Inflation

  1. Als Inflation bezeichnet man, wenn Geld an Kaufkraft verliert. Das passiert in modernen Volkswirtschaften ständig und ist auch politisch so gewollt. So hat die Europäische Zentralbank EZB zum Beispiel das Ziel, die Inflation nahe bei aber unter zwei Prozent pro Jahr zu halten. Wird dieses Ziel erreicht, bedeutet das, dass jeder Euro in jedem Jahr rund zwei Prozent an Wert verliert.
  2. In Deutschland berechnet die Inflation das Statistische Bundesamt. Dazu erstellt es einen Warenkorb, in den tausende verschiedene Produkte aufgenommen und zueinander gewichtet werden. Für jedes dieser Produkte wird ständig ein Durchschnittspreis ermittelt und mit den Vorjahrespreisen verglichen. Die Steigerung ist dann die gemessene Inflationsrate.
  3. Nach der volkswirtschaftlichen Theorie ist ein bisschen Inflation gut für das Wachstum. Denn wenn das Geld langsam aber sicher weniger wert wird, animiert das die Menschen, es auszugeben. In einer Deflation hingegen, also in Zeiten steigender Geldwerte, halten die Menschen laut Theorie an ihrem Ersparten fest und warten darauf, dass es an Wert gewinnt. Zu viel Inflation ist allerdings schädlich, weil sie Ersparnisse vernichtet und Sparer verunsichert. Daher auch das Ziel der EZB, eine zwar spürbare aber geringe Inflation zu verursachen.

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