Die wichtigsten Steuern bei Deinen privaten Finanzen

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Die wichtigsten Steuern bei Deinen privaten Finanzen

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Wie war das noch mit der #Steuerprogression? #Steuern
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Welche Steuern musst Du zahlen und wie genau funktioniert das? Was bedeutet Steuerprogression, Durchschnittsteuersatz und Grenzsteuersatz? Welche Auswirkungen hat das für Deine Finanzplanung? Und wie hoch ist die Abgeltungssteuer?
KLAR+ hilft weiter und erklärt die wichtigsten Grundbegriffe und Auswirkungen zum Thema Steuern.

Transkript: Steuern in der privaten Finanzplanung

Hallo Zusammen, hier ist wieder Alexander von Klar Plus, Private Finanzen Ganz einfach. Heute wieder mit einem grundsätzlichen Thema, dem Thema Steuern. Wieso? Weil ich festgestellt habe, dass das mit der Steuerprogression, dem Grenzsteuersatz und dem Durchschnittsteuersatz vielen dann doch nicht so klar ist, deswegen erkläre ich euch, wie es denn bei der Einkommenssteuer und der Abgeltungssteuer, also der Steuer auf Kapitalerträge, denn aussieht.

Fangen wir also mit dem Thema Einkommenssteuer an und fangen wir mit einem Graphen an. Einem Graphen, der aus zwei Dimensionen besteht, nämlich der Prozentzahl der Versteuerung und dem eigentlichen Einkommen in Euro. Als erstes Beispiel nehmen wir mal jemanden, der 60T € verdient. D.h. er verdient 60.000 und die verdient er natürlich zur 100%. Diese blaue Fläche, das ist jetzt sein Einkommen. Von dieser blauen Fläche knabbert sich der Staat jetzt was ab, dass ist die Steuer die er eben nimmt. Wie viel das ist, das hängt davon ab, von welchem Teil des Einkommens wir sprechen. Denn die ersten 8700 € , also ungefähr bis hier, von diesen 8700 € lässt der Staat die Finger, da möchte er noch nichts haben. Das startet dann mit einem Prozentsatz von 14%. Hier ist dann also der erste Verlust, hier wird als erstes etwas Abgeschnitten. Und das steigert sich dann auf den Prozentsatz von 42% mit einem Einkommen 53700 €. Alles was er über 53700 € hinaus verdient wird alles mit der Steuer von 42% versteuert. Interessant ist dieser Bereich der Steuerprogression wo es schrittweise immer steigt. Aber grundsätzlich können wir sagen, dass alles was hier rot eingezeichnet ist, dass das der Staat bekommt und das blaue hier die Fläche ist das was bei Dir als Verdiener eben bleibt.

Das mit der Steuerprogression ist das interessante an der Geschichte, deswegen betrachten wir jetzt mal nicht jemanden der 60.000 verdient, wir gehen jetzt auf jemanden ein, der ich sag mal 35000 € verdient. Also ungefähr hier. Der schneidet die Steuerprogression hier, das sind ungefähr 33%. Und wenn der jetzt 1000 € mehr verdient, wenn er jetzt hier eine ganz kleine Schnitte dazuverdient, dann muss er eben die 1000 € nicht mit seinem bisherigen Durchschnittsteuersatz versteuern, dem Verhältnis von der roten Fläche hier zum Einkommen. Das sind ungefähr etwas über 20%, sagen wir mal 22%. Sondern er muss eben es mit über 30%, also ca 33%-34% versteuern diese zusätzliche Einkommen. Das ist der Grund, warum vom Weihnachtsgeld so wenig übrigbleibt, oder wenn Boni ausgeschüttet werden, da schlägt die Steuer besonders stark zu eben wegen dieser Steuerprogession, weil eben das nächste Einkommen immer mit dem Grenzsteuersatz und mehr versteuert werden muss. Deswegen ist der Unterschied ganz wichtig zwischen Durchschnittsteuersatz und Grenssteuersatz, weil das eben die Belastung für das zusätzliche ist.

Man kann das auch anders herum sehen. Wenn ich jetzt etwas steuerlich absetzen kann, dann lohnt sich das besonders, also nehmen wir mal an, ich hätte 36.000 € verdient und ich könnte 1000 € absetzen. Von diesen 1000 € bekomme ich eben 33-34% zurück, also 330 €, und nicht nur das auf den Durchschnitt, 220 €. Deswegen, je höher man in der Progression kommt, desto mehr lohnt es sich, dann auch tatsächlich Steuern abzusetzen.

Das hat Bedeutung z.B. für das Ehegattensplitting. Das Ehegattensplitting funktioniert ungefähr so das zwei Töpfe zusammen geworfen werden, also einer der viel verdient und einer der wenig verdient. Wenn ich das jetzt zusammenschmeiße, dann habe ich natürlich den Vorteil, dass ich diese Progression hier besser ausnutze, nämlich zweimal ausnutze und nicht nur einmal.

Ähnliches gilt auch für nachgelagerte Besteuerung in der Altersvorsorge. Wir haben die Situation dass ich hier im Beispiel setze ich 1000 € ab, kriege ich 330 € zurück. Wenn ich dann im Alter ohnehin wenig zur Verfügung habe, dann bin ich vielleicht in dem Bereich, und dann muss ich vielleicht nur noch 20% auf die Rente, die ich dann aus der nachgelagert besteuerten Rente bekomme, versteuern. Deswegen ist die Steuerverschiebung aus der nachgelagerten Besteuerung, auf Grund dieser Steuerprogression ist das ein Vorteil. Und das gilt auch bis in alle Zukunft behaupte ich, dass diejenigen die mehr verdienen, mehr Steuern zahlen müssen, anders rum, machts keinen Sinn.

Es gibt eine Ausnahme, das ist bei den Kapitalerträgen die Abgeltungssteuer, denn die ist tatsächlich „flat“, da ändert sich nichts, das sind immer 25%. Mit einer kleinen Ausnahme, die ersten 801 €, die sind frei. Aber darüber hinaus macht es keinen Unterschied ob ich 10.000 € Kapitalerträge oder 100.000 € Kapitalerträge bekomme, die werden dann immer mit 25%,  um genau zu sein, + Kirchensteuer+ Solidaritätszuschlag versteuert. Und es geht hier um die Kapitalerträge, es geht nicht darum wie viel ich angelegt habe, mein Vermögen, sondern wie viel ich tatsächlich rausbekommen, darauf wird Abgeltungssteuer bezahlt.

So viel zu den beiden Steuerarten. Ich hoffe, es hat dir ein bisschen geholten, es hat dir was erklärt. Wenn ja, schreib es unter das Video, wenn Du Fragen hast, schreib sie auch unter das Video. Hauptsache Du abonnierst den Kanal, followst uns auf Facebook und dann sehen wir uns beim nächsten Mal bis dahin.

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