Nachgelagerte Besteuerung – Steuern in der Altersvorsorge

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Nachgelagerte Besteuerung – Steuern in der Altersvorsorge

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Wie hilft die nachgelagerte Besteuerung bei der #Altersvorsorge? #Abgeltungsteuer
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Wie funktioniert eigentlich die nachgelagerte Besteuerung? Und welche anderen Steuervorteile gibt es in der staatlich geförderten Altersvorsorge? Das folgende Video erklärt es am Beispiel eines „Eckrentners“.

Transkript:

Hallo Zusammen, hier ist wieder Alexander von Klar+ Private Finanzen Ganz einfach. Heute will ich euch nach 12 Jahren Beratungserfahrung ein Thema näher bringen das ganz wichtig ist zu dem Verständnis der ganzen Altersvorsorgethematik, nämlich wie fördert denn der Staat die Altersvorsorgeprodukte? Das macht er über Steuern, insbesondere die nachgelagerte Besteuerung und die will ich euch heute näher erklären, damit ihr das auch optimal für eure persönliche Altersvorsoge ausnutzen könnt.

Um das zu verstehen, müssen wir wissen das Altersvorsorgeverträge im Grund in drei Phasen aufgebaut sind: erstens gibt es die Phase der Einzahlung, in der ich Beiträge in den Vertrag spare, diese Beiträge verzinsen sich dann, es kommen zweitens die Erträge, das überschneidet sich natürlich, und genauso überschneidet sich die Phase der Erträge mit der drittens Auszahlung, wo das Guthaben wieder an mich ausgezahlt wird. Das Grundprinzip der nachgelagerten Besteuerung ist schlicht und einfach, dass ich die Einzahlungen, die ich tätige, steuerlich befreit tätigen kann. Ich kann sie also steuerlich absetzen, dafür muss ich die Auszahlung dann versteuern; die Steuerlast wird also von hier nach hier verschoben.

Jetzt stellt sich dann die Frage, wo ist denn der Vorteil? Worin liegt denn da die Förderung? Und das hat etwas damit zu tun, dass in Deutschland das Grundprinzip gilt das jemand der mehr verdient, mehr Steuern zahlen muss als jemand der weniger verdient. Dadurch, dass wir in der Einzahlphase ein höheres Gehalt haben werden, werden wir mehr Steuern zahlen, als in der Auszahlphase, wo wir nur die Rente bekommen.

Das können wir uns ganz einfach an einem Beispiel angucken. Nehmen wir mal jemanden, der 35.000 € im Jahr verdient. Wieso 35.000 €? 35.000 € ist das Durchschnittseinkommen ungefähr in Deutschland im Jahr 2014 und von diesen 35.000 € nehmen wir jetzt mal an, dass diese Person Altersvorsorge betreiben möchte und sie zahlt jetzt 1000 € im Jahr in einen geförderten Vertrag ein. Diese 1000 € muss die Person nicht mehr versteuern, das ist ja steuerbefreit. Sie hat wahrscheinlich schon über Ihr Gehalt Steuern gezahlt, d.h. sie hat zu viel Steuern gezahlt und kriegt vom Staat über die Steuererklärung 33% zurück. 33% plus kommen hier bei raus. Wenn es also 1000 € Beitrag waren, kann man also sagen, kriegt er über die Steuererklärung wieder 330 € raus. Das ist schon mal eine ganz gute Rendite. Und diese 1000 € werden dann ins Alter verschoben, über die Phase der Erträge hinweg wird damit eine Rente aufgebaut. Unsere Person mit dem durchschnittlichen Einkommen bekommt dann auch eine durchschnittliche Rente, das ist der sogenannte „Eckrentner“ den es in der Deutschten Rentenversicherung gibt. Ein Eckrentner bekommt im Jahr 13.848 € Rente raus. Wenn ich da die 1000 € angelegt habe und eine zusätzliche Rente von 3000 € rauskommen, da muss ich dann jetzt Steuern drauf zahlen, als Eckrentner, und diese Steuern liegen dann ungefähr bei 21% die mir hier abgezogen werden. Man sieht: weniger Einkommen, deswegen weniger Steuerlast. Und man sieht durch diese Steuerverschiebung einen Vorteil von 12%. Das ist der Vorteil der nachgelagerten Besteuerung, hier illustriert an einem Eckrentner.

Die Altersvorsorge hat aber noch einen zweiten Vorteil, und zwar hat das was mit der Phase der Erträge zu tun. Normalerweise ist das ja so, das von den Erträgen, wenn ich jetzt mal davon ausgehen, dass ich nach Kosten ungefähr 6% erwirtschaften kann, dass dann der Staat kommt und sagt – jaa, von Deinen Erträgen wollen wir aber die Abgeltungssteuer haben. Das sind dann 25% sogar eigentlich plus Kirche plus Soli, die vernachlässigen wir jetzt mal, weil wir auch den Sparerfreibetrag vernachlässigen, in der Altersvorsorge rechnen wir mit so großen Summen, dass der hier keine Rolle spielt – aber minus 25% bedeutet, das hier im Grunde nur noch 4,5% bei rauskommen. Das gilt bei allen normalen Sparverträgen, bei Aktienfonds, bei Banksparplänen, beim Tagesgeld. Bei allem was mit der Altersvorsorge zu tun hat, da gilt das nicht. Da fallen diese -25% weg, ich bleibe also weiter bei meinen 6%, habe also weiter hier – andersherum gerechnet, ist jetzt mathematisch nicht ganz richtig – ein Plus von 25% in den Erträgen.  Diese beiden Sachen zusammen, das ist die steuerliche Förderung, die ich erhalte, wenn ich eine vom Staat ausgesuchte Form wie z.B. Riester, Rürup, betriebliche Altersvorsorge wähle.

Ob sich das jetzt mehr lohnt als die Kosten die damit verbunden sind, die wir in dem anderen Video-Blog besprochen haben – das ist individuell verschieden weil sich diese Steuersituation individuell ja sehr unterscheidet. Berechnen kann das unsere Software, die findest du unter diesem Link hier unter www.klarplus.com.  Probier es aus, was für Dich günstiger ist. In der Zwischenzeit: schreib uns Deine Themen, sag uns was Dich interessiert, auf welche Themen wir hier im Rahmen dieses Formats eingehen sollen; Like und Follow us auf Facebook und auf YouTube und ja, bis zum nächsten Mal.

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