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Kosten von Renten- und Lebensversicherungen

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#Kosten bei #Rentenversicherungen - wie kann ich bei #Riester, #Rürup und Co. viel Geld sparen?
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Welche Kosten gibt es bei (fondsgebundenen) Renten- und Lebensversicherung, also auch bei Riester, Rürup und Co.? Im neuen Format klärt Alexander auf, welche Kosten anfallen und wie man sie zumindest teilweise umgehen kann. Viel Spass beim zuschauen!

Transkript: Kosten von Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Hallo, hier ist wieder Alexander von KLAR+, Private Finanzen Ganz einfach. Heute mit dem Thema, Kosten von Renten- und Lebensversicherungen. Wo kommen die Kosten her? Wie hoch sind sie? Wie beeinflussen sie dein Ergebnis und wie wirst Du sie los? Wie kannst Du, wenn du den Vertrag richtig beeinflusst und abschliesst über 100.000 € sparen bei den richtigen Verträgen. Das alles sage ich Dir – Informationen, die Du normalerweise von Deinem Versicherungsvermittler nicht bekommst.

Lass uns Anfang. Es handelt sich um einen Sparvertrag, da legt jemand Geld an, also gibt es Geldanlagekosten. Die Kosten können an eine Geldanlagegesellschaft weitergereicht werden oder bei der Versicherung verbleiben, je nachdem was für ein Vehikel gewählt wird, sind die Kosten unterschiedlich. Die günstigsten Vehikel sind die ETFs, Exchange Traded Funds, die mit 0,1% Kosten verursachen. Die teuersten Varianten sind wahrscheinlich Vermögensverwaltungen, die in manchen Versicherungen als Voreinstellung als erstes empfohlen werden, und leider ist es so, dass die teuren Vermögensverwaltungen eher ein schlechteres Ergebnis als die ETFs erreichen. Deswegen ist hier eine Stellschraube für die Kosten. Wir rechnen jetzt erst Mal mit 1,5% Kostensatz, dass ist auch das, was ein normaler Aktienfonds eben im Schnitt kostet.

Der zweite Kostenpunkt den wir haben, ist der Kostenpunkt, der auf jeden Fall bei der Versicherung bleibt, nämlich die Mantelkosten. Das sind die Kosten für die Leute die den Versicherungsvertrag berechnet haben aber auch der zweite Teil für die Vertriebler, die ihn Dir vermittelt haben, damit die am Telefon bleiben, wenn Du anrufst. Das sind ungefähr 0,7% die hier jährlich abgezogen werden. Normalerweise ist das aufgeteilt in einen fixen und einen variablen Anteil, wie bleiben jetzt bei dem variablen Anteil, das Ergebnis ist im Endeffekt dasselbe.

Und dann haben wir das noch die Vertriebskosten. Das sind die Kosten, die am meisten diskutiert wurden. Das ist die Provision für den Vermittler und in der Vergangenheit war das sehr viel, dass konnten bis zu 7% der Beitragssumme sein. Das ist jetzt reduziert worden, auch auf Druck vom Gesetzgeber auf einen Satz von 2,5% der Beitragssumme. Beitragssumme, was das ist erkläre ich gleich. Wichtig ist auch, dass diese Kosten am Anfang der Vertragslaufzeit abgezogen werden.

Wie wirkt sich das jetzt konkret aus? Das zeige ich Dir an einem Beispiel, nämlich an einem Vertrag der über 35 Jahre läuft, also ein Altersvorsorgevertrag. Und wir gehen jetzt mal davon aus, dass du da 250 € im Monat investierst. Das Ergebnis ändert sich dann entsprechend. Also, 250 €, 35 Jahre, das ist ein satter Altersvorsorgevertrag, aber das ungefähr die Summe von dem, was viele von uns sparen. Wenn wir jetzt langfristig sparen können wir auch mit vielen Aktien sparen, sollten wir auch mit vielen Aktien sparen, und kommen eben im Schnitt, wenn es normal läuft, ohne Kosten kämen wir auf 8% Performance, also auf 577.000 € Ablaufsumme. Das wäre das, was du rausbekommst, wenn es keine Kosten gäbe.

Nur gibt es die aber, wie wir gerade gesehen haben. Deswegen ziehen wir als erstes die  Geldanlagekosten ab. Wir kommen dann, bei einem Schnitt von 1,5% auf 6,5% und einem Ergebnis von 402.000 €. Das heißt hier gehen schon mal 175.000 € runter. Nächster Schritt, das sind die Mantelkosten, die Verwaltungs- und Bestandskosten der Versicherung, da sind wir dann noch bei 5,8%.  Und das Ergebnis liegt dann bei 341.000 €.  So und der letzte Kostenblock, die Vertriebskosten, da ist es eben so, dass die in den ersten 5 Jahren abgezogen werden. 2,5% der Beitragssumme das sind 250 € Beitrag im Monat, im Jahr sind das 3000 € über 35 Jahre sind das 105.000 € Beitragssumme. Davon 2,5% sind 2625 und die werden auf 5 Jahre verteilt. D.h. in den ersten fünf Jahren werden jedes Jahr über 500 € von Deinen Beiträgen abgezogen. D.h. Du zahlst 12 Monate ein, aber nur das Geld von 10 Monaten kommt an. Und das hat natürlich den Nachteil das die Verträge sich am Anfang nicht gut entwickeln und das hat den Nachteil, dass wenn ich dann hier an diesem Punkt bin, dass es sich dann überhaupt nicht mehr lohnt den Vertrag zu kündigen oder sonst irgendwas zu ändern. Wenn sich dann meine Lebenssituation verändert, wenn ich jetzt dann da aussteige, habe ich ein riesen Verlustgeschäft gemacht. Da ist das Problem an diesen frontgeladenen Vertriebskosten. Wenn die dann erst mal beglichen sind, dann erledigt sich das, und der Vertrag läuft dann im Grunde mit der selben Performance und der Vertrag kommt dann auf eine Gesamtsumme von 324.000 €, so ja, durch die 2,5% der Beitragssumme. 324.000 € also von 577.000 € auf 324.000 € das sind die Auswirkungen der Kosten die da insgesamt abgezogen werden und das ist schon satt, das was an den verschiedenen Quellen eben in der Geldanlage, der Versicherung hängen bleibt.

Gut. Was kannst Du jetzt dagegen machen. Du kannst vor allem, und das geht eben auch bei bestehenden Verträgen, die Geldanlagekosten reduzieren. Hier die 175.000 € in dem Beispiel, die kannst Du eben minimieren in dem Du eben in die kostengünstigeren aber genauso erfolgreichen ETFs umschichtest, so dass Du hier schon mal wesentlich mehr herausbekommst. Wenn Du neue Verträge abschließt kannst Du natürlich darauf achten, dass es keine Vertriebskosten gibt, durch Direktversicherungen,  dass es möglichst Verwaltungskosten, Mantelkosten durch provisionfreie Versicherungen.  Die gibt es mittlerweile alle im Internet und das rate ich Dir ganz klar.

Die Frage ist, wieso solltest Du überhaupt Versicherungen abschliessen, was ist das besondere an Renten- und Lebensversicherungen. Das besondere an Rentenversicherungen ist, dass sie an vielen Stellen steuerlich gefördert werden. Riester-Rente, Basis-Rente, betriebliche Altersvorsorge. Das sind alles Rentenversicherungen die eben steuerlich oder anderweitig geförderte werden, weswegen es sich dann doch lohnt, sie abzuschliessen. Ob das für dich gilt, das kannst Du Dir ausrechnen, mit unserem Rechner, der KLAR+-Rechner, den findest Du auf der klarplus.com-Website. Du kannst Dir auch das Video zur nachgelagerten Besteuerung angucken, was Du hier auf dem Kanal findest, und da wirst Du heraufinden ob diese Form mit der staatlichen Förderung für Dich günstiger ist oder ob Du andere Formen der Geldanlage für Dich wählen solltest.

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Die Wahrheit über die Riester-Lüge

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Die #Riester Lüge: in Wahrheit ein Problem der #Versicherung
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„Riester lohnt sich nicht.“ Immer wieder hört man Stimmen, die diese Position mit Vehemenz und einer gewissen Selbstverständlichkeit vertreten, „das weiß man ja“. Einige sprechen sogar von „Fiasko“ oder „Volksverarsche“. Dabei bringen diese selbsternannten Experten in der Regel die folgenden Gründe vor, die sich bei näherer Betrachtung als kurzsichtig oder nicht haltbar erweisen.

 

1. Die Riester-Rente wird auf die Grundsicherung angerechnet

Die Riester-Rente zählt in der Tat – wie alle anderen Spar- und Ertragsformen auch! – zum bei der Grundsicherung im Alter anrechenbaren Einkommen. Grundsicherung kann es wie die Sozialhilfe nun mal nur für diejenigen geben, die sonst keine andere Möglichkeit des Überlebens hätten. Aber daher auf Sparen fürs Alter zu verzichten, bedeutet diesen Zustand bewusst anzustreben und herbeizuführen. Das ist zynisch und schlicht asozial.
Dieses Argument zieht insbesondere nur dann, wenn die Höhe der gesammelten Einkommen des Sparers nicht für den Sprung über die Mindestabsicherung reichen würde. Das mag mit dem sinkenden Rentenniveau schwieriger werden. Tatsächlich ist es aber auch heute bei unserer momentan „reichen“ Rentnergeneration schon so, dass 23% der Westdeutschen Männer und 60% der Frauen allein mit Ihrer DRV-Altersrente ein angenommenes Grundrentenniveau von 600 € laut Mikrozensus 2011 nicht erreichen würden. Trotzdem geht es den Rentnern gut: Denn nur 64% der ausgeschütteten Renteneinkommen stammen aus der Deutschen Rentenversicherung – und das ganz ohne Riester. Man kann also auch für die Zukunft davon ausgehen, dass die allermeisten Rentner weiterhin aus verschiedenen Quellen mehr als die Grundsicherung bekommen werden und sich der Riester für sie lohnt.

2. Die Riester-Rente hat zu hohe Kosten

Oft wird geschrieben, Riester-Renten hätten sehr hohe Kosten. Absolut richtig.
Allerdings sind sie damit beileibe nicht die einzigen. Tatsächlich sind andere, nicht geförderte Rentenversicherungstarife sogar häufig noch teurer. Als die ersten Riestertarife Anfang des Jahrtausends auf den Markt kamen, waren diese sogar günstiger kalkuliert als „normale“, klassische Rentenversicherungen.
Mittlerweile greift dieses Argument ohnehin zu kurz bzw. noch weniger, denn es gibt wesentlich günstigere Möglichkeiten. Da wären einmal die sogenannten Nettotarife, die auf Vertriebsprovision verzichten und die Verwaltungskosten stark gesenkt haben. Diese Tarife werden von Honorarberatern vermittelt (z.B. www.vorsorgekampagne.de). Viele Tarife bieten zudem ETFs als günstige Anlagealternative zu gemanagten Fonds an, so dass auch die Anlagekosten reduziert werden können.
Oder man verwendet gleich einen Fondssparplan anstellen einer Rentenversicherung, da sind die Vertriebsprovisionen von vornherein nicht so ungünstig. Die starke Kritik und Fixierung auf die Riester- Rente lässt häufig in den Hintergrund treten, dass es schon immer günstigere Formen für die Geldanlage im Riester-Mantel gab.

3. Die Riester-Rente erwirtschaftet keine Zinsen

Auch hier ist das Problem vordergründig nicht von der Hand zu weisen: die Riester-Rente bringt keine Zinsen mehr. Allerdings muss man aufpassen, was man vergleicht.
Für viele Vergleiche wird der Garantiezins als Grundlage herangezogen mit dem Argument, dass das ja die einzig garantierte Ablaufleistung wäre. Dieser ist in den letzten Jahren von 4% um die Jahrtausendwende auf 1,25% in 2015 gesunken. Natürlich nehmen sich die Zinsen da sehr mager aus, auf Grund der aktuellen Niedrigzinsphase können die Zinsen aber gar nicht hoch sein. Die Kosten eine Vertrag spielen dann im Vergleich eine besonders große Rolle. Allerdings gibt es auch hier eine Alternative im Riesteruniversum, die besser ist: wer die garantierten Zinsen maximieren will, sollte mit einem Riesterbanksparplan rechnen. Denn hier sind nicht nur die garantierten Zinsen höher, auch die Kosten eines Banksparplans sind niedriger als bei einer Versicherung.
Wir empfehlen aber eher, in Sparformen zu investieren, die viel mit Aktien arbeiten. Nur so lässt sich ein wirklich zufriedenstellender Zins erwirtschaften und langfristig ist auch das Risiko eines Verlustes minimiert. Hier lässt sich aber kein einfacher Zins annehmen, der Ertrag hängt vom individuellen Aktieninvestment ab. Daher werden diese Sparformen wie fondsgebundene Riesterrente oder Riesterfondssparplan häufig gar nicht erst zu Analysen und Vergleichen herangezogen. Mit einer durchschnittlichen Fonds- oder ETF-Performance kommt der Riesterfondssparplan aber zu sehr guten Anlageergebnissen.

4. Die Versicherten müssten viel zu alt werden, damit sich die Rentenversicherung lohnt.

Auch hier geht es also eher um die Versicherung. Tatsächlich werden die Menschen aller Voraussicht nach viel älter als wir uns das heute vorstellen. Ein Fakt, der uns eigentlich freuen müsste.
Nehmen wir ein Beispiel: 2011 lag die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer bei 81 Jahren. Trotzdem wird ein heute 30jähriger als Rentner viel älter werden. Denn erstens steigt die Lebenserwartung jedes Jahr, laut Statistischem Bundesamt hat ein 30jähriger heute eine durchschnittliche Lebenserwartung von voraussichtlich 85 Jahren. Zweitens steigt die Erwartung bis zum Rentenantritt mit ca. 60 Jahren noch mal um 2-3 Jahre. Schließlich kann er zwischen 30 und 60 nicht mehr versterben.
Dies ist natürlich nur der Durchschnitt, viel Versicherte leben wesentlich länger. Wir reden aber von einer Versicherung, bei der eine Umverteilung in der Versichertengemeinschaft automatisch mit einberechnet ist. Die Personen, die früh versterben, müssen die Langlebigen mit finanzieren. Allerdings schließen fast alle Versicherten ein Rentengarantiezeit oder Guthabenrückerstattung ab, d.h. selbst im Fall eines frühen Todes geht das Geld an Angehörige und nicht an die anderen Versicherten. Jeder einzelne Sparer nimmt sich also möglichst lange aus der Versichertengemeinschaft aus. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Versicherer ohnehin immer sehr konservativ rechnen (müssen) und bei Überschüssen die kalkulierten Renten auch noch angehoben werden, wird klar, woher Lebenserwartungen von weit über 90 in der Altersberechnung herkommen. Trotz der Höhe sind diese Zahlen vertretbar und mathematisch realistisch.
Zudem gibt es für die Riesterförderung Verwendungsmöglichkeiten, bei der die Lebenserwartung keine Rolle spielt, wie z.B. die Finanzierung eines Eigenheims oder bei der möglichen Teilauszahlung. Bei neueren Verträgen kann auch relativ günstig der Anbieter gewechselt werden: kurz vor Rentenantritt kann der Sparer sich noch mal genau den Anbieter aussuchen, der die beste Rente fürs Geld bietet.

 

KLAR+ Fazit: Die meisten Probleme, die mit dem Thema Riester in Verbindung gebracht werden, sind nicht der Förderung, sondern der Investitionsform der klassischen Rentenversicherung anzulasten. Diese dominieren leider die Diskussion. Durch die berechtigte Kritik an der klassischen Riester-Rente rücken die Vorteile anderer Riester-Sparformen in den Hintergrund. Richtig angewendet lohnt sich die Riester-Förderung für die allermeisten Sparer aber auf jeden Fall.

DEN RICHTIGEN RIESTER HABEN

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Riesterempfehlung: Je jünger, desto Fondssparplan.
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Als meine Mutter vor kurzem die Idee hatte, in den letzten paar Jahren vor ihrer Rente noch „zu riestern“, habe ich sie mit einer klaren Empfehlung zur Bank geschickt: Schließe keine Rentenversicherung ab, sondern lieber einen Banksparplan. Da bekommst Du noch ein paar Jahre lang die Riester-Förderung, und Deine Bank behält so gut wie keine Gebühren ein. Bei der Bank, so erzählte sie später, hätte sie trotzdem fast einen Riester-Bausparvertrag unterschrieben. Ein Produkt, das für ihre Lebenssituation absolut unpassend gewesen wäre – für die Bank aber deutlich lukrativer.

So geht es in Deutschland vielen Sparern: Sie wollen fürs Alter vorsorgen und dabei die staatlichen Riester-Vergünstigungen mitnehmen. Aber um wirklich das Meiste aus der Förderung herauszuholen, reicht es nicht, irgendeinen Riester-Vertrag zu unterschreiben. Damit nicht die Bank, sondern wirklich Du am meisten von den staatlichen Zuschüssen profitierst, solltest Du zumindest diese vier Riester-Arten grundsätzlich unterscheiden können.

1. Die Riester-Rentenversicherung

Wie diese Infografik des Arbeitsministeriums uns zeigt, ist die Riester-Versicherung das mit Abstand beliebteste Produkt bei Riester-Sparern. Oder doch bei den Beratern? Zumindest wir bei KLAR+ kennen eigentlich kaum eine Situation, in der wir nicht eine andere Riester-Variante empfehlen würden. Zwar garantiert diese Riester-Art eine Mindest-Rendite, diese ist allerdings sehr klein und wird zusätzlich noch durch überdurchschnittlich hohe Verwaltungskosten geschmälert. Hinzu kommt, dass die Verträge in der Regel gezillmert sind (Link). Dadurch fallen die Kosten schon sehr früh während der Vertragslaufzeit an, was einen späteren Wechsel in eine andere Vorsorgeart vergleichsweise teuer macht.

2. Der Riester-Fondssparplan

Hier wird Dein Geld regelmäßig in Investmentfonds angelegt. Der Vorteil ist, dass Deine Aktienquote im Vergleich zur klassischen Rente höher ist und damit die Chance auf eine höhere Rendite. Eine Beitragsgarantie gibt es auch hier. Achte darauf, keinen gezillmerten Vertrag auszuwählen. Noch mehr Gebühren sparen kannst Du, wenn Du in ETFs anlegst. Was das heißt, haben wir in diesem Blogpost schon erklärt.

Fondssparpläne lohnen sich vor allem dann, wenn Dein Riester-Vertrag noch fünf Jahre oder länger läuft. Bei kürzeren Laufzeiten ist es eventuell sinnvoller, eine Alternative mit geringerem Aktienanteil zu wählen.

3. Der Riester-Banksparplan

Eigentlich die simpelste Riester-Form, trotzdem ist sie die am wenigsten populäre. Unter dem Strich wird Dein Geld einfach wie ganz normales Festgeld angelegt, also auf einem Konto mit einem festen Zins. Gegen den Banksparplan spricht, dass der Festzins meist sehr niedrig ist. Dafür spricht aber, dass er so gut wie keine Gebühren kostet. Besonders, wer sehr kurzfristig anlegen möchte, ist hier also gar nicht so schlecht bedient. Wer kurz vor der Rente steht und noch keinen Riester-Vertrag hat, kann zum Beispiel einen Banksparplan abschließen und nur so viel dort einzahlen, dass er gerade so die maximale Riester-Förderung erhält. Dann sammelst Du zwar keine große Rendite ein, kannst aber die staatlichen Zuschüsse fast ohne weitere Gebühren mitnehmen.

4. Der Wohn-Riester

Zunächst: Eigentlich gibt es nicht nur eine einzige Art des Wohn-Riester, sondern verschiedene varianten. Die üblichsten sind, dass Dein Bausparvertrag oder die Rückzahlung deines Immobilienkredits gefördert werden. Eigentlich eine gute Idee. Trotzdem ist der Wohn-Riester unserer Meinung nach weniger sexy, als viele ihn finden. Das hat mehrere Gründe:

– Du kannst die geförderte Immobilie nicht vermieten

– Die steuerfreie Förderung muss während der Rente versteuert werden. Der Wohn-Riester erhöht also Deine Steuerlast, wenn Du mal in Rente gehst. Dafür musst Du vorsorgen, was viele Sparer gerne mal vergessen oder vor sich herschieben.

– Sowohl ein Riester-Bausparvertrag als auch ein Riester-Darlehen laufen meistens nicht bis zur Rente. Du musst also anschließend noch einmal einen komplett neuen (Spar-)Vertrag abschließen, wenn Du weiter von der staatlichen Förderung profitieren möchtest.

– Speziell bei Riester-Darlehen ist die Konkurrenz am Markt nicht so hoch, die Zinsen also meistens etwas höher – was schlecht ist für den Kunden.

Das KLAR+ Fazit: Vor allem für junge Kunden lohnt sich fast immer ein Fondssparplan ohne Versicherungen am meisten. Noch besser ist es, wenn dort auch ETFs bespart werden können. Der Wohn-Riester ist zwar eigentlich eine gute Sache, zwingt jedoch dazu, sich nach dessen Ablauf noch einmal neu umzuschauen. Außerdem ist es oft schwieriger, ein Riester-Darlehen zu gleich guten Konditionen zu bekommen wie ein  normales.

 

 

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