Festverzinsliche Wertpapiere / Bonds

  1. Festverzinsliche Wertpapiere werden im Fach-Englisch auch Bonds genannt und bedeuten vereinfacht gesagt, dass Du einem Unternehmen oder einer staatlichen Organisation einen Kredit gibst. Anstatt direkt zu einer Bank zu gehen und nach einem Kredit zu fragen, können Unternehmen, Gemeinden und auch die verschiedenen Regierungen nämlich diese Wertpapiere ausgeben. Dort versprechen sie eine vorher festgelegte Verzinsung und dass sie das Geld zu einem vorher festgelegten Termin zurückzahlen. Unter dem Strich wirst Du also mit einem Bond-Kauf zu einem Kreditgeber.
  2. Genauso, wie die Bank das bei Dir macht, solltest Du auch beim Kauf eines Bonds genau überprüfen, wem Du Dein Geld leihst. Als Faustregel gilt: Je mehr Zinsen ein Unternehmen oder ein Land für seine Bonds zahlt, desto riskanter ist es auch, ihm Geld zu leihen. Auch hier gilt es, Chancen und Risiken vorher abzuwägen. Wie bei Aktien gibt es auch für Bonds verschiedene Fonds, die versuchen, das Anlagerisiko auf verschiedene Wertpapiere zu verteilen.
  3. Du kannst ein festverzinsliches Wertpapier nicht nur beim jeweiligen Emittenten kaufen – also dem Unternehmen oder der staatlichen Organisation selbst – sondern auch von einem anderen Anleger an der Börse, ähnlich wie bei Aktien. Dieser so genannte Zweitmarkt für Bonds ist sehr groß und kann eventuell günstigere Einstiegspreise bieten, als ein direkter Kauf beim Emittenten. Die Logik ist einfach: ein Papier mit einem hohen Zins und langer Restlaufzeit hat einen höheren Wert als eine Papier mit wenig Zins und kurzer verbleibender Zeit, da es in Zukunft noch mehr Zins ausschüttet.

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