DIE ZENTRALBANK SCHLÄGT ZURÜCK: WIR ENTWERTEN EUER ERSPARTES NICHT

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DIE ZENTRALBANK SCHLÄGT ZURÜCK: WIR ENTWERTEN EUER ERSPARTES NICHT

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat vor wenigen Tagen eine Studie veröffentlicht, die sich vor allem gegen die Kritiker ihrer Niedrigzins-Politik richtet. Eine deutlich kürzere und leichter verdauliche Zusammenfassung hat außerdem Bloomberg ins Internet gestellt. Der Tenor des Reports: Wer sich über sinkende Renditen bei der Altersvorsorge beschwert, ist bei der EZB an der falschen Adresse. Die Studie geht davon aus, dass langfristige Geldanlage auch mit langfristigen Anlageformen passiert, also zum Beispiel lang laufenden Staatsanleihen. Als solche gilt meist alles, was erst in zehn oder mehr Jahren fällig wird. Tatsächlich sieht es auch bei diesen seit einiger Zeit düster aus. Noch vor ein paar Jahren bekam man immerhin drei bis vier Prozent Jahresrendite, wenn man eine 30-jährige deutsche Staatsanleihe kaufte. Aktuell kämpfen dieselben Papiere mit der Ein-Prozent-Marke.

Stark vereinfacht sagt die EZB in ihrer Studie nun: Dass die kurz laufenden Anleihen weniger Zinsen abwerfen, das mag unsere Schuld sein. Aber bei den lang laufenden ist es viel mehr die Realwirtschaft und die Politik, die die niedrigen Kurse verursachen. Sie sagen zum Beispiel, dass zum Beispiel flexiblere Einwanderungs- oder Arbeitsschutzgesetze die Erwartungen für die wirtschaftliche Zukunft eines Landes verbessern und damit auch die langfristigen Zinsen.

Trotzdem mutet es ein wenig seltsam an, dass die EZB jetzt ein solches Papier veröffentlicht. Denn selbst, wenn politische Entscheidungen einen höheren Einfluss auf langfristige Renditen haben, bleibt das Ergebnis für den Sparer doch dasselbe: Es wird immer schwieriger, langfristig sichere und ertragreiche Anlageformen zu finden. Und wer viel Geld auf der Hohen Kante hat, der muss sehr wahrscheinlich sein Vermögen bald neu aufteilen, wenn er es nicht bereits getan hat. Ob daran nun die EZB oder die Regulierungspolitik schuld ist, dürfte den meisten Sparern dabei relativ egal sein.

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