Was tun, wenn Du Organ/Geschäftsführer/Vorstand wirst?

Sozialversicherungsstatus

o   Für Geschäftsführer einer GmbH und GGFs gilt, dass als erstes der sozialversicherungsrechtliche Status des Geschäftsführers durch ein Statusfeststellungsverfahren bei DRV geklärt werden muss. Personen mit  – grob gesagt – „unternehmerischen Kompetenzen“ sind sozialversicherungsfrei. Eine Mehrheitsbeteiligung ist in diesem Zusammenhang z.B. eindeutig.  Idealerweise können aber auch die Arbeitsverträge entsprechend gestaltet werden (z.B. Unternehmerische/Alleinige Verantwortung in wichtigen Teilbereichen des Unternehmens).

o   Vorstände von AGs sind automatisch sozialversicherungsfrei.

 

Sparen

o   Die Beiträge zur Basis-Rente können ggf. angepasst werden, da bei Sozialversicherungsfreiheit keine Beiträge mehr in die Deutsche Rentenversicherung fließen und ggf. eine Vorsorgelücke entsteht.

o   Für vormals Selbständige ist jetzt die BAV möglich. Dabei ist zu beachten, dass eine betriebliche Altersvorsorge die Freibeträge für die Basis-Rente um die Höhe der Höchstbeiträge zur Deutschen Rentenversicherung (Ost) reduziert.

 

Vorsorge

o   Für zentrale Personen im Unternehmen kann eine Keyman-Absicherung mittels Risikolebensvericherung und/oder Schwere-Krankheiten-Vorsorge wichtig werden.

 

Gesundheit

o   Der Statuswechsel muss der Krankenversicherung gemeldet werden. Grundsätzlich ist bei Sozialversicherungsfreiheit die Absicherung in der Privaten Krankenversicherung möglich.

 

Haftung

o   Es besteht kein ausreichender Versicherungsschutz mehr über die private Rechtsschutzversicherung:

  • Für Angestellte GF mit weniger als 50 Prozent der Gesellschafts-Anteile ist der Anstellungsvertrags-Rechtsschutz wichtig, der die Berufsrechtsschutz ergänzt.
  • Alle Organe/GF/Vorstände müssen überprüfen, inwiefern Sie sich mittels eines Vermögensschaden-Rechtsschutzes und einer D&O-Versicherung (=Managerhaftpflicht) gegen Haftungsklagen in Ihrer Tätigkeit absichern wollen.

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