Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 5 von 11: Schwarmfinanz

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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 5 von 11: Schwarmfinanz

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Was nutzen Empfehlungen?

Bei der Auswahl des richtigen Finanzberaters sind Empfehlungen ein zweischneidiges Schwert. Sie können ganz klassisch von Freunden kommen oder inzwischen auch von Online-Portalen wie zum Beispiel Whofinance. Einerseits sind Empfehlungen ein guter Anhaltspunkt. Bekommt ein Berater auf einem der Bewertungsportale regelmäßig schlechte Noten oder rät Dir ein Freund vehement von ihm ab, dann ist tatsächlich Vorsicht geboten.

Auf der anderen Seite ist es sehr schwierig, aus guten Bewertungen für Berater tatsächlich Rückschlüsse auf seine Fachkompetenz zu ziehen. Denn auch der netteste und sympathischste Berater kann schlechte Empfehlungen geben. Die freundliche Behandlung erkennt – und bewertet – der Kunde sofort. Die schlechten Empfehlungen bemerkt er meistens erst Jahre später. Es gilt also: Ein wirkliches Bild von einem Finanzberater liefern Empfehlungen nur, wenn es viele von ihnen gibt und sie über einen längeren Zeitraum gesammelt wurden.

Eine ganz besondere Situation ist außerdem, wenn einer Deiner Freunde gleichzeitig Dein Berater ist. Das klingt natürlich erstmal gut. Trotzdem gibt es auch hier einige Fallstricke.

 

Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral

Wir halten es mal etwas dramatisch mit Berthold Brecht um zu sagen: Wenn ein guter Bekannter an Dir Geld verdient, dann kannst Du oft nicht wissen, was weiter reicht – seine Freundschaft oder der Druck, Geld zu verdienen. Vielleicht denkst Du Dir, dass Du ja das Beratungsgeld sowieso bezahlst und es dann besser ein guter Bekannter bekommt. Achte aber darauf, wie offen Dein Freund oder Bekannter mit seinen Provisionen umgeht. Sagt er Dir von sich aus, wie viel er mit welcher Empfehlung an Dir verdient? Oder ist das ein Thema, dass er lieber unter den Tisch fallen lässt. Wenn Du bereit bist, mit ihm über Dein Geld zu sprechen, dann sollte er das umgekehrt auch sein.

 

Was kann der eigentlich?

Außerdem neigen wir dazu, unseren Freunden überdurchschnittlich viel zuzutrauen. Dabei kann auch ein Freund schlechten Rat geben – oft, ohne sich dessen selbst bewusst zu sein. Was, wenn sein Arbeitgeber eine Versicherung ist, die ihm Informationen der Konkurrenz vorenthält? Was, wenn er seine eigene Qualifikation überschätzt? Fehler, die Dein Freund macht, kosten in so einer Situation Dein Geld.

 

Freunde und Geld verträgt sich oft nicht

Hinzu kommt, dass es Deinem Freund vielleicht schwerer fällt als einem Fremden, bestimmte Wahrheiten auszusprechen. Es ist gut möglich, dass er Dir bestimmte Dinge nicht sagt – aus Angst, schlechte Nachrichten könnten sich negativ auf Eure Freundschaft auswirken. Gerade in Gelddingen ist es oft gut, einen Mittelweg zu gehen. Natürlich sollte der Berater Dir sympathisch sein und Du solltest das Gefühl haben, ihm vertrauen zu können. Auf der anderen Seite solltet Ihr Euch auch nicht zu nahe sein, damit Ihr möglichst offen über Geld sprechen könnt.

 

KLAR+ Fazit: Dich mit Deinem Berater anzufreunden kann eine gute Sache sein. Aussuchen solltest Du ihn Dir aber zuerst nach objektiven Kriterien und anschließend erst nach Sympathie oder persönlicher Verbundenheit.

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
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Photo Courtsey of porbital on freedigitalphotos.net

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