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Rürup Rente und Berufsunfähigkeitsversicherung – eine sinnvolle Kombination?

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#Rürup Rente + #BU bringt finanzielle Vorteile. Aber brauche ich eine #Rürup-Rente?
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Wenn Du Dich schon einmal zum Thema Berufsunfähigkeit hast beraten lassen, hast Du ihn wahrscheinlich schon einmal gehört: Den Vorschlag, eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) mit einer Rürup Rente zu kombinieren. Das soll vor allem Ersparnisse bei der Steuer bringen. Aber sind es diese Ersparnisse wert, sich für fast sein gesamtes Erwerbsleben auf eine Vertragskombination festzuschreiben? KLAR+ geht der Sache auf den Grund.

 

1. Das System – wie funktioniert die Koppelung?

Die Beiträge zu einer Rürup- oder Basis-Rente kann grundsätzlich jeder Steuerzahler in Deutschland von der Steuer absetzen. Dasselbe gilt für Beiträge zu Zusatzversicherungen. Die Grundidee besteht also darin, die BU nicht alleine, sondern im selben Vertrag wie die Basis-Rente abzuschließen. Dann können die Beiträge zur BU auch steuerlich abgesetzt werden. Einfacher gesagt: Eigentlich möchtest Du nur eine günstige BU, für einen Steuervorteil kaufst Du aber noch eine Rürup-Rente mit ein.

 

2. Nachteile

Allerdings musst Du damit auch andere Nachteile akzeptieren:

Die Rürup- oder Basis-Rente kann eine gute Altersvorsorge sein. Andere Varianten wie Riester-Fondssparplan oder eine Direktversicherung als Betriebliche Altersvorsorge sind aber meistens lukrativer und flexibler. Schöpfst Du diese Möglichkeiten schon jetzt aus oder willst das in Zukunft zusätzlich tun? Dann überprüfe zum Beispiel mit Hilfe von KLAR+, ob diese Varianten nicht günstiger für Dich wären.

Zudem musst Du die Basis-Rente auch bezahlen. Da der Beitrag hier mindestens so hoch sein muss wie zur BU-Versicherung selbst, ist es auch nicht mit einem Mindestbeitrag getan. Deine Liquiditätsbelastung ist also erst mal – vor Steuern – ca. doppelt so hoch.

Das ist gerade für die Hauptadressaten der Basis-Rente, die Selbständigen, besonders schwierig. Regelmäßige Zahlungsverpflichtungen sind  bei einem stark schwankenden Einkommen besonders unangenehm. Aber auch für Angestellte ist die doppelte Liquiditätsbelastung in Notsituationen kritisch. Als Arbeitsloser willst Du zumindest vorrübergehend möglichst wenig monatliche Belastung haben.

Deine BU solltest Du trotzdem nicht kündigen, da mit einem Neustart ein höherer Beitrag und vor allem eine erneute Gesundheitsprüfung mit ungewissem Ausgang verbundene wäre. Zwar bieten hier viele Versicherer einen Wechsel in eine eigenständige BU ohne Gesundheitsprüfung an, der Beitrag müsste trotzdem neu kalkuliert werden und wäre je nach Alter teilweise massiv teurer. Es muss Dir also möglich sein, auch während einer langen Phase mit niedrigem Einkommen Deine Basis-Rente und BU beide weiter zu bezahlen.

Die BU-Rente wird anders besteuert. Ein BU ohne Rürup wird nur teilweise besteuert, zudem sinkt die Besteuerung mit zunehmendem Alter. In Verbindung mit der Rürup-Rente wird dagegen ein großer Anteil der BU-Rente versteuert, der mit zunehmendem Alter auch nur steigt. Die meisten Berufsunfähigkeitsfälle ereignen sich aber natürlich erst später im Berufsleben, daher ist diese Steuerregelung eher schlecht für Dich.

 

3. Vorteile

Demgegenüber steht wie schon erwähnt der Steuervorteil. Der ist natürlich für jeden unterschiedlich. Nehmen wir ein Beispiel: eine junger Mann startet mit 24 seinen ersten Job, verdient 45.000  Euro pro Jahr brutto und möchte dementsprechend im Falle der BU ca. 1750 Euro pro Monat netto Absicherung haben. Würde er mit 55 Jahren berufsunfähig, wäre zwar eine Rente aus einer BU ohne zusätzlichen Rürup-Vertrag praktisch steuerfrei.  Im Fall BU mit Rürup müsste die Auszahlung hingegen versteuert werden. Das bedeutet, dass der Versicherte fast 2000 Euro im Monat absichern müsste, damit er netto 1750 Euro bekommt.

Trotzdem: In diesem Beispiel ist der Beitrag für die BU nach Steuern im Schnitt über die Laufzeit immer noch günstiger, als bei einer allein stehenden Versicherung. Und zwar um rund 20 Euro pro Monat – bei einem Versicherungspreis von rund 60 Euro pro Monat ist das ein gewaltiger Unterschied.

Wenn Du es genauer wissen will, kannst Du die verschiedenen Varianten für Dich selber auch mit dem angehängten Rechner ausprobieren. Einige Daten beruhen auf Rundungen bzw. auf Durchschnittsbildung, daher sind die Angaben ohne Gewähr. Eine Steuerberatung kann der Rechner also nicht ersetzen. Trotzdem: auf Basis der zu Grunde liegenden realistischen Annahmen ergibt sich ein wesentlicher und stabiler Kostenvorteil für praktisch alle Szenarien.

 

KLAR+ Fazit:

Auch wenn die BU-Rente anders besteuert wird: Die Variante „Basis-Rente + BU“ bringt wesentliche und stabile finanzielle Vorteile. Je höher das Einkommen, desto stärker, aber grundsätzlich für jeden. Die Frage muss für Dich daher eher lauten: Was bringt mir die Basis-Rente für Nachteile und will ich diese akzeptieren?

  • Je höher der Bedarf nach einer Basis-Rente, desto eher ist diese Kombination zu empfehlen. Besonders für Menschen mit höherem Absicherungsbedarf wie Selbständige und Angestellte mit Einkommen jenseits der Beitragsbemessungsgrenze zur DRV ist die Basis-Rente und damit die Kombination interessant.
  • Je besser die Ausbildung, umso geringer ist das Risiko von längerer Arbeitslosigkeit und damit verbundenen Liquiditätsengpässen. Beruflich flexiblen Menschen und Akademikern kann die Kombination auch aus dieser Hinsicht empfohlen werden.

Hast Du schon eine BU abgeschlossen und Dich für eine Variante entschieden? Welche Möglichkeit ist für Dich attraktiver?

BU – mit oder ohne Rürup

 

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Finanzen für Azubis und Studenten

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Immer eins nach dem anderen: Die Top 6 Punkte für #Studenten und #Azubis bei den Privaten #Finanzen
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Dieser Blogpost richtet sich direkt an Azubis und Studenten: Was sollen sie mit Ihren ersten Überschüssen am Monatsende anfangen? KLAR+ erklärt die Reihenfolge, an die sie sich bei der Finanzplanung halten sollten. Wir halten uns dabei an die Empfehlungen der DIN (Deutsche Gesellschaft für Normung).

1. Grundabsicherung

Bei Versicherungen heißt es häufig, man solle vorsichtig sein, sich nicht überversichern. Trotzdem gibt es einige wenige Absicherungen die so wichtig sind, dass Du möglichst früh und noch vor dem Sparen mit Ihnen anfangen musst. Sie bilden die Basis für Deine individuellen Ziele. Wenn Du näheres zu den hier aufgeführten Versicherungen wissen willst, z.B. welche Kriterien die Bedingungen erfüllen sollten und was Sie so ca. kosten dürfen, schau in unsere Software.

1.1. Privathaftpflicht

Haftpflichtschäden sind schnell passiert: eine unbedachte Bewegung, und schon kannst Du jemanden anderes einen großen Schaden zugefügt haben. Besonders schlimm sind dabei Fälle, bei denen Personen dauerhaft Schäden davontragen.
Als Auszubildender oder Student bist Du häufig über die Privathaftpflicht Deiner Eltern gegen diese Schäden mit versichert. Voraussetzung dafür ist, dass Deine Eltern einen Familientarif in Ihrer Privathaftpflicht haben. Dann bist Du solange versichert, wie Du bei Deinen Eltern wohnst und Dich noch in der ersten Ausbildung befindest bzw. nicht älter als 25 bist. „Erste Ausbildung“ kann auch ein Studium nach einer Ausbildung bedeuten, z.B. ein BWL-Studium nach einer Lehre zum Bankkaufmann. Dann zählt auch das BWL-Studium zur ersten Ausbildung. Wenn Du allerdings das Berufsbild wechselt, also z.B. Architektur nach dem Bankkaufmann studierst, befindest Du Dich schon in der zweiten Ausbildung und bist damit nicht versichert. Spätestens mit Deinem ersten Master musst Du hier was tun und als erstes eine Privathaftpflichtversicherung abschließen.

1.2. Krankenversicherung

Als Auszubildender bist Du pflichtversichert, auch als Student hast Du Dich schon für eine Krankenversicherung entschieden. Das passt erst mal, der Bedarf ist gedeckt.

1.3. Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist die letzte unbedingt notwendige Versicherung. Sie sichert das ab, in was Du gerade unheimlich viel investierst: Deine Arbeitskraft. Du investierst gerade in Deine Ausbildung um später damit ein gutes Einkommen zu erzielen. Das sind über die nächsten 40 Jahre insgesamt schnell zwischen 2 – 8 Mio. € Geldwert! Falls Du irgendwann nicht mehr arbeiten kannst und nicht dagegen abgesichert bist, ist Deine finanzielle Situation komplett im Eimer. Daher empfehlen alle Experten – „sogar“ die Verbraucherschützer – unbedingt einen Abschluss einer BU.
Leider musst Du dazu gesund sein. Denn bei Abschluss wird Dein Gesundheitszustand abgefragt. Wenn dann schon Kleinigkeiten vorgefallen und Du deswegen beim Arzt warst – z.B. nicht näher definierte Rückenschmerzen oder Prüfungsangst – ist das für die Versicherung ganz schnell ein Riesenthema – sie vermutet z.B. ein aufziehenden Bandscheibenvorfall oder eine psychische Instabilität. Damit bist Du raus und kannst Dich nicht mehr (komplett) versichern.
Daher solltest Du Dich heute versichern, solange Du jung und gesund bist. Wenn Du die Versicherung erst mal hast, sind neue Krankheiten egal. Die Versicherung muss bis zum Ende Deiner Lebensarbeitszeit, also bis 65 o. 67 abgeschlossen. Versichert wird Dein angestrebter Beruf bzw. Deine Ausbildung und Dein derzeitiges Einkommen. Das ist zwar für den Moment eigentlich zu viel, aber Du schließt die Versicherung ja ab, um einen Fuß in der Tür, also die Gesundheitsprüfung hinter Dir, zu haben. Später kannst Du dann die Rente mittels Dynamiken und Erhöhungen zu objektiven Ereignissen (z.B. Heirat, Kinder usw.) an Dein wachsendes Einkommen anpassen. Diese Option musst Du Dir möglichst früh sichern.

2. Sparen

Erst wenn Du die Absicherung erledigt hast, macht Sparen wirklich Sinn. Erst wenn die kurzfristigen Gefahren abgedeckt sind, kannst Du langfristig planen. Das gilt auch für die verschiedenen Themen der Geldanlage.

2.1. Dispo/Konsumkredite zurückzahlen

Dispo- oder Konsumkredite haben immer hohe Zinsen die auch noch garantiert von Dir zurückgefordert werden. Diese Kombination aus „Sicherheit“ und Zins bekommst Du in der Geldanlage – noch dazu nach Steuern – einfach nicht hin. Zahle daher die Kredite als Erstes zurück. So schnell wie möglich.

2.2. Liquiditätsreserve aufbauen*

Für den Anfang ist ein Nettogehalt als Notreserve in Ordnung. Diese dient dazu, dass Du nicht direkt wieder ins Minus rutscht, wenn etwas Unerwartetes passiert, z.B. Dein Auto kaputt geht. Wenn Du ein eher vorsichtiger Typ bist, kannst Du die Reserve auch erhöhen, mehr als 3 Nettogehälter sollten es aber meistens nicht sein. Es sei denn, Du weißt schon, dass da etwas Bestimmtes in den nächsten 1-2 Jahren auf Dich zu kommt: das kann z.B. Dein Auszug von zu Hause sein, ein Auslandsaufenthalt, die Bafög-Rückzahlung usw. Die dadurch zu erwartenden Beträge rechnest Du einfach auf Dein „Wunschpolster“ drauf.

2.3. andere Ziele, Altersvorsorge

Erst jetzt lohnt es sich, längerfristig zu sparen. Dabei ist erst mal egal, für welchen Zweck das ist. Wichtig ist, dass Du eine langfristige Investitionsform nutzen kannst mit einem Anlagehorizont von über 10 Jahren. Aktien sollten auf jeden Fall dabei sein, nur dann bekommst Du die notwendige Rendite hin. Wenn Du schon etwas für die Altersvorsorge tun willst, nimm die jährlichen Förderungen mit. Die gehen Dir sonst verloren. Achte aber darauf, flexibel zu bleiben. Du weißt nicht, wann Du nach der Ausbildung einen Job bekommst oder ob Du Dich noch mal beruflich neu orientierst. Daher sollten die Beiträge nicht zu hoch sein bzw. solltest Du Versicherungslösungen wegen der Kostenstruktur vorerst meiden.
Wenn Du planst, Angestellter zu bleiben und keinen Kammerberuf (Arzt, Anwalt, Architekt etc.) anstrebst, kannst Du z.B. schon mal die Riesterförderung durch einen Riesterfondssparplan mitnehmen. Du hast ein niedriges Einkommen und damit einen niedrigen Mindestbeitrag, da ist die Grundzulage 154 € im Jahr wahrscheinlich schon mal ein ordentlicher Zuschuss. Durch Deinen frühen Start kann der Zineszinseffekt hier gut wirken.
Für andere Sachen zu sparen wie z.B. ein Eigenheim oder so ist aber auch ok. Hauptsache, Du gewöhnst Dich schon mal ans Sparen. Denn wenn Du Dich erst mal ein gewisses Ausgabenniveau im Lebensstandard erreicht hat, ist es wahnsinnig schwer, das wieder zu senken. Welche Sparform für Dich und Dein Ziel am besten ist, rechnet Dir auch unsere KLAR+ Software aus.

KLAR+ Fazit: Mit diesen 6 Schritten bist Du auf jeden Fall erst mal gut aufgestellt. Fang oben an und setzte die Sachen um solange wie Dein Geld reicht. So kannst Du es schaffen, schon heute eine gute Grundlage für den Rest Deines finanziellen Lebens zu legen.

 

*Aus dem Prinzip „erst kurzfristig absichern um dann langfristig zu sparen“ weichen wir hier in der Reihenfolge von der DIN Spec ab.

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