Informationen, die er braucht, selbst recherchieren. Sein Auftrag- oder Arbeitgeber könnte also auch auf diese Weise Einfluss nehmen: Wünscht der Arbeitgeber z.B., dass ein gewisses Produkt stärker verkauft wird, kann er in den entsprechenden Schulungen die Vorzüge des Produkts in den Vordergrund stellen, obwohl sie vielleicht auch bei der Konkurrenz vorhanden sind. Im Endeffekt ist der Kunde hier also von den Angaben des Arbeit- oder Auftraggebers abhängig.

 

3. Unabhängigkeit von einem Anbieter

Eine weitere Abhängigkeit kann entstehen, wenn der Vermittler gar keine andere Wahl hat, als ein bestimmtes Produkt in der Sparte zu verkaufen. Wenn er z.B. nur die Rentenversicherung eines einzelnen Anbieters im Portfolio hat, wird er diese verkaufen müssen. Von Unabhängigkeit kann also keine Rede sein.

Wenn der Berater aber über einen breite Marktauswahl verfügt, gibt es trotzdem noch einen Haken. Denn es ist wahrscheinlich, dass er unterschiedlich viel Provision verdient, abhängig vom Anbieter, dessen Produkt er verkauft. Das nutzen einzelne Produktanbieter oft aus, indem sie ihre Produkte durch höhere Provisionen in den Markt zu drücken versuchen. Auch hier wird die Unabhängigkeit des Beraters eingeschränkt.

 

KLAR+ Fazit: Wann ist ein Finanzberater unabhängig?

Es gibt keinen garantieren Weg, die Unabhängigkeit des eigenen Finanzberaters zweifelsfrei festzustellen. Es gibt aber eine zweitbeste Lösung, die zumindest falsche finanzielle Anreize unwahrscheinlicher macht: Du bezahlst Deinen Berater selbst, anstatt das den Anbietern zu überlassen, die Dir ihre Produkte verkaufen wollen. Das nennt sich dann „Honorarberatung“.

Kosten von Renten- und Lebensversicherungen

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#Kosten bei #Rentenversicherungen - wie kann ich bei #Riester, #Rürup und Co. viel Geld sparen?
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Welche Kosten gibt es bei (fondsgebundenen) Renten- und Lebensversicherung, also auch bei Riester, Rürup und Co.? Im neuen Format klärt Alexander auf, welche Kosten anfallen und wie man sie zumindest teilweise umgehen kann. Viel Spass beim zuschauen!

Transkript: Kosten von Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Hallo, hier ist wieder Alexander von KLAR+, Private Finanzen Ganz einfach. Heute mit dem Thema, Kosten von Renten- und Lebensversicherungen. Wo kommen die Kosten her? Wie hoch sind sie? Wie beeinflussen sie dein Ergebnis und wie wirst Du sie los? Wie kannst Du, wenn du den Vertrag richtig beeinflusst und abschliesst über 100.000 € sparen bei den richtigen Verträgen. Das alles sage ich Dir – Informationen, die Du normalerweise von Deinem Versicherungsvermittler nicht bekommst.

Lass uns Anfang. Es handelt sich um einen Sparvertrag, da legt jemand Geld an, also gibt es Geldanlagekosten. Die Kosten können an eine Geldanlagegesellschaft weitergereicht werden oder bei der Versicherung verbleiben, je nachdem was für ein Vehikel gewählt wird, sind die Kosten unterschiedlich. Die günstigsten Vehikel sind die ETFs, Exchange Traded Funds, die mit 0,1% Kosten verursachen. Die teuersten Varianten sind wahrscheinlich Vermögensverwaltungen, die in manchen Versicherungen als Voreinstellung als erstes empfohlen werden, und leider ist es so, dass die teuren Vermögensverwaltungen eher ein schlechteres Ergebnis als die ETFs erreichen. Deswegen ist hier eine Stellschraube für die Kosten. Wir rechnen jetzt erst Mal mit 1,5% Kostensatz, dass ist auch das, was ein normaler Aktienfonds eben im Schnitt kostet.

Der zweite Kostenpunkt den wir haben, ist der Kostenpunkt, der auf jeden Fall bei der Versicherung bleibt, nämlich die Mantelkosten. Das sind die Kosten für die Leute die den Versicherungsvertrag berechnet haben aber auch der zweite Teil für die Vertriebler, die ihn Dir vermittelt haben, damit die am Telefon bleiben, wenn Du anrufst. Das sind ungefähr 0,7% die hier jährlich abgezogen werden. Normalerweise ist das aufgeteilt in einen fixen und einen variablen Anteil, wie bleiben jetzt bei dem variablen Anteil, das Ergebnis ist im Endeffekt dasselbe.

Und dann haben wir das noch die Vertriebskosten. Das sind die Kosten, die am meisten diskutiert wurden. Das ist die Provision für den Vermittler und in der Vergangenheit war das sehr viel, dass konnten bis zu 7% der Beitragssumme sein. Das ist jetzt reduziert worden, auch auf Druck vom Gesetzgeber auf einen Satz von 2,5% der Beitragssumme. Beitragssumme, was das ist erkläre ich gleich. Wichtig ist auch, dass diese Kosten am Anfang der Vertragslaufzeit abgezogen werden.

Wie wirkt sich das jetzt konkret aus? Das zeige ich Dir an einem Beispiel, nämlich an einem Vertrag der über 35 Jahre läuft, also ein Altersvorsorgevertrag. Und wir gehen jetzt mal davon aus, dass du da 250 € im Monat investierst. Das Ergebnis ändert sich dann entsprechend. Also, 250 €, 35 Jahre, das ist ein satter Altersvorsorgevertrag, aber das ungefähr die Summe von dem, was viele von uns sparen. Wenn wir jetzt langfristig sparen können wir auch mit vielen Aktien sparen, sollten wir auch mit vielen Aktien sparen, und kommen eben im Schnitt, wenn es normal läuft, ohne Kosten kämen wir auf 8% Performance, also auf 577.000 € Ablaufsumme. Das wäre das, was du rausbekommst, wenn es keine Kosten gäbe.

Nur gibt es die aber, wie wir gerade gesehen haben. Deswegen ziehen wir als erstes die  Geldanlagekosten ab. Wir kommen dann, bei einem Schnitt von 1,5% auf 6,5% und einem Ergebnis von 402.000 €. Das heißt hier gehen schon mal 175.000 € runter. Nächster Schritt, das sind die Mantelkosten, die Verwaltungs- und Bestandskosten der Versicherung, da sind wir dann noch bei 5,8%.  Und das Ergebnis liegt dann bei 341.000 €.  So und der letzte Kostenblock, die Vertriebskosten, da ist es eben so, dass die in den ersten 5 Jahren abgezogen werden. 2,5% der Beitragssumme das sind 250 € Beitrag im Monat, im Jahr sind das 3000 € über 35 Jahre sind das 105.000 € Beitragssumme. Davon 2,5% sind 2625 und die werden auf 5 Jahre verteilt. D.h. in den ersten fünf Jahren werden jedes Jahr über 500 € von Deinen Beiträgen abgezogen. D.h. Du zahlst 12 Monate ein, aber nur das Geld von 10 Monaten kommt an. Und das hat natürlich den Nachteil das die Verträge sich am Anfang nicht gut entwickeln und das hat den Nachteil, dass wenn ich dann hier an diesem Punkt bin, dass es sich dann überhaupt nicht mehr lohnt den Vertrag zu kündigen oder sonst irgendwas zu ändern. Wenn sich dann meine Lebenssituation verändert, wenn ich jetzt dann da aussteige, habe ich ein riesen Verlustgeschäft gemacht. Da ist das Problem an diesen frontgeladenen Vertriebskosten. Wenn die dann erst mal beglichen sind, dann erledigt sich das, und der Vertrag läuft dann im Grunde mit der selben Performance und der Vertrag kommt dann auf eine Gesamtsumme von 324.000 €, so ja, durch die 2,5% der Beitragssumme. 324.000 € also von 577.000 € auf 324.000 € das sind die Auswirkungen der Kosten die da insgesamt abgezogen werden und das ist schon satt, das was an den verschiedenen Quellen eben in der Geldanlage, der Versicherung hängen bleibt.

Gut. Was kannst Du jetzt dagegen machen. Du kannst vor allem, und das geht eben auch bei bestehenden Verträgen, die Geldanlagekosten reduzieren. Hier die 175.000 € in dem Beispiel, die kannst Du eben minimieren in dem Du eben in die kostengünstigeren aber genauso erfolgreichen ETFs umschichtest, so dass Du hier schon mal wesentlich mehr herausbekommst. Wenn Du neue Verträge abschließt kannst Du natürlich darauf achten, dass es keine Vertriebskosten gibt, durch Direktversicherungen,  dass es möglichst Verwaltungskosten, Mantelkosten durch provisionfreie Versicherungen.  Die gibt es mittlerweile alle im Internet und das rate ich Dir ganz klar.

Die Frage ist, wieso solltest Du überhaupt Versicherungen abschliessen, was ist das besondere an Renten- und Lebensversicherungen. Das besondere an Rentenversicherungen ist, dass sie an vielen Stellen steuerlich gefördert werden. Riester-Rente, Basis-Rente, betriebliche Altersvorsorge. Das sind alles Rentenversicherungen die eben steuerlich oder anderweitig geförderte werden, weswegen es sich dann doch lohnt, sie abzuschliessen. Ob das für dich gilt, das kannst Du Dir ausrechnen, mit unserem Rechner, der KLAR+-Rechner, den findest Du auf der klarplus.com-Website. Du kannst Dir auch das Video zur nachgelagerten Besteuerung angucken, was Du hier auf dem Kanal findest, und da wirst Du heraufinden ob diese Form mit der staatlichen Förderung für Dich günstiger ist oder ob Du andere Formen der Geldanlage für Dich wählen solltest.

In der Zwischenzeit „like“ uns auf Facebook, abonniert den Kanal hier und dann sehen wir uns beim nächsten Video. Bis dahin.

7+1 Vorsätze zum neuen Jahr

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Same procedure as every year: Deine 7 Finanzthemen #2016 - Private #Finanzen
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Traditionell ändern sich mit dem Kalenderjahr auch viele Dinge im Bereich der Finanzen. 2016 passiert da eher wenig Besonderes. Zum Beispiel werden wie jedes Jahr die Beitragsbemessungsgrenzen im Bereich der Sozialversicherung steigen, Besserverdiener werden also wieder stärker zur Kasse gebeten. Auf der Habenseite stehen leichte Anhebungen bei Steuerfreibetrag und Kindergeld um Beträge, die Du wahrscheinlich kaum im Geldbeutel spürst.

All das passiert automatisch. Aber worum musst Du Dich kümmern, wo musst Du aktiv werden? KLAR+ zeigt 8 Themen auf, um die Du Dich kümmern solltest.

 

1. Versicherungen überprüfen

Falls Du es noch nicht getan hast: kündige Deine KFZ-Versicherung in 2015. Denn Dir geht es wahrscheinlich wie den allermeisten Bestandskunden: heimlich, still und leise heben die Versicherer die Beiträge für Dich an. Mit diesen Beiträgen werden Rabatte für Neukunden finanziert. Das Gute daran ist: mit der Beitragserhöhung hast Du ein Sonderkündigungsrecht bis zum 31.12.2015, kannst also immer noch den Versicherer für 2016 wechseln. Wenn Du kündigst oder zumindest damit drohst, räumen Dir viele Versicherer dann auch die Neukundenrabatte ein.

Ein ähnliches Prinzip verfolgen viele Versicherer mittlerweile auch bei den anderen Sachversicherungen, also Privathaftpflicht, Hausrat oder Wohngebäudeversicherung. Diese Versicherungen haben eine Kündigungsfrist von 3 Monaten, meistens bis zum Jahresende. Wenn die Beiträge hier nicht erhöht wurden bist Du also zu spät dran. Wenn Du noch wechseln wolltest, und Du hast den Zeitpunkt mal wieder verpasst: mach es jetzt, kündige für 2017. Dann kannst Du es nicht mehr vergessen.

 

2. Betriebliche Altersvorsorge (bAV) prüfen

Mit der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze wird auch der maximale steuer- und sozialabgabenfreie Beitrag zur Entgeltumwandlung in der betrieblichen Altersvorsorge angehoben. 2015 waren das maximal 242 € im Monat, in 2016 werden es 248 € sein. Du kannst also 6 € mehr steuer- und sozialabgabenfrei sparen, netto merkst Du davon vermutlich gerade mal 3 € weniger im Portmonee. Manche Verträge erhöhen sich automatisch auf den Wert, das kannst Du auf Deiner Gehaltsabrechnung nachvollziehen. Wenn Du eine gute rabattierte bAV hast, solltest Du die Erhöhung mitnehmen.

 

3. Rebalancing

Gute Wertpapierportfolios halten sich in Ihrer Zusammensetzung an gewisse Ziele. Eine bestimmte Assetklasse, z.B. Aktien, sollte einen gewissen Anteil im Portfolio haben. So wird u.a. das Anlagerisiko bestimmt und gesichert. Wenn jetzt übers Jahr eine Anlageklasse im Vergleich zu den anderen Klassen besonders stark im Wert gestiegen ist, verschiebt sich dieses Verhältnis natürlich. Um die Zielstruktur wieder herzustellen, sollten daher regelmäßig Umschichtungen zur Anpassung gemacht werden, dabei spricht man von „Rebalancing“. Dies wird gerne zum Jahreswechsel gemacht, auch wenn man es theoretisch auch an jedem anderen Tag im Jahr machen kann. Solltest Du noch kein Termin für Dein Rebalancing festgelegt haben, mach es jetzt.

 

4. Steuer ID mitteilen

In 2016 zählt Dein Steuerfreibetrag nur noch, wenn er Deiner persönlichen Steuer ID zugeordnet werden kann. Teile Deiner Bank daher möglichst bald Deine Steuer ID mit (die Steuernummer mit den 11 Stellen). Dasselbe gilt für die Bezieher von Kindergeld: auch hier muss in 2016 die Steuernummer angegeben werden.

 

5. Krankenversicherung überprüfen

Der Jahreswechsel ist ein beliebter Zeitpunkt der Versicherer, um auch die Beiträge zur Krankenversicherung anzuheben.

Solltest Du privat versichert sein, lohnt es sich dann einmal mehr, einen Tarifwechsel beim selben Versicherer prüfen zu lassen. Gerade bei schon länger Versicherten kann es sein, dass sich insbesondere der eigene Tarif schlechter als andere Tarife der Gesellschaft entwickelt hat. Tarifinnovationen können dazu beitragen, dass neue Tarife mit einem sehr ähnlichen Leistungspaket sehr viel günstiger sind. Wichtig: bleib bei derselben Versicherung! Bei einem Anbieterwechsel fallen die Beitragsrückstellungen ganz oder in großen Teilen weg, das unbedingt vermeiden.

Auch als gesetzlich Versicherter werden Deine Beiträge in 2016 wahrscheinlich steigen. Experten sagen vorher, dass viele Kassen den individuellen Zusatzbeitrag erhöhen müssen, im Schnitt von 0,9 auf 1,1%. Dieser Mehrbeitrag geht voll zu Lasten der Arbeitnehmer, also Dir. Sollte Deine Kasse den Beitrag in 2016 erhöhen, überprüfe, ob es nicht günstigere Lösungen für Dich gibt.

 

6. Riesterantrag überprüfen

Bei Deinem Riestervertrag gibt es einen Beitrag den Du individuell sparen musst, damit Du die volle Riesterförderung für Deinen Vertrag bekommst, den sogenannten Mindesteigenbeitrag. Dieser Beitrag liegt bei 4% Deines letzten Jahresbruttoeinkommens abzüglich der Zulage. Wenn Du jetzt weißt, wie viel Du 2015 sozialversicherungspflichtig verdient hast, kannst Du ausrechnen, wie viel Du in 2016 monatlich für die volle Förderung sparen musst. Die Formel lautet:

(Sozialversicherungspflichtiges Bruttoeinkommen*4% – Zulage)/12

Die Zulagen liegen im Jahr bei 154 € für Dich und 185 € (vor 2008 geb.) bzw. 300 € (ab 2008 geb.) für jedes Kind, für das Du Kindergeld bekommst. Der Maximalbeitrag liegt bei 175 € mtl. Solltest Du mehr sparen ist das auch sehr gut, schließlich kannst Du die Beiträge von der Steuer absetzen. Vergiss nicht, Deinen Zulagenantrag zu ändern, falls sich Dein Familienstatus geändert hat.

 

7. Kosten sparen, z.B. das Rauchen aufgeben

Gut, das ist jetzt keine revolutionäre Idee. Aber viele Änderungen in der Lebensführung haben auch Einfluss auf Deine finanzielle Situation. Überlegen, ob Du wirklich schon genug sparst und worauf Du ggf. einfach verzichten kannst. Wie z.B. das Rauchen Deine finanzielle Unabhängigkeit verhindert zeigt Dir der Finanzwesir in seiner unnachahmlichen Art.

 

7+1. Event planen

Geld soll aber auch glücklich machen. Es ist wie bei jeder Diät: Nur sparen ist nicht lange durchzuhalten. Ab und zu muss man sich auch mal etwas gönnen. Dabei macht Geld ausgeben unterschiedlich glücklich. Die Forschung zeigt: verzichte auf Status und dessen Symbole, investiere in Erlebnisse. Tu etwas für Dich und Dein Lieben, an dass Ihr euch noch lange erinnern könnt und wollt. Das macht Euer Leben reicher.

Also, leg los und finde das Event für 2016, dass Dich ganz bestimmt glücklich macht!

Falls Du glaubst, wir haben noch etwas vergessen, schreib es einfach in die Comments a la „2016 muss ich mich auf jeden Fall um _____________ kümmern.“

In diesem Sinne:

 

Einen guten Rutsch und frohe Festtage wünscht Dir

Das KLAR+ Team

 

 

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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 11 von 11: Alster-Test

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Liebe Deinen #Finanzberater - sonst leiden Deine #Finanzen
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Oder: Wie gut könnt Ihr Euch riechen?
Der letzte Punkt ist einer der wichtigsten, steht aber trotzdem zu Recht am Schluss unserer kleinen Aufstellung. Denn hier geht es um Sympathie. Die ist einerseits immens wichtig, wie wir hier erklären werden. Andererseits sollte sie aber erst ein Faktor werden, wenn die anderen Punkte abgehakt sind, damit wir uns nicht einfach nur aus gutem Gefühl, sondern fundiert für den richtigen Berater entscheiden.

Warum die Sympathie trotzdem wichtig ist? Ganz einfach: Du solltest Dich nicht nur einmal, sondern regelmäßig um Deine Finanzen kümmern. Unsere Empfehlung ist, das je nach persönlicher Situation alle ein bis zwei Jahre zu tun. Und was wird passieren, wenn Du Deinen Finanzberater nicht magst? Du wirst ihn meiden – und damit Dir selbst schaden, weil Du Dich seltener um das Thema kümmerst, als Du vielleicht solltest.

Das bedeutet nicht, dass Dein Berater Dein bester Freund werden muss. Aber er sollte doch zumindest den Alster-Test bestehen – der übrigens auch nach jedem anderen Fluss benannt werden kann. Stell Dir vor, Du spazierst am Sonntagnachmittag mit einem guten Freund in Hamburg an der Alster entlang. Das Wetter ist schön, Ihr habt einen entspannten Tag. Plötzlich siehst Du, dass Euch in 100 Metern Dein Finanzberater entgegen kommt. Du musst in diesem Fall keine Freudensprünge machen und ihm in die Arme fallen. Aber wenn Du den Impuls hast, die Straßenseite zu wechseln oder ihm sonst irgendwie aus dem Weg zu gehen – dann solltest Du Dir vielleicht einen neuen Finanzberater suchen.

Wirf auch einen Blick auf die anderen Teile unserer Serie:

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
  5. Schwarmfinanz: Was nutzen Empfehlungen?
  6. Einblick: Wie gut ist die Analyse?
  7. Hartnäckig: die 50-Euro-Frage
  8. Planungssicher: Wie geht es weiter?
  9. Eintüten: der erste Abschluss
  10. Beziehungsdinge: Wie geht es weiter?
  11. Alster-Test: Könnt Ihr Euch gut riechen?

 

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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 10 von 11: Beziehungsdinge

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Vertraue niemanden, der "gerade in der Gegend" ist.
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Oder: Wie geht es weiter?

Die Auswahl Deines Finanzberaters endet nicht, nachdem Du Deinen ersten Vertrag unterschrieben hast. Denn zu den Aufgaben eines guten Finanzberaters gehört auch, regelmäßig zu überprüfen, ob mit der gewählten Strategie und den gewählten Produkten noch alles in Ordnung ist. Finanzen brauchen Pflege! Hat er für seine Leistungen eine Provision erhalten, dann wird er auch in Zukunft automatisch laufende Betreuungs-Provisionen – oder im Fachjargon Bestandsprovisionen – erhalten. Verlangt er ein Honorar, wird er Dir wahrscheinlich eine entsprechende laufende Betreuungspauschale vorschlagen.
So oder so – es ist wichtig, zu beobachten, wie Dein Berater mit seinem Betreuungsauftrag umgeht. Ihr solltet Folgegespräche im Voraus und regelmäßig planen. Je geplanter diese Treffen stattfinden, desto sicherer kannst Du Dir sein, dass Dein Berater nicht nur einfach einen schnellen Folgeauftrag wittert. Misstrauisch solltest Du werden, wenn er sich lediglich dann meldet, wenn er „gerade in der Gegend“ ist und dann auch noch jedes Mal auf den Abschluss eines neuen Produktes drängt anstatt erst einmal Deine aktuelle Situation zu besprechen. Als Faustregel gilt, dass Du Dich unter normalen Umständen alle ein bis zwei Jahre ausführlicher Deinen Finanzen widmen solltest.
Beim Gespräch solltest Du darauf achten, wie gut Dein Berater organisiert ist. Hat er noch Unterlagen zu Euren vergangenen Gesprächen? Weiß er noch, was Du ihm beim letzten Treffen erzählt hast? Auch Du selbst solltest Dir diese Dinge aufschreiben und irgendwo ablegen. Selbst der beste Berater kann hier einmal ein Detail vergessen, schließlich führt er wahrscheinlich täglich mehrere Beratungsgespräche. Achte darauf, dass Dein Berater organisiert ist und behalte wichtige Fristen außerdem selbst im Blick, und Deine Finanzen sind auch in Zukunft in guten Händen.
Hier findest Du die restlichen Artikel zur KLAR+ Serie über die Auswahl eines guten Finanzberaters.

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
  5. Schwarmfinanz: Was nutzen Empfehlungen?
  6. Einblick: Wie gut ist die Analyse?
  7. Hartnäckig: die 50-Euro-Frage
  8. Planungssicher: Wie geht es weiter?
  9. Eintüten: der erste Abschluss
  10. Beziehungsdinge: Wie geht es weiter?
  11. Alster-Test: Könnt Ihr Euch gut riechen?

 

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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 9 von 11: Eintüten

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Nimm Deinen Finanzberater auch noch nach dem ersten Vertragsabschluss kritisch unter die Lupe.
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Oder: Der erste Abschluss.

Es ist so weit: Du unterschreibst Deinen ersten Vertrag mit Deinem neuen Berater. Ja, das ist erst Schritt neun unserer elfteiligen Serie. Denn dass Du Deinen Berater kritisch unter die Lupe nimmst, endet nicht mit dem ersten Vertragsabschluss.
Auch hier gibt es einige Fragen, die Du an Dich – und Deinen Berater – stellen solltest.
– Liefert Dein Berater gute Gründe für seine Produktauswahl und erklärt sie für Dich nachvollziehbar?
– Erkennst Du Deine Wünsche in dieser Begründung wieder, die Du im Beratungsgespräch geäußert hast?
– Nennt er Alternativen?
– Nennt er Schwächen der ausgewählten Produkte?
– Sagt er Dir offen, wie viel er an diesem Vertrag verdient? Und zwar nicht in Prozent, sondern in Euro und Cent?
Ein guter Berater sollte keine dieser Fragen offen lassen. Oder sie zumindest sofort beantworten können, wenn Du sie stellst.
Jetzt bist Du dran: Hat Dein Berater Dich bis hierhin überzeugt, dann setze die Entscheidung auch um. Wenn Du Dich entschieden hast, solltest Du nicht mehr länger warten, sondern Dein Sparvorhaben oder Deine Versicherung auch beginnen. Einzige Ausnahme: Wenn Du als letzten Schritt vor der Vertragsunterzeichnung noch einmal mit Hilfe von KLAR+ überprüfen möchtest, ob unsere App auf ein ähnliches Ergebnis kommt wie Dein Berater.

Lies hier die übrigen Teile unserer Serie:

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
  5. Schwarmfinanz: Was nutzen Empfehlungen?
  6. Einblick: Wie gut ist die Analyse?
  7. Hartnäckig: die 50-Euro-Frage
  8. Planungssicher: Wie geht es weiter?
  9. Eintüten: der erste Abschluss
  10. Beziehungsdinge: Wie geht es weiter?
  11. Alster-Test: Könnt Ihr Euch gut riechen?

 

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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 8 von 11: Planungssicher

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Oder: Wie geht es weiter?

Ein wichtiges Zeichen für eine schlechte Beratung ist, wenn Du nach dem Vertragsabschluss nie wieder etwas von Deinem Berater hörst. Das Problem dabei: Das kannst Du erst bemerken, wenn Du das Finanzprodukt bereits abgeschlossen und Dein Geld bereits investiert hast. Deshalb ist es wichtig, schon bei der Vertragsanbahnung genau darauf zu achten, wie verbindlich Dein Berater sich verhält und wie zuverlässig er ist.

Das gilt übrigens für beide Seiten: Wenn Dein Berater nach bestimmten Daten oder Unterlagen fragt, liefere sie ihm pünktlich. Auf der anderen Seite kannst und solltest Du nachhalten, wie gut Dein Berater sich an Deadlines und abgesprochene Termine hält. Wenn er Informationen nachschauen wollte, achte darauf, wie schnell er diese liefert und auf welche Weise. Manchmal reicht vielleicht eine kurze E-Mail, manchmal möchtest Du aber auch ausführlichere Erklärungen haben. Dein Berater sollte sich dabei an Deinen Wünschen orientieren.

Ebenfalls ein gutes Zeichen ist, wenn der Berater bereit ist, Dir schon vor einem vereinbarten Termin seine Vorschläge per Mail zuzusenden. Dann kannst Du vorher schon einen Blick in die Unterlagen und Verträge werfen. Selbst, wenn Du das nicht tust, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Dein Berater vorsichtiger mit seinen Empfehlungen ist.

Wirf hier einen Blick auf die anderen Teile unserer Serie:

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
  5. Schwarmfinanz: Was nutzen Empfehlungen?
  6. Einblick: Wie gut ist die Analyse?
  7. Hartnäckig: die 50-Euro-Frage
  8. Planungssicher: Wie geht es weiter?
  9. Eintüten: der erste Abschluss
  10. Beziehungsdinge: Wie geht es weiter?
  11. Alster-Test: Könnt Ihr Euch gut riechen?

 

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