Bausparvertrag

  1. Ein Bausparvertrag ist vereinfacht gesagt eine Kombination aus einem Banksparplan und einem Immobilienkredit. Er hat zwei Phasen. In den ersten Jahren zahlst Du dort einen monatlichen Betrag ein, der dann als Festgeld angelegt wird. Am Ende der ersten Phase bekommst Du das Geld wieder und darüber hinaus eine vorher festgelegte Kreditsumme. Das Besondere: Weil das gesparte Geld als Eigenkapital in den Kredit einfließt und außerdem in der Sparphase unterdurchschnittlich verzinst wird, bekommst Du den Kredit zu einem sehr niedrigen Zinssatz, der schon bei Abschluss festgelegt wird. So kannst Du Dir schon früh einen guten Zins sichern.
  2. Ein weiterer Vorteil ist, dass Banken das erteilte Darlehen ähnlich wie Eigenkapital betrachten. Das Risiko für die Bank wird kleiner, damit kannst Du einen besseren Zins bekommen. Allerdings musst Du dir das Darlehen auch leisten können: da die meisten Bauspardarlehen schnell zurückgezahlt werden müssen, ist Deine monatliche Belastung recht hoch.
  3. Ob sich ein Bausparvertrag lohnt, hängt von zwei Faktoren ab:
    1. Wie sicher bist Du Dir, dass Du später auch etwas mit dem Geld machst, was mit dem Thema bauen zusammen hängt. Im Fachjargon heißt das „wohnwirtschaftliche Maßnahmen“, eine genaue Auflistung gibt es zum Beispiel hier.
    2. Wie hoch ist der am freien Markt erhältliche Finanzierungszins? Sollte der Zins unter dem Niveau des Bausparers liegen, war der Bausparvertrag meist ein schlechtes Geschäft.
  4. Bitte beachte: Sowohl der Zeitpunkt der Auszahlung als auch die Höhe des Bauspar-Darlehens können bei Vertragsabschluss nur geschätzt werden. Die so genannte „Zuteilung“ hängt von einigen Faktoren ab, auf die Du nur bedingt Einfluss hast.

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