Rechtsschutzversicherung

  1. Eine Rechtsschutzversicherung gibt es für die folgenden Bereiche:
    • Verkehr
    • Eigentümer/Mieter
    • Privat/Beruf (für Arbeitnehmer und für Selbständige)
  2. Die Versicherung übernimmt Kosten für Anwalt, Sachverständige, Gutachten, und Gerichtsvollzieher und die Gerichtskosten selbst. Bei Prozessen vor ausländischen Gerichten zahlen viele Versicherungen auch die Reisekosten. Es gibt meistens eine maximale Summe, die die Versicherung zahlt – die steht im Vertrag. Achte auf die Wartezeiten zu Vertragsbeginn. Die meisten Versicherungen greifen erst, wenn man sie bereits mindestens drei oder sogar sechs Monate hatte, bevor der Rechtsstreit entstanden ist.
  3. Für die Übernahme der Kosten muss immer ein Versicherungsfall, also ein tatsächlicher Streitfall vorliegen. Vorbeugende Beratung bezahlt die Versicherung nicht. Auch deckt die Versicherung nicht grundsätzlich alle Kosten ab, die in dem versicherten Bereich entstehen. Ausschlüsse sind zum Beispiel:
    • Verkehr: Abwehr von Schadenersatzansprüchen, außergerichtliche Einigungen oder vorsätzliche Straftaten
    • Eigentümer/Mieter: Anliegerabgaben, Enteignung oder Ereignisse rund um Bauvorhaben
    • Privat/Beruf: Kollektives Arbeitsrecht, Baufinanzierung oder Mietverträge, Familienstreitigkeiten (z.B. über Erbe)
  1. Alternativen und Ergänzungen zur Rechtsschutzversicherungen sind bereits zum Teil in anderen Versicherungsverträgen enthalten. Wenn jemand eine Schadensersatzforderung gegen Dich stellt, übernimmt auch eine Haftpflichtversicherung die Kosten und verhindert überhöhte Forderungen. Auch gibt es für Vermieter eine kostenlose Rechtsberatung in Grundeigentümervereinen und dasselbe für Mieter beim Mieterbund. Schau Dir also vorher genau an, was die Rechtsschutzversicherung abdeckt und welche Leistungen Du brauchst, bevor Du eine abschließt.

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