Wertpapierportfolio

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  1. Als Portfolio bezeichnet man eine Ansammlung von Wertpapieren, vor allem Aktien, Anleihen und daraus abgeleitete Schuldverschreibungen, so genannte Derivate. Auch Bündel von Wertpapieren, die nach einem bestimmten Muster von Verwaltern ausgesucht werden, so gennante Fonds, können Teil Deines Portfolios sein.
  2. Idealerweise sollte die Ansammlung Deiner Wertpapiere nicht zufällig sein, sondern einer Strategie folgen. Sinnvoll ist, das Vermögen möglichst breit aufzuteilen zwischen Aktienmarkt, Staats- und Unternehmensanleihen und anderen beigemischten Dingen, zum Beispiel Gold oder andere Rohstoffe. Darüber hinaus kannst Du diese Zutaten noch über unterschiedliche Teile der Welt verstreuen, zum Beispiel, indem Du Aktien und Anleihen aus Europa mit solchen aus den USA oder kleineren, aufstrebenden Volkswirtschaften mischst. Somit profitierst Du vom Wirtschaftswachstum in verschiedenen Teilen der Welt. Bei KLAR+ haben wird verschiedene Modellportfolios entwickelt, bei der Dir eine breite Streuung auf verschiedene Anlagepapiere und Regionen vorgeschlagen wird. Ziel ist eine möglichst stabile Wertentwicklung, abhängig von Deiner eigenen Risikofreude in der Geldanlage.
  3. Die Finanzprodukte, die in Deinem Portfolio liegen, werden in der Regel bei einer Bank verwaltet. Das entsprechende Finanzprodukt heißt „Depot“ und funktioniert ein wenig anders als ein Konto. Der wichtigste Unterschied ist, dass die Bank kein Bargeld aufbewahrt, sondern Finanzprodukte mit einem Gegenwert. Dieser Gegenwert bleibt – anders als normales Bargeld auf einem Konto – auch dann erhalten, wenn die Depotbank Pleite gehen sollte. Allerdings ist der Depot-Inhalt von anderer Seite gefährdet. Der Wert von Aktien oder Unternehmensanleihen ist zum Beispiel davon abhängig, wie es dem Unternehmen geht, das sie ausgegeben hat.
  4. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Banken, die die Depotführung kostenlos anbieten. Zusätzliche Gebühren gibt es aber in der Regel bei allen Transaktionen, also beim Kauf und Verkauf von Finanzprodukten. Laufen diese Transaktionen über eine Börse, erhebt auch diese meistens einen kleinen Zusatzbetrag als Gebühr. Wer ein langfristig angelegtes Depot hat, sollte vor allem darauf achten, dass es keine oder nur geringe laufende Gebühren gibt. Wer häufig handelt, für den sind vor allem die Transaktionskosten wichtig.
  5. Ein Portfolio ist das Standardinstrument für die langfristige Geldanlage. Auch Banken und Versicherungen investieren Dein Geld in Portfolios, auch wenn Du das teilweise gar nicht beeinflussen kannst. Bei der Altersvorsorge setzt sich aber mehr und mehr durch, dass Du auch in diesen Produkten Dein Anlageportfolio selbst bestimmen kannst. Meist werden hier Fonds angeboten. Wir empfehlen, das Vermögen auf verschiedene kostengünstige ETFs zu verteilen (s. Fonds).
  6. Unter Umständen ist es gar nicht so einfach, bei der Performance des Portfolios die Übersicht zu behalten. Bei unregelmäßigen Einzahlungen die Rendite einer Anlage auszurechnen ist ohne Excel-Kenntnisse fast unmöglich, zudem werden die verschiedenen Gebühren von vielen Banken in der Depotübersicht gar nicht berücksichtigt bzw. eine Rendite gar nicht ausgewiesen. Für eine bessere Übersicht über die Bestände und die Performance empfiehlt sich hier ggf. kostenfreie Software von Drittanbietern, um die Ergebnisse von verschiedenen Depots zusammen zu führen und besser verfolgen zu können (z.B. hier).

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