Basis-Rente (Rürup-Rente)

  1. Diese Rentenform ist eine private Form der Altersvorsorge, die staatlich gefördert wird. Im Volksmund heißt sie auch „Rürup-Rente“, benannt nach dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup. Die Einzahlungen können teilweise als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden, dafür muss aber später die Rente teilweise bis voll versteuert werden – je nachdem, in welchem Jahr die Einzahlungen stattfinden bzw. die Rente beginnt.
  2. Der Vorteil der Basis-Rente liegt in der Steuerverschiebung: die meisten Menschen haben während Ihrer Arbeitszeit durch Ihr Einkommen eine höhere Steuerbelastung als im Ruhestand, wo sie Rente bekommen. Die Verzinsung nach Steuer liegt damit voraussichtlich über dem reinen Anlagezins. KLAR+ kann Dir eine Einschätzung liefern, wie hoch die Nettorendite für eine Basis-Rente auch im Vergleich zu anderen Renten liegen wird.
  3. Besonderheiten der Basisrente:
    • Der Steuervorteil gilt für jeden: egal welche Anstellungsform oder Rentenkasse, diesen Freibetrag kann wirklich jeder nutzen. Auch wenn sich der Status mal ändert, kann die Förderung durch die Basis-Rente weiter in Anspruch genommen werden, es ändern sich nur die Höchstbeiträge.
    • Bei der Basisrente gibt es keine Einschränkungen für die Geldanlage. Von der klassischen kapitalbildenden Rentenversicherung mit hoher Garantie und niedriger Verzinsung bis hin zu einer fondsgebundene Rentenversicherung ohne jegliche Garantien ist alles möglich.
    • Durch die im Vergleich zu anderen Verträgen recht hohen Maximalbeiträge eignet sich die Basis-Rente sehr gut für unregelmäßige Zuzahlungen. Zu einem regelmäßigen Beitrag können flexibel Zuzahlungen, z.B. zum Jahresende, getätigt werden, um die Rentenleistung zu erhöhen und noch verfügbare Steuervorteile in Anspruch zu nehmen.
    • Sie ist nicht pfändbar und wird nicht bei der Berechnung des Anspruchs auf Arbeitlosgeld II angerechnet.
    • Die Auszahlung muss als regelmäßige Rentenzahlung erfolgen. Einmalzahlungen, auch teilweise, sind nicht erlaubt.
    • Der Vertrag kann nicht gekündigt werden, es können lediglich die Beitragszahlungen ausgesetzt werden.
    • Im Todesfall wird das Guthaben an Eheleute und kindergeldberechtigte Kinder vererbt. Sollte es diese nicht geben, fällt das Guthaben an den Staat.
    • Es besteht die Option, eine Berufsunfähigkeit- oder Risikolebensversicherung in die Basis-Rente als Zusatzversicherung mit einzuschließen. Die führt unter gewissen Bedingungen zur Absetzbarkeit der Beiträge für die Zusatzversicherung, aber auch zur Versteuerung der Leistung. Gerade bei einer hohen Einmalleistung wie bei der Risikolebensversicherung ist das daher kritisch zu sehen. Zudem widerspricht der Ansatz der Grundempfehlung, Sparen von der Absicherung zu trennen.
  4. Der Vorteil der Basis-Rente liegt in der Steuerverschiebung: die meisten Menschen haben während Ihrer Arbeitszeit durch Ihr Einkommen eine höhere Steuerbelastung als im Ruhestand, wo sie Rente bekommen. Die Verzinsung nach Steuer liegt damit voraussichtlich über dem reinen Anlagezins. KLAR+ kann Dir eine Einschätzung liefern, wie hoch die Nettorendite für eine Basis-Rente auch im Vergleich zu anderen Renten liegen wird.
  5. Diese Rentenform ist eine private Form der Altersvorsorge, die staatlich gefördert wird. Im Volksmund heißt sie auch „Rürup-Rente“, benannt nach dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup. Die Einzahlungen können teilweise als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden, dafür muss aber später die Rente teilweise bis voll versteuert werden – je nachdem, in welchem Jahr die Einzahlungen stattfinden bzw. die Rente beginnt.
  6. Wichtig Daten zur Basis-Rente
    • Der Anteil der Einzahlungen zur Basis-Rente, der absetzbar ist, steigt von Jahr zu Jahr. Im Jahr 2015 dürfen 80 Prozent der Einzahlungen von der Steuer abgesetzt werden. Jedes Jahr kommen zwei Prozentpunkte dazu, bis 2025 schließlich alle Einzahlungen steuerfrei sind.
    • Der Anteil der Auszahlungen, der versteuert werden muss, ist ebenfalls nach Jahren gestaffelt und hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab. 2015 sind es 70 Prozent. Bis 2020 steigt die Staffel um zwei Prozentpunkte pro Jahr, ab dann nur noch um einen. Voll versteuert werden müssen Basisrenten ab dem Eintrittsjahr 2040. Der besteuerte Anteil bleibt dann für die gesamte Rentenbezugszeit gleich.
    • Der maximale Betrag pro Jahr, der steuervergünstigt eingezahlt werden kann, liegt im Jahr 2015 bei 22.172 Euro bei ledigen und 44.344 Euro bei verheirateten Sparern und steigt jährlich. Von diesem Höchstbeitrag müssen aber die geleisteten Beiträge zur Rentenversicherung abgezogen werden, sowohl die Beiträge vom Arbeitgeber als auch die vom Arbeitnehmer.

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