KRANKENKASSEN-BEITRÄGE: ÜBERRASCHUNG IM JANUAR

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KRANKENKASSEN-BEITRÄGE: ÜBERRASCHUNG IM JANUAR

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Trotz großer Ankündigung aus dem Gesundheitsministerium dürfte die Lohnabrechnung Ende Januar viele Angestellte überraschen. Beim größten Teil der gesetzlich Krankenversicherten ändern sich die Beiträge. Und dieses Mal geht es nicht nur um ein paar Euro mehr oder weniger beim Netto-Gehalt, sondern um eine erneute Strategie-Änderung bei der Beitragsbemessung.

Zuerst die – vorerst – gute Nachricht: Der allgemeine Beitragssatz der Krankenkassen sinkt um stolze 0,9 Prozentpunkte auf 14,6 Prozent des Bruttolohns, den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Dieser Beitrag wird wie bisher von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gleichen Teilen bezahlt.

Die wichtigste Veränderung gibt es aber bei dem Beitrag, den der Arbeitnehmer alleine zahlen muss. Bisher lag der fest bei 0,9 Prozent des Bruttolohns. Seit diesem Jahr dürfen die Krankenkassen selbst festlegen, wie hoch dieser Beitrag sein darf. Das hat zwei wichtige Auswirkungen.

Erhöhungen zahlt der Arbeitnehmer

Erstens ist damit der einheitliche Beitragssatz der Kassen de facto Geschichte. Denn wenn eine Kasse nun Geldprobleme hat, kann sie die Zusatzbeiträge individuell erhöhen – und damit also wie früher unter dem Strich ihren Beitragssatz selbst bestimmen.

Die zweite Auswirkung ist noch gravierender. Denn die Krankenkassen-Kosten sind weiterhin zweigeteilt. Den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Jeden darüber hinaus gehenden Zusatzbeitrag muss der Arbeitnehmer alleine bezahlen. Unter dem Strich heißt das also: So lange der allgemeine Kassensatz stabil bleibt, wird jede künftige Erhöhung der Krankenkassen-Beiträge allein vom Arbeitnehmer bezahlt.

Um es den Verbrauchern einfacher zu machen, hat derSpitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen eine Liste veröffentlicht, in der alle Kassen inklusive ihrer jeweiligen Zusatzbeiträge aufgeführt sind.

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