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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 11 von 11: Alster-Test

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Liebe Deinen #Finanzberater - sonst leiden Deine #Finanzen
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Oder: Wie gut könnt Ihr Euch riechen?
Der letzte Punkt ist einer der wichtigsten, steht aber trotzdem zu Recht am Schluss unserer kleinen Aufstellung. Denn hier geht es um Sympathie. Die ist einerseits immens wichtig, wie wir hier erklären werden. Andererseits sollte sie aber erst ein Faktor werden, wenn die anderen Punkte abgehakt sind, damit wir uns nicht einfach nur aus gutem Gefühl, sondern fundiert für den richtigen Berater entscheiden.

Warum die Sympathie trotzdem wichtig ist? Ganz einfach: Du solltest Dich nicht nur einmal, sondern regelmäßig um Deine Finanzen kümmern. Unsere Empfehlung ist, das je nach persönlicher Situation alle ein bis zwei Jahre zu tun. Und was wird passieren, wenn Du Deinen Finanzberater nicht magst? Du wirst ihn meiden – und damit Dir selbst schaden, weil Du Dich seltener um das Thema kümmerst, als Du vielleicht solltest.

Das bedeutet nicht, dass Dein Berater Dein bester Freund werden muss. Aber er sollte doch zumindest den Alster-Test bestehen – der übrigens auch nach jedem anderen Fluss benannt werden kann. Stell Dir vor, Du spazierst am Sonntagnachmittag mit einem guten Freund in Hamburg an der Alster entlang. Das Wetter ist schön, Ihr habt einen entspannten Tag. Plötzlich siehst Du, dass Euch in 100 Metern Dein Finanzberater entgegen kommt. Du musst in diesem Fall keine Freudensprünge machen und ihm in die Arme fallen. Aber wenn Du den Impuls hast, die Straßenseite zu wechseln oder ihm sonst irgendwie aus dem Weg zu gehen – dann solltest Du Dir vielleicht einen neuen Finanzberater suchen.

Wirf auch einen Blick auf die anderen Teile unserer Serie:

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
  5. Schwarmfinanz: Was nutzen Empfehlungen?
  6. Einblick: Wie gut ist die Analyse?
  7. Hartnäckig: die 50-Euro-Frage
  8. Planungssicher: Wie geht es weiter?
  9. Eintüten: der erste Abschluss
  10. Beziehungsdinge: Wie geht es weiter?
  11. Alster-Test: Könnt Ihr Euch gut riechen?

 

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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 9 von 11: Eintüten

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Nimm Deinen Finanzberater auch noch nach dem ersten Vertragsabschluss kritisch unter die Lupe.
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Oder: Der erste Abschluss.

Es ist so weit: Du unterschreibst Deinen ersten Vertrag mit Deinem neuen Berater. Ja, das ist erst Schritt neun unserer elfteiligen Serie. Denn dass Du Deinen Berater kritisch unter die Lupe nimmst, endet nicht mit dem ersten Vertragsabschluss.
Auch hier gibt es einige Fragen, die Du an Dich – und Deinen Berater – stellen solltest.
– Liefert Dein Berater gute Gründe für seine Produktauswahl und erklärt sie für Dich nachvollziehbar?
– Erkennst Du Deine Wünsche in dieser Begründung wieder, die Du im Beratungsgespräch geäußert hast?
– Nennt er Alternativen?
– Nennt er Schwächen der ausgewählten Produkte?
– Sagt er Dir offen, wie viel er an diesem Vertrag verdient? Und zwar nicht in Prozent, sondern in Euro und Cent?
Ein guter Berater sollte keine dieser Fragen offen lassen. Oder sie zumindest sofort beantworten können, wenn Du sie stellst.
Jetzt bist Du dran: Hat Dein Berater Dich bis hierhin überzeugt, dann setze die Entscheidung auch um. Wenn Du Dich entschieden hast, solltest Du nicht mehr länger warten, sondern Dein Sparvorhaben oder Deine Versicherung auch beginnen. Einzige Ausnahme: Wenn Du als letzten Schritt vor der Vertragsunterzeichnung noch einmal mit Hilfe von KLAR+ überprüfen möchtest, ob unsere App auf ein ähnliches Ergebnis kommt wie Dein Berater.

Lies hier die übrigen Teile unserer Serie:

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
  5. Schwarmfinanz: Was nutzen Empfehlungen?
  6. Einblick: Wie gut ist die Analyse?
  7. Hartnäckig: die 50-Euro-Frage
  8. Planungssicher: Wie geht es weiter?
  9. Eintüten: der erste Abschluss
  10. Beziehungsdinge: Wie geht es weiter?
  11. Alster-Test: Könnt Ihr Euch gut riechen?

 

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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 8 von 11: Planungssicher

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Oder: Wie geht es weiter?

Ein wichtiges Zeichen für eine schlechte Beratung ist, wenn Du nach dem Vertragsabschluss nie wieder etwas von Deinem Berater hörst. Das Problem dabei: Das kannst Du erst bemerken, wenn Du das Finanzprodukt bereits abgeschlossen und Dein Geld bereits investiert hast. Deshalb ist es wichtig, schon bei der Vertragsanbahnung genau darauf zu achten, wie verbindlich Dein Berater sich verhält und wie zuverlässig er ist.

Das gilt übrigens für beide Seiten: Wenn Dein Berater nach bestimmten Daten oder Unterlagen fragt, liefere sie ihm pünktlich. Auf der anderen Seite kannst und solltest Du nachhalten, wie gut Dein Berater sich an Deadlines und abgesprochene Termine hält. Wenn er Informationen nachschauen wollte, achte darauf, wie schnell er diese liefert und auf welche Weise. Manchmal reicht vielleicht eine kurze E-Mail, manchmal möchtest Du aber auch ausführlichere Erklärungen haben. Dein Berater sollte sich dabei an Deinen Wünschen orientieren.

Ebenfalls ein gutes Zeichen ist, wenn der Berater bereit ist, Dir schon vor einem vereinbarten Termin seine Vorschläge per Mail zuzusenden. Dann kannst Du vorher schon einen Blick in die Unterlagen und Verträge werfen. Selbst, wenn Du das nicht tust, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Dein Berater vorsichtiger mit seinen Empfehlungen ist.

Wirf hier einen Blick auf die anderen Teile unserer Serie:

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
  5. Schwarmfinanz: Was nutzen Empfehlungen?
  6. Einblick: Wie gut ist die Analyse?
  7. Hartnäckig: die 50-Euro-Frage
  8. Planungssicher: Wie geht es weiter?
  9. Eintüten: der erste Abschluss
  10. Beziehungsdinge: Wie geht es weiter?
  11. Alster-Test: Könnt Ihr Euch gut riechen?

 

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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 7 von 11: Hartnäckig

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Oder: Die 50-Euro-Frage

Der Ausdruck „50-Euro-Frage“ wurde früher häufig dazu benutzt, um Anfängern in provisionsgetriebenen Strukturvertrieben Lust darauf zu machen, Verträge zu verkaufen, und zwar auf Kosten des Kunden. Doch mit ein bisschen Hintergrundwissen kannst Du dieses Machtverhältnis umdrehen.

Die 50-Euro-Frage lautet: „Würdest Du für 50 Euro jemanden anrufen?“ Die Rechnung war einfach. Schon mit einem kleinen verkauften Versicherungsvertrag hat der Vertriebs-Neuling im Schnitt 1000 Euro verdient – nicht gerechnet die 1.500 Euro, die diejenigen zusätzlich einstecken, die höher in der Vertriebs-Nahrungskette stehen. Wenn der Vertriebler also 20 Menschen anrufen muss, um einmal einen solchen Vertrag loszuwerden, hat er pro Anruf 50 Euro verdient.

Wir empfehlen Dir, es andersherum zu machen. Und zwar, indem Du Deinem Vermittler Fragen stellst – so lange, bis er keine Antwort mehr hat. Das wird Dir auf jeden Fall gelingen, denn niemand weiß alles. Wichtig ist, dass Du ein Gefühl dafür bekommst, wie viel Dein Berater weiß – und was er nicht weiß. Und dann achte darauf, wie er mit Wissenslücken umgeht. Findet er es für Dich heraus? Und wenn ja, wie lange braucht er dafür? Ein unwissender Berater wird Dich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Menge Geld kosten.

Deine Motivation für das hartnäckige Fragen ist einfach: Geld. Jede Frage erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Du gut beraten wirst. Trau Dich und frage Deinen Berater. Fragen beantworten ist sein Beruf. Und im Zweifelsfall verdienst Du mit jeder Frage noch deutlich mehr als 50 Euro.

Wirf hier einen Blick auf die anderen Teile unserer Serie „wie finde ich den perfekten Finanzberater“:

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
  5. Schwarmfinanz: Was nutzen Empfehlungen?
  6. Einblick: Wie gut ist die Analyse?
  7. Hartnäckig: die 50-Euro-Frage
  8. Planungssicher: Wie geht es weiter?
  9. Eintüten: der erste Abschluss
  10. Beziehungsdinge: Wie geht es weiter?
  11. Alster-Test: Könnt Ihr Euch gut riechen?

 

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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 6 von 11: Einblick

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Wie gut ist die Analyse Deines Finanzberaters?

Eine gute Beratung beginnt immer – ja, immer – mit einer umfassenden Analyse Deiner Situation. Schon eine einfache Haftpflichtversicherung für 100 Euro im Jahr kann sehr unterschiedliche Bedingungen haben, und je nach Lebenssituation passen die nicht alle zu Dir. Viel komplizierter wird es dann bei großen Themen wie Altersvorsorge, Krankenversicherung oder Berufsunfähigkeit.

Schon bei den kleinen Themen wie der Haftpflichtversicherung sollte ein guter Berater Dir mindestens zehn Fragen zu Deiner Situation und Deinen Plänen stellen. Tut er das nicht, ist sehr wahrscheinlich etwas mit der Beratung faul oder jemand möchte einfach nur sein Standardprodukt verkaufen.

Noch deutlich ausführlicher sollte es bei den großen Themen zugehen. Hier sollte kein Beratungsgespräch weniger als eine halbe Stunde dauern, gerne auch länger. Wenn Du am Ende nicht das Gefühl hast, zu allen wichtigen Fragen Deiner gegenwärtigen Situation und deinen zukünftigen Plänen gelöchert worden zu sein, dann war die Beratung nicht ausführlich genug. Was Berater zum Beispiel extrem gerne vergessen ist, nach laufenden Krediten zu fragen. Weil die mit Deinem Geld abzubezahlen ist für Dich oft gut, bringt aber einem von Provisionen lebenden Berater kein Geld.

Viele Berater greifen auf Fragebögen zurück, damit sie auch keine wichtige Frage vergessen. Das ist zwar langweilig, hilft aber tatsächlich weiter. Noch besser ist es natürlich, wenn der Berater diesen Fragebogen nur als Stütze benutzt und die offenen Fragen im direkten Gespräch mit Dir klärt und Dir Unklarheiten erläutert.

KLAR+ Fazit: Wenn der Berater nicht sehr viel fragt, ist mit seiner Beratung etwas faul. Und er selbst wahrscheinlich auch.

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
  5. Schwarmfinanz: Was nutzen Empfehlungen?
  6. Einblick: Wie gut ist die Analyse?
  7. Hartnäckig: die 50-Euro-Frage
  8. Planungssicher: Wie geht es weiter?
  9. Eintüten: der erste Abschluss
  10. Beziehungsdinge: Wie geht es weiter?
  11. Alster-Test: Könnt Ihr Euch gut riechen?

 

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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 5 von 11: Schwarmfinanz

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Was nutzen Empfehlungen?

Bei der Auswahl des richtigen Finanzberaters sind Empfehlungen ein zweischneidiges Schwert. Sie können ganz klassisch von Freunden kommen oder inzwischen auch von Online-Portalen wie zum Beispiel Whofinance. Einerseits sind Empfehlungen ein guter Anhaltspunkt. Bekommt ein Berater auf einem der Bewertungsportale regelmäßig schlechte Noten oder rät Dir ein Freund vehement von ihm ab, dann ist tatsächlich Vorsicht geboten.

Auf der anderen Seite ist es sehr schwierig, aus guten Bewertungen für Berater tatsächlich Rückschlüsse auf seine Fachkompetenz zu ziehen. Denn auch der netteste und sympathischste Berater kann schlechte Empfehlungen geben. Die freundliche Behandlung erkennt – und bewertet – der Kunde sofort. Die schlechten Empfehlungen bemerkt er meistens erst Jahre später. Es gilt also: Ein wirkliches Bild von einem Finanzberater liefern Empfehlungen nur, wenn es viele von ihnen gibt und sie über einen längeren Zeitraum gesammelt wurden.

Eine ganz besondere Situation ist außerdem, wenn einer Deiner Freunde gleichzeitig Dein Berater ist. Das klingt natürlich erstmal gut. Trotzdem gibt es auch hier einige Fallstricke.

 

Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral

Wir halten es mal etwas dramatisch mit Berthold Brecht um zu sagen: Wenn ein guter Bekannter an Dir Geld verdient, dann kannst Du oft nicht wissen, was weiter reicht – seine Freundschaft oder der Druck, Geld zu verdienen. Vielleicht denkst Du Dir, dass Du ja das Beratungsgeld sowieso bezahlst und es dann besser ein guter Bekannter bekommt. Achte aber darauf, wie offen Dein Freund oder Bekannter mit seinen Provisionen umgeht. Sagt er Dir von sich aus, wie viel er mit welcher Empfehlung an Dir verdient? Oder ist das ein Thema, dass er lieber unter den Tisch fallen lässt. Wenn Du bereit bist, mit ihm über Dein Geld zu sprechen, dann sollte er das umgekehrt auch sein.

 

Was kann der eigentlich?

Außerdem neigen wir dazu, unseren Freunden überdurchschnittlich viel zuzutrauen. Dabei kann auch ein Freund schlechten Rat geben – oft, ohne sich dessen selbst bewusst zu sein. Was, wenn sein Arbeitgeber eine Versicherung ist, die ihm Informationen der Konkurrenz vorenthält? Was, wenn er seine eigene Qualifikation überschätzt? Fehler, die Dein Freund macht, kosten in so einer Situation Dein Geld.

 

Freunde und Geld verträgt sich oft nicht

Hinzu kommt, dass es Deinem Freund vielleicht schwerer fällt als einem Fremden, bestimmte Wahrheiten auszusprechen. Es ist gut möglich, dass er Dir bestimmte Dinge nicht sagt – aus Angst, schlechte Nachrichten könnten sich negativ auf Eure Freundschaft auswirken. Gerade in Gelddingen ist es oft gut, einen Mittelweg zu gehen. Natürlich sollte der Berater Dir sympathisch sein und Du solltest das Gefühl haben, ihm vertrauen zu können. Auf der anderen Seite solltet Ihr Euch auch nicht zu nahe sein, damit Ihr möglichst offen über Geld sprechen könnt.

 

KLAR+ Fazit: Dich mit Deinem Berater anzufreunden kann eine gute Sache sein. Aussuchen solltest Du ihn Dir aber zuerst nach objektiven Kriterien und anschließend erst nach Sympathie oder persönlicher Verbundenheit.

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
  5. Schwarmfinanz: Was nutzen Empfehlungen?
  6. Einblick: Wie gut ist die Analyse?
  7. Hartnäckig: die 50-Euro-Frage
  8. Planungssicher: Wie geht es weiter?
  9. Eintüten: der erste Abschluss
  10. Beziehungsdinge: Wie geht es weiter?
  11. Alster-Test: Könnt Ihr Euch gut riechen?

 

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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 4 von 11: Auswahl

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Das ist besonders bei Maklern wichtig: Wenn Dein Berater schon von der Versicherung oder dem Fonds bezahlt wird, die er empfiehlt, dann sollte er zumindest eine große Zahl zur Auswahl haben, um Dir auch wirklich die bestmögliche Empfehlung zu geben. Wie in Schritt 3 erklärt ist jeder Makler dazu verpflichtet, dir die „bestmögliche Lösung“ für Deine Finanzfragen anzubieten. Das geht aber natürlich nur, wenn er diese Lösung auch im Angebot hat und er nicht ausgerechnet mit der Versicherungsgesellschaft nicht zusammenarbeitet, deren Tarif für Dich am besten passen würde.

Herauszufinden, wie gut Dein Makler in Sachen Produktangebot aufgestellt ist, ist viel einfacher, als Du wahrscheinlich denkst: Frag ihn. Jeder von ihnen ist gesetzlich verpflichtet, Dir zu zeigen, mit welchen Firmen er zusammen arbeitet.

Selbst, wenn Du nicht genau weißt, ob die richtigen Firmen dabei sind: Achte darauf, wo der Schwerpunkt Deines Beraters liegt. Oft sind Makler auf bestimmte Bereiche spezialisiert, zum Beispiel auf die private Krankenversicherung. Wenn Du also nach einer Rentenversicherung suchst, Dein Berater aber viel mehr private Krankenversicherungen im Angebot hat, dann sollte Dich das zumindest stutzig machen. Es ist sehr sinnvoll, sich für verschiedene Finanzprodukte an verschiedene Berater zu wenden und die übergeordnete Planung zum Beispiel einem Certified Financial Planner zu überlassen – oder sie gleich selbst in die Hand zu nehmen, zum Beispiel mit Hilfe von KLAR+.

 

Wirf außerdem einen Blick auf die anderen Teile unserer Serie:

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
  5. Schwarmfinanz: Was nutzen Empfehlungen?
  6. Einblick: Wie gut ist die Analyse?
  7. Hartnäckig: die 50-Euro-Frage
  8. Planungssicher: Wie geht es weiter?
  9. Eintüten: der erste Abschluss
  10. Beziehungsdinge: Wie geht es weiter?
  11. Alster-Test: Könnt Ihr Euch gut riechen?

 

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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 3 von 11: Seitenwahl

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Es gibt neben der Frage ob Honorar- oder Provisionsberater (siehe Schritt 1) noch ein zweites wichtiges Merkmal, das Dir verrät, auf wessen Seite Dein Berater offiziell steht. Wir unterscheiden zwischen Agenten/Vertretern (auch Mehrfachagenten oder Mehrfachvertreter) und Maklern.

Der Agent vertritt den Versicherer. Der Makler steht laut Gesetz auf der Seite des Kunden. Zwar nehmen auch Makler meistens Provisionen, sie sind aber gleichzeitig gesetzlich dazu verpflichtet, ihren Kunden immer nur zur „bestmöglichen Lösung“ zu raten. Was eine solche Lösung ist, lässt sich zwar im Falle einer Meinungsverschiedenheit kaum neutral klären. Trotzdem hast Du als Versicherter mehr Rechte, falls es einmal eine Auseinandersetzung mit einem Makler gibt.

Kurz gesagt: Es ist für einen Versicherten deutlich einfacher, in einer Auseinandersetzung mit einem Makler erfolgreich zu sein, als bei einem Agenten. In der Theorie gilt beim Makler sogar die Beweislastumkehr und er muss im Zweifelsfall nachweisen, dass er auch wirklich richtig beraten hat.

Herauszufinden, welche dieser beiden Rollen Dein Finanzberater hat, ist einfach. Jeder, der in Deutschland Versicherungen vermittelt, muss seine genaue Bezeichnung schon beim ersten Kontakt bekannt geben. Meistens steht sie schon auf der Visitenkarte, auf die Du deshalb einen genauen Blick werfen solltest. Online kannst Du unter www.vermittlerregister.info nachschauen, welchen Status Dein Berater hat. Eine genaue Unterscheidung der einzelnen Makler- und Vertretertypen findest Du außerdem hier.

Wirf einen Blick auf die anderen Teile unserer Serie:

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
  5. Schwarmfinanz: Was nutzen Empfehlungen?
  6. Einblick: Wie gut ist die Analyse?
  7. Hartnäckig: die 50-Euro-Frage
  8. Planungssicher: Wie geht es weiter?
  9. Eintüten: der erste Abschluss
  10. Beziehungsdinge: Wie geht es weiter?
  11. Alster-Test: Könnt Ihr Euch gut riechen?

 

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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 2 von 11: Qualifikation

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Das Angebot an Qualifikationen für Finanzberater zu überblicken, ist einfacher, als es im ersten Moment scheint. Zwar gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Titeln, wirklich aussagekräftig ist aber nur einer davon: Der Certified Financial Planner (CFP). Wer einen CFP hat, der hat ein Aufbaustudium mit einem unabhängigen Titel hinter sich. Außerdem beinhaltet der CFP als einzige der gängigen Qualifikationen, dass man einen Ethikgrundsatz unterschreibt. Drittes Plus: Wer einen CFP hält, der muss sich regelmäßig weiterbilden oder er ist den Titel wieder los.

Allerdings solltest Du dabei auch die Kirche im Dorf lassen. Wer einen CFP engagiert, um die richtige Haftpflichtversicherung abzuschließen, der schießt mit Kanonen auf Spatzen. Ein CFP ist der richtige, wenn Du über das Große Ganze reden möchtest, über Deine generelle Finanz-Strategie. Wenn Du sowieso schon weißt, was für eine Art Versicherung Du brauchst, dann ist es oft besser, einen spezialisierten Versicherungsvermittler zu fragen. Die haben zwar nicht so viel strategisches Hintergrundwissen, kennen sich aber im Tarifdschungel im Zweifelsfall besser aus als der Allrounder-CFP.

Wen es interessiert: Das hier sind die gängigen – und sich oft kaum unterscheidenden – Titel in Deutschland, wenn es um Finanzberatung geht:

  • Fachwirt für Versicherungen und Finanzen
  • Kaufmann für Versicherungen und Finanzen
  • Versicherungsfachmann
  • Versicherungskaufmann
  • Finanzanlagenfachmann/-vermittler
  • Fachberater für Finanzdienstleistungen
  • Fachwirt für Finanzberatung

 

Schau Dir hier die anderen Schritte aus unserer KLAR+ Serie an: Finde den perfekten Finanzberater in 11 Schritten:

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
  5. Schwarmfinanz: Was nutzen Empfehlungen?
  6. Einblick: Wie gut ist die Analyse?
  7. Hartnäckig: die 50-Euro-Frage
  8. Planungssicher: Wie geht es weiter?
  9. Eintüten: der erste Abschluss
  10. Beziehungsdinge: Wie geht es weiter?
  11. Alster-Test: Könnt Ihr Euch gut riechen?

 

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Finde den perfekten Finanzberater. Schritt 1 von 11: Grundsatzfragen.

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ID-100174761

Die wohl wichtigste Grundsatzfrage bei der Auswahl des Finanzberaters lautet: Provision oder Honorar. Oder, einfacher gesagt: Wird Dein Finanzberater von der Versicherung, dem Fonds oder der Bank bezahlt (Provision) oder von Dir (Honorar)? Glücklicherweise ist die Antwort auf diese Frage sehr eindeutig: Entscheide Dich wann immer Du kannst für einen Honorarberater.
Warum wir da so direkt sind? Ganz einfach: Die Fehlanreize für Berater sind nicht annähernd so hoch, wenn Du sie selber bezahlst und nicht indirekt über die Versicherung. Wir haben hier mal vorgerechnet, wie hoch die falschen Anreize bei einer Provisionsvermittlung sein können.

Ein Rechenbeispiel

Stell Dir vor, Du möchtest für die nächsten 35 Jahre jeden Monat 250 Euro in Deine Altersvorsorge stecken. Das sind mehr als 100.000 Euro. Jetzt könnte Dir Dein Berater – unter anderem – dreierlei Dinge vorschlagen.

1. Investiere in ETFs
2. Investiere in einen Fonds
3. Nutze eine Versicherung
Je nachdem, was er Dir empfiehlt, bekommt er sehr unterschiedliche Provisionen:
1. 0 Euro
2. 600 Euro in den ersten fünf Jahren
3. 5250 Euro sofort
Wofür würdest Du Dich an seiner Stelle entscheiden?
Wir sagen nicht, dass jeder Provisionsberater deswegen immer das Falsche rät. Aber wenn das eigene Einkommen von der Empfehlung abhängt, fällt es trotzdem schwerer, die ETFs zu empfehlen als die Versicherung.

Zwischenlösung

Was die meisten dennoch vom Honorar abschreckt: Es muss häufig im Voraus bezahlt werden und ist meistens auch kein kleiner Betrag. Zudem gibt es nicht besonders viele Honorarberater (Übersicht: http://www.verbund-deutscher-honorarberater.de/). Eine günstigere Alternative ist es, sich zumindest einen ersten Überblick mit KLAR+ zu verschaffen.
Trotzdem kennen wir auch die Realität. In Deutschland arbeitet die deutliche Mehrheit der Berater auf Provision. Deshalb solltest Du nicht gleich verzweifeln, wenn Du keinen Honorarberater findest, der zu Dir passt. Sei Dir nur immer bewusst, dass das Gehalt Deines Beraters unter Umständen sehr stark von Deiner Entscheidung abhängt und frage ihn auch ruhig danach. Was Du sonst noch machen kannst, beschreiben wir in den übrigen Teilen dieser Serie.

  1. Grundsatzfragen: Provision oder Honorar
  2. Qualifikation: die Ausbildung vor lauter Titeln nicht mehr sehen
  3. Seitenwahl: Makler oder Vermittler
  4. Auswahl: breiter Markt oder schmale Nische
  5. Schwarmfinanz: Was nutzen Empfehlungen?
  6. Einblick: Wie gut ist die Analyse?
  7. Hartnäckig: die 50-Euro-Frage
  8. Planungssicher: Wie geht es weiter?
  9. Eintüten: der erste Abschluss
  10. Beziehungsdinge: Wie geht es weiter?
  11. Alster-Test: Könnt Ihr Euch gut riechen?

 

Foto: Courtsey of Stuart Miles at freedigitalphotos.net

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