Wohngebäudeversicherung

  1. Diese Versicherung schützt, wie der Name schon sagt, eine Wohnung oder ein Haus, das Dir selbst gehört. Wenn Du kein Wohneigentum hast, brauchst Du diese Versicherung auch nicht. Wenn aber ein Teil Deines Vermögens in einer Immobilie steckt, solltest Du unbedingt eine haben. Sie schützt Dich finanziell, falls Dein Wohneigentum zerstört oder so stark beschädigt wird, dass es unbenutzbar wird oder teure Reparaturen notwendig sind.
  2. Abgesichert sind insbesondere Schäden durch Feuer, Blitzschläge, Explosionen, Sturm, Hagel und Leitungswasserschäden. NICHT versichert sind jedoch andere Elementarschäden wie Schäden durch Überschwemmungen oder starken Regen. Um auch hier geschützt zu sein, brauchst Du eine Elementarschadenversicherung, die zusätzlich zur Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden kann.
  3. Es gibt verschiedene Zusatzleistungen, die Du noch mit in den Vertrag aufnehmen kannst. Ein Beispiel sind die Kosten dafür, umgestürzte Bäume auf dem Grundstück nach einem Sturm zu beseitigen. Auch, wenn Du eine große Solaranlage auf dem Dach hast, brauchst Du für diese eventuell einen zusätzlichen Schutz.
  4. Das zahlt der Versicherer außerdem:
    • Die Reparatur oder den Wiederaufbau des Hauses zu den aktuellen Marktpreisen
    • Wenn Du selbst das Haus bewohnst, bekommst Du in der Regel einen durchschnittlichen Mietsatz gezahlt, der in der Wohngegend üblich ist
  1. Unterversicherung vermeiden
    • Um festzustellen, wie hoch der Wert des Gebäudes ohne Grundstück ist und wie stark er mit den Marktpreisen schwankt, haben sich die Versicherer mit dem “Summenmodel” ein kompliziertes Verfahren ausgedacht. Über einen Fragebogen werden zentrale Eigenschaften Deines Eigentums bestimmt. Daraus wird ein Basiswert ermittelt, der dem Wert Deines Hauses im Jahr 1914 entspricht (damals haben die Immobilienpreise wohl noch nicht geschwankt). Mit dem Neupreisindex, der jedes Jahr neu festgelegt wird, wird dann ausgerechnet, wie hoch die maximal versicherte Summe ist. So soll sich die Summe den Marktpreisen anpassen. Eine andere Methode, auf der auch die Einschätzung von KLAR+ basiert, ist das “Flächenmodell”, das u.a. auf der qm-Zahl beruht. Die beiden Methoden müssen nicht zum selben Ergebnis kommen.
    • Wenn Du den Vertrag abschließt ist es also sinnvoll, den Versicherungswert nicht selbst einzutragen, sondern die Modelle zu vergleichen und den ermittelten Wert von einem Vertreter der Versicherung auf dem Antragsformular bestätigen zu lassen. Dann kann die Versicherung im Schadensfall nicht behaupten, dass Du den Versicherungswert zu niedrig angegeben hast.

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