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DIE EZB WIRD NOCH MÄCHTIGER

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Am gestrigen Dienstag hat der Europäische Gerichtshof EuGH ein Urteil gefällt, das alle Sparer im Euro-Raum betreffen kann. Es erlaubt der Europäischen Zentralbank EZB grundsätzlich, unbegrenzt Anleihen von Euro-Ländern aufzukaufen, falls diese sich in akuter Finanznot befinden. Bisher hat die EZB von diesem Programm, das sie OMT (Outright Monetary Transactions) genannt hat, noch nie gebraucht gemacht. Trotzdem ist das EuGH-Urteil wegweisend, denn es legitimiert die Ankündigung der EZB.

Einen ausführlichen Überblick, worum es bei dem Urteil eigentlich geht, hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung zusammen gestellt. In einem dazugehörigen Kommentar bedauert die Zeitung das Urteil: Es stelle der EZB einen Freibrief aus, einen nicht legitimen wirtschaftlichen Eingriff in eine legitime geldpolitische Maßnahme umzudeuten. Anders sieht das eine Kommentatorin bei N-TV. Zwar zeige sich, dass dem EuGH zur Rettung des Euro „jedes Mittel recht“ sei. Gleichzeitig werde sich durch das Urteil jedoch nichts an der Politik der EZB ändern.

Das Handelsblatt sieht in dem Urteil vor allem eine Niederlage des Bundesverfassungsgerichts. Das hatte sich zuvor an den EuGH gewendet, um für ein eigenes Urteil in dieser Sache eine Einschätzung zu erhalten. Nun müsse sich das deutsche Gericht fügen, so das Handelsblatt. Euronews kommentiert hingegen, dass das Bundesverfassungsgericht immer noch der Deutschen Bundesbank verbieten könnte, an einer entsprechenden Aktion der EZB teilzunehmen.

Egal, wie es in Zukunft weiter geht: Das Urteil stärkt die EZB in ihren Möglichkeiten, das Zinsniveau und damit den Wert des Euro weiter zu schwächen, wenn sie das für angebracht hält. Sparer wissen nun, dass sie auch vom EuGH keine Rückendeckung bekommen, wenn sie mehr Zinsen für ihr Tages- oder Festgeld verlangen.

 

DIE ZENTRALBANK SCHLÄGT ZURÜCK: WIR ENTWERTEN EUER ERSPARTES NICHT

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat vor wenigen Tagen eine Studie veröffentlicht, die sich vor allem gegen die Kritiker ihrer Niedrigzins-Politik richtet. Eine deutlich kürzere und leichter verdauliche Zusammenfassung hat außerdem Bloomberg ins Internet gestellt. Der Tenor des Reports: Wer sich über sinkende Renditen bei der Altersvorsorge beschwert, ist bei der EZB an der falschen Adresse. Die Studie geht davon aus, dass langfristige Geldanlage auch mit langfristigen Anlageformen passiert, also zum Beispiel lang laufenden Staatsanleihen. Als solche gilt meist alles, was erst in zehn oder mehr Jahren fällig wird. Tatsächlich sieht es auch bei diesen seit einiger Zeit düster aus. Noch vor ein paar Jahren bekam man immerhin drei bis vier Prozent Jahresrendite, wenn man eine 30-jährige deutsche Staatsanleihe kaufte. Aktuell kämpfen dieselben Papiere mit der Ein-Prozent-Marke.

Stark vereinfacht sagt die EZB in ihrer Studie nun: Dass die kurz laufenden Anleihen weniger Zinsen abwerfen, das mag unsere Schuld sein. Aber bei den lang laufenden ist es viel mehr die Realwirtschaft und die Politik, die die niedrigen Kurse verursachen. Sie sagen zum Beispiel, dass zum Beispiel flexiblere Einwanderungs- oder Arbeitsschutzgesetze die Erwartungen für die wirtschaftliche Zukunft eines Landes verbessern und damit auch die langfristigen Zinsen.

Trotzdem mutet es ein wenig seltsam an, dass die EZB jetzt ein solches Papier veröffentlicht. Denn selbst, wenn politische Entscheidungen einen höheren Einfluss auf langfristige Renditen haben, bleibt das Ergebnis für den Sparer doch dasselbe: Es wird immer schwieriger, langfristig sichere und ertragreiche Anlageformen zu finden. Und wer viel Geld auf der Hohen Kante hat, der muss sehr wahrscheinlich sein Vermögen bald neu aufteilen, wenn er es nicht bereits getan hat. Ob daran nun die EZB oder die Regulierungspolitik schuld ist, dürfte den meisten Sparern dabei relativ egal sein.

KLAR+ WIE NEBENBEI BENUTZEN – ZUM BEISPIEL AUF GESCHÄFTSREISEN

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Die Kollegen von Business Punk haben kürzlich eine Liste der sieben Apps für die perfekte Geschäftsreise herausgegeben. Allerdings haben sie dabei eine wichtige Sache vergessen. Denn die Liste enthält vor allen kleine Hilfsprogramme, die das Arbeiten im Zug, Flugzeug oder einer fremden Stadt erleichtern. Was ihr fehlt ist eine App, die dem Geschäfsreisenden hilft, die Zeit während der Reise sinnvoll zu nutzen, wenn vielleicht mal nicht 50 E-Mails im Postfach warten oder wenn das Handy gerade keinen Empfang hat.

Denn in diesem Fall benutzt so gut wie jeder seinen Laptop oder sein Smartphone dazu, um unterwegs ein paar Filme anzuschauen, Podcasts anzuhören oder vielleicht noch über die Nachrichten-Seiten zu surfen. Warum sollte eine App wie Klar+ dazu eine Alternative sein? Ganz einfach: Weil schon eine halbe Stunde entspanntes Arbeiten damit einen einfachen und schnellen Überblick über ein Thema gibt, das so gut wie jeder sehr gerne vor sich herschiebt. Und deshalb belohnt es Dich auch mit dem Gefühl, etwas wirklich produktives geschafft zu haben.

Schon bald ist es so weit und die fertige App wird im Store verfügbar sein. In der Zwischenzeit wirf doch schonmal einen Blick auf unser Quiz zur Risikotoleranz. Es wird Dir einen ersten Eindruck davon vermitteln, wie wir das Thema Finanzen, Versicherungen und Geld in Zukunft angehen werden – nämlich verständlich, nachvollziehbar und ehrlich.

EU SENKT KREDITKARTEN-GEBÜHREN – UND MACHT SIE DESHALB VIELLEICHT TEURER

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Eigentlich soll der EU-Beschluss zu Kreditkarten es billiger machen, mit die beliebten Zahlungsmittel einzusetzen. Frühestens ab September werden die Kosten pro Transaktion stärker gedeckelt, die die Kreditkarten-Unternehmen von den Einzelhändlern verlangen können, wo ihre Karten eingesetzt werden. Für Endverbraucher heißt das aber nicht unbedingt günstigere Preise, sondern eventuell sogar höhere. Warum das so ist, erklärt unter anderem N24 in einem kompakten Überblick.

Die geplanten Limits liegen bei 0,3 Prozent der gezahlten Summe für Kreditkarten und 0,2 Prozent bei Debitkarten, zu denen zum Beispiel auch EC-Karten gehören. Das liegt deutlich unter den Werten, die bisher üblich sind. In Deutschland liegt das Limit bei Kreditkarten-Zahlungen zum Beispiel bei stolzen 1,8 Prozent.

Trotzdem muss es künftig für Verbraucher trotzdem nicht günstiger werden. Denn die Gebühren, um die es hier geht, zahlt der Verkäufer. Zwar sagen zum Beispiel Verbraucherschützer, dass die Händler das gesparte Geld durch niedrigere Preise an ihre Kunden weiter geben, sicher ist das aber nicht. Außerdem könnte es an ganz anderer Stelle plötzlich teurer werden. Denn die Kreditkarten-Firmen bekommen durch die neue Regelung definitiv weniger Geld. Und die haben noch eine ganz andere Möglichkeit, diese Verluste zumindest teilweise wieder auszugleichen: Bei der Jahresgebühr, die sie von ihren Kunden verlangen.