Dein regelmäßiger Finanzcheck – ganz ohne Berater

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Dein regelmäßiger Finanzcheck – ganz ohne Berater

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Der regelmäßige Finanzcheck ist Pflicht – wann beginnt die Kür?

Sich um sein Geld zu kümmern ist ein bisschen wie der Gang zum Zahnarzt. Lästig, macht vielleicht sogar Angst, ist aber trotzdem immens wichtig.

Wie ich darauf komme? Neulich war ich wieder beim Zahnarzt. Bisher hatte ich nur Füllungen, aber meine Zahnärztin hatte mir schon bei der letzten Kontrolluntersuchung angekündigt, dass da was passieren muss. Jetzt habe ich zum ersten Mal Zahnersatz bekommen, da musste richtig was weg vom Zahn. Und ich weiß genau woran das liegt: ich benutze keine Zahnseide. Weil irgendwann wurde es mir einfach zu blöd: Einmal im Jahr zur Kontrolluntersuchung, alle halbe Jahr zur professionellen Zahnreinigung, zwei Mal täglich Zähneputzen und dann auch noch zwei Mal täglich Zahnseide? Ohne dass es mich jemals richtig erwischt hatte, ich eigentlich noch nie Zahnschmerzen hatte? Nö. Das war mir dann doch zu viel. Bei der Zahnseide hat es bei mir aufgehört. Und prompt ist – wie angekündigt – zwischen den Zähnen Karies entstanden. Jetzt sitze ich hier mit meinem Provisorium.

Beim Geld ist das ähnlich. Oft merkt man lange nicht, wenn da etwas schief läuft. Aber leider kommt dann doch irgendwann die Quittung, wenn man sich nicht darum kümmert. Ich habe mich jahrelang dazu entschieden, bei der Zahnpflege zu den Faulen zu gehören, und musste jetzt das erste Mal mit den Konsequenzen leben. Wie ist das bei den Finanzen? Einmal zur Bank gehen, einen oder zwei Verträge unterschreiben und alles ist gut? Leider ist das nicht genug. So wie wir für die Zähne zwischendurch Zahnseide benutzen müssen, sollten wir auch regelmäßig einen selbständigen Blick aufs Konto und Depot werfen.
Außerdem ist ja nicht jeder Finanzberater gleich gut. Wer an den falschen gerät – ob Zahnarzt oder Finanzberater sei mal dahingestellt – sieht nachher noch aus wie ein Rapper, der es mit den Statussymbolen etwas übertrieben hat.hip-hop-gangsta-teeth-grillz-13

Also, konkret: Was muss ich machen, damit nicht irgendwann eine größere Rettungsaktion für das Konto nötig ist? Was ist unbedingt notwendig? Und was kann ich auch mal schleifen lassen, ohne sofort ein schlechtes Gewissen zu bekommen? Klar Plus hilft. Hier bekommst Du Deine persönliche Anleitung für Deinen Finanzcheck. Was ist Pflicht? Und was ist Kür?

1. Cash Flow

Die wichtigste und aufwendigste Größe ist das, was wir Finanzler den laufenden Cash Flow nennen. Hierbei ist vor allem eine Frage wichtig: Kommt jeden Monat mindestens so viel Geld rein, wie ich ausgebe? Oder schaufele ich mir jeden Monat ein Stückchen mehr mein finanzielles Grab? Das Ziel muss ganz klar sein, am Ende des Monats auf seine schwarze Null auf dem Girokonto zu kommen. Schwarz muss die Zahl sein um sich auf Dauer nicht zu überschulden. Bleibt am Ende des Monats noch Geld übrig, ist das sehr gut – sollte dann aber nicht auf dem Girokonto bleiben, sondern langfristiger angelegt werden.

1.1. Einkommen und Zufluss

Was tun, wenn weniger Geld rein kommt als raus geht? Es gibt zwei Größen, die Du hier verändern kannst: Entweder mehr einnehmen oder weniger ausgeben. Die schwierigere Aufgabe ist es dabei im Zweifel, mehr zu verdienen: als Angestellter lässt sich das Gehalt für dieselbe Position bei einem Arbeitgeber auch bei sehr guten Leistungen nur bedingt steigern, Gehaltserhöhungen von über 10 Prozent sind sehr selten.

Um mehr Geld zu verdienen, musst Du Dich als Angestellter verändern: Einfacher lässt sich das Gehalt steigern, wenn Du den Arbeitgeber wechselst. Dabei solltest Du aus einer Position der Stärke heraus handeln: wer Arbeitslos ist, hat es sehr viel schwerer, sein altes Gehalt zu steigern.

Wenn Du bereit bist, Dich beruflich zu verändern, gibt es zudem drei weitere Faktoren, die Dein Gehalt positiv beeinflussen können:

  • ein Schritt noch oben auf der Karriereleiter: mit steigender Verantwortung (und meistens auch damit verbundenem Arbeitseinsatz) steigt das Gehalt.
  • der Wechsel in eine andere Branche: in der Pharmaindustrie kann man fast das Doppelte verdienen wie im Gastro-Gewerbe.
  • der Wechsel in eine andere Stadt: in Mecklenburg-Vorpommern liegen die Durchschnittsgehälter gut ein Drittel niedriger als in Hessen.

Alles drei große Veränderungen – aber wenn Dein Konto dauerhaft im roten Bereich steht und Du keine andere Möglichkeit siehst, es auszugleichen, kann das der passende Weg sein.

Auch neben dem Job gibt es Möglichkeiten, Geld hinzuzuverdienen. Allerdings sollte man bei diesen Plänen realistisch sein.

Viele Menschen träumen davon, ihr Hobby zum Beruf zu machen oder sich sogar sich ein passives Einkommen aufzubauen, also ein Zusatzeinkommen, für das sie irgendwann nicht mehr aktiv arbeiten müssen. Ein Beispiel dafür sind Werbeeinnahmen für die eigene Webseite. Insbesondere die Idee, dass das irgendwann ohne aktive Arbeit klappt, gehört allerdings leider ins Reich der Märchen.

Ambitionierte denken daher regelmäßig darüber nach, wie sie Ihr Einkommen anheben können. Ein Gespräch mit einem Personalberater ist ein wichtiger Baustein dafür.

1.2. Kosten

Alles nicht so einfach. Wer diszipliniert ist, wird deshalb eher an den Kosten arbeiten. Dabei ist Kosten senken – also sparen im harten, unangenehmen Sinn – gar nicht so einfach. Wirf einmal einen Blick auf die deutschen Durchschnittswerte für die Miete: in deutschen Großstädten geht dafür meist ungefähr ein Fünftel des Nettos drauf.  Wenn Du es schafft, inklusiver der Miete maximal drei Fünftel Deines Nettos (exkl. Krankenversicherung) für den sofortigen Konsum zu verwenden, bist Du ein guter Sparer.

Weitere Richtgrößen sind: Ein Fünftel des Nettos für Altersvorsorge, zusätzlich noch einmal die Hälfte davon – also 10 Prozent – für mittelfristiges Sparen. Dazu gehört zum Beispiel auch das Eigenkapital für den Hauskauf. Noch einmal bis zu 10 Prozent können für Versicherungen abfließen. All diese Angaben sind natürlich nur Richtwerte. Insbesondere mit der Familiengröße können sie sich teilweise deutlich ändern.

Am einfachsten spart es sich, wenn man die gleiche Leistung für weniger Geld bekommt. Dafür solltest Du vor allem die üblichen Verdächtigen analysieren: Handy-, Strom- und Gasverträge sollten regelmäßig unter die Lupe genommen werden.

Auch ein Auto frisst mehr Geld, als viele denken. Schon ein einfacher VW Golf kostet im Schnitt 570 Euro im Monat für die ersten vier Jahre. Der größte Kostenfaktor dabei ist der Wertverlust, und der ist bei Neuwagen überproportional groß. Wer beim Auto Geld sparen möchte, sollte auch über einen Gebrauchtwagen nachdenken.

Wenn Du zudem genug Disziplin hast, dann stelle Deine Versicherungen auf eine jährliche Zahlungsweise um. Dafür gibt es in der Regel nette Rabatte.

Der Cash-Flow ist die wichtigste Größe für das private Finanzmanagement.

Die Pflicht:

  • Jeden Monat den Kontostand überprüfen. Steht das Konto am Monatsende in den roten Zahlen, ist das ein roter Alarm – die Dispo-Zinsen machen langfristig den schönsten Sparerfolg zunichte.
  • Einmal im Jahr langfristige Verträge und Versicherungen überprüfen: Kriege ich bei Handy, Strom, Gas, KfZ-Versicherung die gleiche Leistung für weniger Geld?

Die Kür:

  • Täglich ein Haushaltsbuch führen: Wie viel Prozent von meinem Netto gebe ich wofür aus?
  • Einmal im Jahr Gehaltsverhandlungen führen. Lohnt sich vielleicht sogar, eine Beförderung anzustreben oder ein Job- bzw. Ortswechsel?

 

2. Cash organisieren: Reserven + Kredite

2.1. Eine Reserve aufbauen – aber mit System

Nachdem Du Deinen Cash-Flow in den Griff bekommen hast, ist der nächste Schritt der Aufbau einer kurzfristigen Liquditätsreserve. Dafür solltest Du ein Tagesgeldkonto einrichten. Auf das solltest Du künftig zu Anfang jedes Monats mindestens fünf Prozent Deines Nettogehaltes überweisen. Und zwar so lange, bis auf dem Tagesgeldkonto ungefähr drei Nettogehälter liegen. Bist Du selbständig, dürfen es auch gerne fünf sein. Das ist Deine eiserne Reserve, mit denen Du notfallmäßige Ausgaben bestreitest.

Idealerweise liegt die Summe also langfristig auf diesem Konto. Deshalb solltest Du auch mindestens einmal pro Jahr überprüfen, ob Du nicht woanders bessere Zinsen bekommen kannst. Ach ja: Im Haushaltsbuch muss alles, was auf dieses Konto geht, nicht unter „Sparen“ sondern unter „Konsum“ verbucht werden – denn langfristig gesehen gibst Du das Geld ja aus und legst es nicht für die Vermögensbildung an.

Wenn Du Deine Notreserve aufgebaut hast, kannst Du schauen, ob Du darüber hinaus noch ein Konto für größere regelmäßige Ausgaben einrichten kannst. Dazu gehören zum Beispiel der Urlaub, aber auch neue Möbel. Hier kommt der monatliche Überschuss drauf: Zu einem Stichtag schaust Du jeden Monat, ob überschüssiges Geld auf dem Girokonto ist. Wenn ja, überweist Du es auf dieses Konto. Viele Banken bieten einen solchen Service sogar automatisch an.

2.2 Kredite

Nächster Stopp Kredite. Hier verlieren viele Verbraucher sehr viel Geld. Erster und wichtigster Schritt: Sich regelmäßig zu informieren, ob ein laufender Kredit nicht in einen günstigeren umgeschuldet werden kann. Dazu gehören nicht nur Haus- und Autokredit, sondern auch die Kreditkarte und der Dispo-Kredit auf dem Girokonto. Einen guten Überblick gibt es hier.

Es gilt grundsätzlich: Wer weniger Kreditzinsen zahlt, spart mehr, als wer höhere Guthabenzinsen erhält.

Reserven auf- und Kredite abzubauen sind der zweite Schritt zu weniger Geldsorgen.

Die Pflicht:

  • Jeden Monat fünf Prozent vom Netto auf ein Sparkonto überweisen, bis dort eine Notreserve von mindestens drei Nettogehältern aufgebaut ist
  • Einmal im Jahr überprüfen, ob teure Kredite durch günstigere abgelöst werden können
  • Einmal im Jahr überprüfen, ob es Sparkonten mit besseren Zinssätzen gibt

Die Kür:

  • Monatlich überprüfen, ob es günstigere Angebote für Tagesgeld oder Kredite gibt
  • Überschüsse am Monatsende auf ein zweites Sparkonto für regelmäßige Ausgaben überweisen

 

3. Geldanlage

Mit der Geldanlage sind wir nun bei einem Thema angekommen, das Vielen als die Königsdisziplin des Finanzmanagement erscheint. Aber auch hier reicht es, wenn Du Dich nur ab und zu damit beschäftigst, so lange Du die richtigen Regeln befolgst.

Bevor Du anfängst, Geld anzulegen, solltest Du Dir zunächst überlegen, wofür Du überhaupt sparst. Das ist deshalb nötig, weil Du wissen musst, auf welchen Betrag Du überhaupt kommen möchtest und wann Du ihn brauchst.

Damit Du Dabei nicht den Überblick verlierst, solltest Du die Ziele genau planen und festhalten. Wenn Du Deine Planung regelmäßig mit dem Stand Deines Sparguthabens abgleichst, kannst Du auch sehr früh erkennen, ob die Anlage sich wie gewünscht entwickelt oder ob eventuell Nachbesserungen nötig sind.

Die Geldanlage unterteilt sich im Wesentlichen in zwei Schritte

Schritt 1: Aufstellen eines ausgewogenen Portfolios

Schritt 2: Regelmäßiges Rebalancing dieses Portfolios.

Keine Angst, wir erklären die Begriffe hier.

Schritt 1 besteht darin, dass Du Dich entscheidest, in welchen Anlageklassen Du Dein Geld investierst. Das sind vor allem Aktien und Anleihen und vielleicht ein paar kleine Ergänzungen wie Gold oder Tagesgeld. Wichtig ist vor allem, dass Du die verschiedenen Anlageklassen mischt, um auf alle Kapitalmarktbewegungen vorbereitet zu sein. Wie die Mischung genau aussieht, ist gar nicht so wichtig. Hauptsache, Du tust es.

Die Anlageklassen gibt es noch in unterschiedlichen Verpackungen, zum Beispiel ETFs, Fonds, Rentenversicherungen und noch einigen anderen. Welches Portfolio und welche Verpackung für Dein Ziel die richtige ist und was Du davon erwarten kannst, erklärt und berechnet für Dich die  KLAR+ App.

Schritt 2 ist das so genannte Rebalancing, das Du regelmäßig machen solltest. Was das bedeutet, ist eigentlich ganz einfach: Wenn die verschiedenen Anlageklassen unterschiedlich gut laufen, verschieben sich die Anteile in Deinem Portfolio ganz zwangsläufig. Um Deine gewünschte Struktur wieder herzustellen und hoffentlich auch Gewinne mitzunehmen, empfiehlt sich ein regelmäßiges Rebalancing, also die Anpassung der aktuellen an die Zielstruktur.

Ein Beispiel: Du hast das Ziel, 50 Prozent Aktien in deinem Portfolio zu haben. Wenn Aktien jetzt in diesem Jahr mehr Rendite machen als die anderen Anlageklassen, wird Dein Portfolio am Ende des Jahres über mehr als 50 Prozent Aktien verfügen. Wenn Du jetzt so viele Aktien verkaufst, dass Du wieder bei 50 Prozent landest und den Erlös so in die anderen Anlageklassen investierst, dass das alte Verhältnis wiederhergestellt ist, nennt man das Rebalancing.

Auch, wenn sich das Portfolio täglich verändert, solltest Du nicht häufiger als zweimal pro Jahr umschichten. Du solltest dafür feste Termine haben. So gleichst Du Saisoneffekte aus, die es Jahr für Jahr an der Börse gibt.

Außer einem eigenen Portfolio hast Du am wahrscheinlichsten noch eine Basis- oder Riester-Rente oder eine Betriebliche Altersvorsorge (BAV). Alle diese drei Sparformen sind mit dem Bruttoeinkommen des jeweiligen Vorjahres verknüpft. Deshalb solltest Du einmal jährlich einen Blick auf die möglichen Beiträge werfen und diese wenn gewünscht anpassen. Besonders bei Riester ist das wichtig, weil hier die staatlichen Zuschüsse gekürzt werden, wenn Du weniger als 4 Prozent des Bruttolohns des Vorjahres anlegst.

Eine gut geführte Geldanlage braucht zwar regelmäßig Deine Aufmerksamkeit, frisst aber wahrscheinlich weniger Zeit, als Du denkst.

Die Pflicht:

  • Jährlich überprüfen, ob das Portfolio die gewünschten Ziele erreicht hat
  • Jährliches Rebalancing
  • Jährlich überprüfen, ob sich die Einzahlungen in den Riester- -Vertrag ändern sollten

Die Kür:

  • Monatlich überprüfen, ob das Portfolio sich wie gewünscht entwickelt
  • Halbjährliches Rebalancing
  • Jährlich überprüfen, ob einzelne Teile des Portfolios ausgewechselt werden sollten
  • Jährlich überprüfen, ob sich die Einzahlungen in die betriebliche Altersvorsorge und die Rürup-Rente ändern sollten

 

4. Versicherungen

Die Deutschen gelten als überversichert. Wir möchten uns nicht an der Debatte beteiligen, ob das stimmt. Fakt ist jedenfalls: Es fließt eine Menge Geld in Versicherungen. Pro Deutschem im Schnitt 2284 Euro im Jahr.

Deshalb solltest Du Dich auch mit dem Thema Versicherungen mindestens einmal im Jahr beschäftigen. Der beste Zeitpunkt dafür ist im August, spätestens September. Viele Versicherungen erneuern sich jeweils zum 31.12. des Jahres. Da es eine Kündigungsfrist von 3 Monaten gibt, müssen Kündigungen also bis zum Ende September ausgesprochen werden. Ausnahme ist die KFZ-Versicherung, da hast Du bis Ende November Zeit.

Die Wichtigste Frage bei Versicherungen ist: Brauche ich sie überhaupt (noch)? Und auf der anderen Seite: Ist vielleicht neuer Absicherungsbedarf vorhanden? Kontrolliere deshalb jedes Jahr, ob sich der Bedarf bei Deinen Versicherungen geändert hat. Verdienst Du mehr oder weniger Geld (Berufsunfähigkeitsversicherung)? Musst Du Familienmitglieder absichern (Haftpflicht, Berufsunfähigkeit, Risiko-Lebensversicherung etc)?

Wie hoch der Bedarf liegt, kannst Du mit Hilfe unserer Klar+ App erarbeiten. Alternativ nutze unsere Checklisten: neben den Checklisten zu bestimmten Ereignissen findest haben wir auch eine Liste für den regelmäßigen Check entwickelt. Mit dieser Hilfe kannst Du eigenständig Schritt für Schritt Deine Versicherungen Deinem Bedarf anpassen.

Ein wenig zusätzliche Arbeit kann Dir außerdem oft viel Geld sparen. Dafür musst Du Dir allerdings die Mühe machen, auch bei bestehenden Versicherungen regelmäßig die Tarife zu Vergleichen (z.B. auf http://besserberater.de/) und im Zweifelsfall den Anbieter zu wechseln.

Viele Anbieter erhöhen die Preise für Bestandskunden, weil diese in der Regel eher Faul sind, was einen Versicherungswechsel angeht. Insbesondere im so genannten SHU Bereich (Sach-, Haftpflicht und Unfallversicherungen). Dazu gehört zum Beispiel die Private Haftpflichtversicherung, Hausratsversicherung, Rechtsschutzversicherung, Unfall- und Hausratsversicherung. Aber Vorsicht: Kündige grundsätzlich Deinen alten Vertrag erst, wenn Du den neuen sicher abgeschlossen hast. Machst Du das nicht, bist Du eventuell für eine Weile ohne Versicherung.

Weniger einfach – und meistens nicht anzuraten – ist der Wechsel bei Berufsunfähigkeits- und privaten Krankenversicherungen. Diese Versicherungen bilden Altersrückstellungen, die bei einem Anbieterwechsel verfallen. Auf Dauer fährst Du ohne diese Rückstellungen schlechter.

Fazit: Der Spätsommer ist Versicherungs-Zeit

Die Pflicht:

  • Einmal im Jahr den Absicherungsbedarf prüfen und eventuell anpassen

Die Kür:

  • Zusätzlich jährlich Tarife vergleichen und eventuell den Anbieter wechseln, um Geld zu sparen.

 

Damit Du für Deinen regelmäßigen Check alle Punkte beisammen hast, haben wir Sie Dir in einer Infografik zusammengefasst. Wie gestaltest Du Deinen regelmäßigen Finanzcheck? Wo bleibst Du bei der Pflicht, wann machst Du auch die Kür?

Foto von priximus.net

  • Geldkatze

    Reply

    Hey Alexander,

    ein großes Kompliment von mir! Ist echt klasse wie Du den Finanz Check beschrieben hast und es macht eine Menge Spaß Deinen Beitrag durch zu lesen. Eine 1+ auch für Deine Indografik. Ich liebe es mit Bildern Infos zu vermitteln und ich glaube, damit kann man einfach auch mehr Menschen erreichen.

    Weiter so! Freu mich schon auf die nächsten Beiträge.

    LG,
    Michael

    • Alexander@klarplus Post author

      Reply

      Hallo Michael,
      Danke für das Kompliment! Ja, noch dazu macht es Spass, die Grafiken zu erstellen. Wenn es zum Thema passt, werde ich das jetzt öfter machen.
      Gruß zurück,
      Alexander

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