Berufsunfähigkeitsversicherung

  1. Diese Versicherung zahlt Dir eine monatliche Rente, wenn Du nicht mehr in Deinem Beruf arbeiten Es gibt allerdings große Unterschiede zwischen den angebotenen Policen. Wichtigste Unterscheidung: Wie Berufsunfähigkeit überhaupt definiert wird und was die Versicherer alles vom Kunden verlangen können, damit er weiter Geld bekommt.
  2. Was Versicherungen unter „Berufsunfähigkeit“ verstehen, ist sehr unterschiedlich. Gute Versicherungen zahlen bereits dann, wenn Du Deinen Beruf nur noch die Hälfte der eigentlich üblichen Arbeitszeit ausüben kannst. Ebenfalls sollte die Police einen so genannten Verweisungsverzicht enthalten. Die Versicherung darf Dich dann nicht zwingen, einen gänzlich anderen Beruf auszuüben, um weiter Geld zu verdienen – also zum Beispiel statt wie bisher als Büroarbeiter künftig mit Putzarbeiten Dein Geld zu verdienen. Wann genau die vereinbarte Rente gezahlt wird hängt davon ab, wann Du die Berufsunfähigkeit meldest. Achtung: Der Schutz gilt in der Regel nicht lebenslang, sondern nur bis zum Ende der Vertragslaufzeit. Wie viel Dich eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung ca. kostet sagt Dir unsere Planungssoftware KLAR+.
  3. Kläre unbedingt die folgenden Fragen:
    • Wie wirken sich meine anderen Versicherungen auf die Laufzeit der Berufsunfähigkeitsrente aus?
    • Gilt die Berufsunfähigkeitsversicherung bis zum Rentenalter?
    • Kann ich mit meiner angesetzten Berufsunfähigkeitsrente meine laufenden (Versicherungs-)Kosten decken?
    • Wie sinnvoll sind für mich Zusatzleistungen, wie: Übergangshilfe, Soforthilfen, Fortbildungs- oder Reha-Maßnahmen, Sonderregelungen bei Umschulungen oder eine lebenslange Rente? Diese „Zusatzleistungen“ sind für Versicherer besonders lukrativ. Viele der Leistungen werden aber auch von anderen Versicherungen übernommen, Reha zahlt z.B. auch die Krankenversicherung.
  4. Gut zu wissen: Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung solltest Du unbedingt beachten:
    • Es gibt eine staatliche Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Diese hat meist deutlich schlechtere Konditionen als eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung. Es ist zum Beispiel eine Verweisung möglich. Das heißt, dass Du so lange kein Geld bekommst, wie Du überhaupt noch arbeiten kannst – und sei es in einem völlig anderen Beruf als Deinem ursprünglichen.
    • Bei Abschluss verlangt die Versicherung eine Gesundheitsprüfung. Außerdem steigen die Beiträge, je später im Leben Du die Versicherung abschließt. Es lohnt sich deshalb, sich früh um diese Versicherung zu kümmern.
    • Beamte werden nicht Berufs- sondern Dienstunfähig. Dafür brauchen sie eine besondere Klausel im Versicherungsvertrag. Auch für sie lohnt sich oft eine zusätzliche Versicherung, weil die staatliche Dienstunfähigkeitsrente zunächst sehr niedrig ist.

 

 

 

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