Altersvorsorge

Mit dem drastischen Rückgang der staatlichen Rente ist das Thema private (oder betriebliche) Altersvorsorge stark in den Vordergrund gerückt. Kaum jemand kann ohne eigene Vorsorge im Alter den erwünschten Lebensstandard erreichen. Um das ideale Vorsorgeniveau zu erreichen, hier einige Tipps und Erklärungen.

  • Für die meisten Nutzer ist Altersvorsorge ein Thema, das sehr weit in der Zukunft liegt. Bis dahin wird sich noch viel verändern, sowohl persönlich, als auch in der Wirtschaft. Zwei Effekte haben gerade auf lange Sicht großen Einfluss auf die eigene Altersvorsorge:
    • Durch die jährliche Geldentwertung, die Inflation, derselbe Geldbetrag immer weniger Wert. Für 100 € kann ich mir immer weniger kaufen oder anders ausgedrückt: dieselben Waren werden immer teurer. Zwar ist dieser Wertverlust pro Jahr nur sehr klein (vermutlich im Schnitt zw. 1,5-3%) auf lange Sicht aber macht er eine Menge aus. (Bsp…)
    • Glücklicherweise gilt dasselbe für den Zinseszinseffekt: auch die positiven Zinsen haben auf lange Sicht eine enorme Auswirkung (Bsp…) Daher gilt: je früher Du mit dem Sparen anfängst, desto besser.
  • Durch die verschiedenen staatlichen Förderungen macht gerade die Steuer bei der Altersvorsorge einen großen Unterschied. Grundsätzlich gilt: der Staat fördert die Produkte der Altersvorsorge vor allem durch zwei Effekte:
    • Normalerweise müssen Erträge aus der Geldanlage über dem Sparerfreibetrag von 701 € versteuert In den Produkten der Altersvorsorge ist das nicht der Fall.
    • Beiträge zu diesen Produkten können von der Steuer abgezogen werden, müssen nicht versteuert werden. Zwar muss dafür die Auszahlung, die aus diesen Produkten kommt, versteuert werden. Da die Steuerlast auf Grund des niedrigeren Einkommens im Alter aber wahrscheinlich eher niedriger sein wird, entsteht durch diese Verschiebung ein Steuervorteil.
  • Für die Bestimmung des eigenen Geldbedarfs im Alter ist die heutige Situation kein schlechter Ausgangswert. Schließlich möchte kaum jemand im Alter schlechter Leben als heute. Allerdings müssen die Annahmen entsprechend angepasst werden, denn mit dem Ende der eigenen Lebensarbeitszeit ändert sich der monatliche Geldbedarf ganz wesentlich. Andere Änderungen sind z.B. Auszug und Ausbildung der Kinder, die Rückzahlungsphase eines Kredits fürs Eigenheim usw. Nutze die Option „Bestimmung des Rentenbedarfs“ bei KLAR+ um Deine Situation näher zu bestimmen.
  • In einer älter werdenden Gesellschaft werden die Kosten für die Krankenversicherung auch immer weiter steigen. Schon jetzt lässt sich absehen, dass das derzeitige Versorgungsniveau sich bei den bestehenden Beiträgen nicht aufrechterhalten lässt. Die Beitragssteigerungen in der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung lagen im Schnitt zwischen 5-10% in den letzten Jahren. Will man sich das bestehende Versorgungsniveau sichern, wird das auf Dauer mehr kosten. Die entsprechenden Mehrausgaben sollten eingeplant werden.

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