Zahnzusatzversicherung

  1. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) erstattet zwar theoretisch alle Kosten der Zahnbehandlung, jedoch nicht unbegrenzt. Je nach gewählter Behandlung gibt es Obergrenzen, und Zahnersatz wird nur zu 50 bis 80 Prozent bezahlt, je nachdem, wie regelmäßig Du vorher zum Zahnarzt gegangen bist. Auch manche Materialien für den Zahnersatz werden nicht erstattet, z.B. Goldkronen. Für diese Fälle gibt es private Zahnzusatztarife. Sie sollen die Kosten decken, die die GKV nicht übernimmt. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede.
  2. Abschließen kannst Du eine solche Versicherung nur, wenn Du noch gute Zähne hast. Manchmal schickt der Versicherer Dich sogar vorher zum Zahnarzt. Wer schon Probleme mit den Zähnen hat oder gar schon in Behandlung ist, bekommt also in der Regel den zusätzlichen Schutz nicht.
  3. Bei der Auswahl der richtigen Versicherung solltest Du vor allem darauf achten, welche Leistungen Du wirklich brauchst und ob die gewünschte Police sie bietet. Darüber hinaus wichtig sind die so genannten Ausschlüsse. Viele Versicherungen übernehmen zum Beispiel keine Inlays oder bezahlen die Verblendung von Kronen nur für die vorderen Zähne. Manche begrenzen ihre Leistung auf den 2,3-fachen Satz der Gebührenordnung für Zahnärzte. Verlangt der Arzt wegen einer komplizierten Behandlung mehr, kann es passieren, dass Du die Differenz trotz Zusatztarif selbst bezahlen musst.
  4. Tarife mit Prophylaxe-Leistungen wie z.B. der professionellen Zahnreinigung lohnen sich selten. Meistens ist im Vergleich die Zusatzprämie, die Du zahlen musst, höher als die Leistungen, die Du erstattet bekommst.

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