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Verschiedene Möglichkeiten der Altersvorsorge im Vergleich

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Vergleich Altersvorsorge: Möglichkeiten und Förderung

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Super Smart: ETFs in steueroptimierender Hülle
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Wer sparen will, muss schlau sein: Nur, wer sich mit den staatlich geförderten Möglichkeiten der Altersvorsorge auskennt, kann auch das Beste für sich rausholen. Jeder sollte sich daher mit seinen Optionen befassen, denn bei weitem nicht jede Förderung gilt für jeden Sparer.
In einfacher Sprache zeigt KLAR+ in diesem Blog die vorhandenen Lösungen auf und vergleicht sie hinsichtlich der wichtigsten Rahmenbedingungen. Mit diesem Artikel wirst Du genau wissen, welche Optionen für Dich in Frage kommen und Du machst einen weiteren Schritt in Richtung der besten Altersvorsorge für Dich.
Veröffentlicht haben wir unseren Blog auf der Seite ETF-Blog.com vom Blogger-Kollegen Dr. Jürgen Nawatzki. Denn auch das Thema ETFs spielt hier eine Rolle – als eine der Anlageoptionen aber auch als Geldanlage in den Vorsorgelösungen. Die Optionen und genaue Renditen rechnet Dir aber natürlich auch unsere Software aus.

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Finde die beste Altersvorsorge mit nur 5 Fragen

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Beste Altersvorsorge
Fünf Auswahlkriterien bestimmen die #Rendite bei der #Altersvorsorge
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Die beste Altersvorsorge zu wählen kann ganz einfach sein. Die Erfahrung zeigt, dass die Antworten auf 5 Fragen ausreichen, um die perfekte Wahl bei der Altersvorsorge zu treffen. Natürlich lassen sich noch deutlich kompliziertere Konzepte erstellen. Aber wer diese fünf Fragen zu seiner Altersvorsorge beantworten kann, der hat schon mehr als die Hälfte der Altersvorsorge-Arbeit bereits gemacht.

 

1. Wie viel sollte ich jeden Monat sparen?

Als grober Richtwert gilt: Angestellte mit 20 Prozent ihres Netto-Monatslohns, Selbständige mit 20 Prozent des Bruttos auf der sicheren Seite. Das ist aber wirklich nur ein grober Richtwert. Wer wirklich gezielt sparen möchte, der sollte wissen, wen er mit seiner Rente später alles versorgen möchte und was er außer dem gesparten Geld später zur Verfügung hat.

Auf der Einnahmenseite steht vor allem die gesetzliche Rente, aber auch bereits vorhandenes Vermögen, Immobilien und vieles mehr. Auf der Ausgabenseite musst Du dir überlegen, welche Ausgaben Dich im Alter erwarten. Lebst Du zur Miete oder im Eigenheim? Gibt es eine Familie, die mitversorgt werden muss? Soll das Studium der Kinder oder Enkel finanziert werden? Auch die Kosten für die Krankenkasse sind wichtig, besonders bei privaten Krankenversicherungen steigt mit der Zeit der Beitrag.

Wenn Du festlegst, wie viel Du sparen möchtest, solltest Du außerdem an Steuern und Inflation denken. Insbesondere die Inflation unterschätzen viele. Als Faustregel gilt, dass Dein Geld jedes Jahr rund 2 Prozent an Wert verliert. Diesen Verlust solltest Du beim sparen einberechnen.

Ziel dieser Überlegungen: Wie hoch wird meine (Zusatz-)Rente sein?

 

2. Welche staatliche Förderung kommt für mich in Frage?

Jede staatliche Förderung hat zwei Seiten, auch bei der Altersvorsorge. Am häufigsten fördert der Staat, indem er Dir weniger bis gar keine Steuern abknöpft, wenn Du in Deine Sparverträge einzahlst. Die Quittung kommt dann allerdings im Alter: Dann werden diese Verträge mit staatlicher Förderung oft nachträglich besteuert. Das kann sich trotzdem oft lohnen, weil die Steuerlast im Alter oft niedriger ist als während des Erwerbslebens.

Die verschiedenen Vertragsformen heißen zum Beispiel Riester, Rürup oder private Rente, und sie alle sind in irgendeiner Weise vor Besteuerung geschützt. Ein richtiger Vergleich ist nur möglich, wenn Du einerseits weißt, welche Vorsorgeform Du in Deinem Fall überhaupt abschließen darfst. Die Riester-Rente gibt es zum Beispiel nur, wenn Du in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlst oder Beamter bist. Andererseits solltest Du auch ungefähr wissen, wie hoch Deine Steuerlast heute und wie hoch sie wahrscheinlich in der Rentenzeit ist. Eine private Rente lohnt sich zum Beispiel meist nur dann, wenn Du im Alter eine hohe Steuerlast hast.

Ziel dieser Überlegungen: Welche staatliche Förderung kommt für mich in Frage?

 

3. Wie viel Anlagerisiko möchte ich eingehen?

Gerade in Deutschland gibt es eine starke Angst vor Anlagerisiko. Das kann man zum Beispiel daran erkennen, dass die Aktienquote hierzulande sehr viel niedriger ist als zum Beispiel in den USA. Und mit der richtigen Portfolio-Aufteilung lässt sich das Anlagerisiko von Aktien auch ganz gut kontrollieren. Wichtig dabei ist auch, sich selbst zu kennen.

Um Deine Toleranz für Anlagerisiko einzuschätzen, hilft vor allem eine Überlegung: Wie viel zwischenzeitlichen Wertverlust würdest Du aushalten, ohne übermäßig nervös zu werden? Würdest Du schon bei 10 Prozent am liebsten das ganze Portfolio umstellen? Oder würdest Du auch 30 Prozent aushalten, ohne ins Schwitzen zu kommen?

Es ist wichtig, die Frage nach dem Anlagerisiko vor der Anlageplanung zu beantworten. Denn wer zwischenzeitlich doch nervös wird und das Portfolio einfach umschichtet, verliert mit größerer Wahrscheinlichkeit Geld als der, der die Schwächephase der Aktien aussitzt und auf steigende Kurse wartet.

Ziel dieser Überlegungen: Das Anlagerisiko definieren, das ich kurzfristig aushalten kann

 

4. Brauche ich eine flexible Geldanlage?

Wie möchtest Du in Deine Geldanlage einzahlen: möglichst regelmäßig oder nach Lust und Laune? Je eher Du bereit bist, Dich zu einer regelmäßigen Einzahlung zu verpflichten, desto eher kommen Versicherungen für Dich in Frage. Diese Spardisziplin hat gegenüber einer flexiblen Geldanlage auch Vorteile. Die Disziplin bei der Einzahlung eines der zentralen Geheimnisse des Vermögensaufbaus.

Trotzdem: für viele ist eine flexible Geldanlage sehr wichtig, insbesondere bei der Einzahlung. Am besten dafür geeignet sind Wertpapiersparpläne, hier kann völlig frei ein- und ausgezahlt werden. Für Basis-Renten bieten sich Zuzahlungen an. Die Riesterrente ist dagegen auf einen maximalen Einzahlungsbetrag gedeckelt und kann deshalb nicht als wirklich flexible Geldanlage gelten.

Ziel dieser Überlegungen: Kann ich mich auf einen festen Sparbetrag festlegen, möchte ich nur teilweise gebunden sein oder jeden Monat völlig frei neu entscheiden?

 

5. Brauche ich eine flexible Auszahlung?

Jetzt ist es das Thema Altersvorsorge, das dich bewegt. Dafür brauchst Du zwischendurch eigentlich keine flexible Auszahlung. Aber wie sieht es aus, wenn plötzlich Dein Auto kaputt geht oder Du eine Familie gründen möchtest? Möchtest Du dann Dein Geld lieber für ein Eigenheim statt für die Lebensversicherung verwenden?

Nicht alle Vorsorgeformen erlauben in so einem Fall eine flexible Auszahlung. Aus der Basis-Rente lässt sich während der Laufzeit überhaupt nichts auszahlen, aus der Beruflichen Altersvorsorge nur, wenn Du die Förderung zurückzahlst. Beim Riester gilt dasselbe, es sei denn, Du investierst das Geld in eine Immobilie.

Staatliche Förderung hat also vor allem dann ihren Preis, wenn Du zwischendurch eine flexible Auszahlung brauchst. Allerdings gibt es auch sein Gutes, wenn Du nicht so einfach an das Ersparte kommst. Es erleichtert die Spardisziplin und schützt Dein Vermögen, solltest Du einmal auf Harz IV angewiesen sein.

Ziel dieser Überlegungen: Wie hoch soll die „Verfügbarkeitsquote“ des Geldes sein, dass ich jederzeit flexibel auszahlen lassen kann?

 

Wenn Du diese fünf Fragen beantwortet hast, kann es jetzt weiter gehen mit der Planung für die Altersvorsorge. Du kannst jetzt auf Produktsuche gehen. Grundsätzlich gilt: nicht alle Eier in einen Korb, mischen erwünscht. Als Hilfestellung findest hier eine Entscheidungsmatrix.

Wenn Du wissen willst, wie viel Nettorendite für die einzelnen Baustein in Deine Situation realistisch ist, welche Rahmenbedingungen genau herrschen und ob Deine Ideen für die Altersvorsorge in Deine Finanzplanung passen kannst Du das mit unserer Software herausfinden. Es gibt Sie kostenlos als iPad App und bald unter klarplus.com.

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DEN RICHTIGEN RIESTER HABEN

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Riesterempfehlung: Je jünger, desto Fondssparplan.
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Als meine Mutter vor kurzem die Idee hatte, in den letzten paar Jahren vor ihrer Rente noch „zu riestern“, habe ich sie mit einer klaren Empfehlung zur Bank geschickt: Schließe keine Rentenversicherung ab, sondern lieber einen Banksparplan. Da bekommst Du noch ein paar Jahre lang die Riester-Förderung, und Deine Bank behält so gut wie keine Gebühren ein. Bei der Bank, so erzählte sie später, hätte sie trotzdem fast einen Riester-Bausparvertrag unterschrieben. Ein Produkt, das für ihre Lebenssituation absolut unpassend gewesen wäre – für die Bank aber deutlich lukrativer.

So geht es in Deutschland vielen Sparern: Sie wollen fürs Alter vorsorgen und dabei die staatlichen Riester-Vergünstigungen mitnehmen. Aber um wirklich das Meiste aus der Förderung herauszuholen, reicht es nicht, irgendeinen Riester-Vertrag zu unterschreiben. Damit nicht die Bank, sondern wirklich Du am meisten von den staatlichen Zuschüssen profitierst, solltest Du zumindest diese vier Riester-Arten grundsätzlich unterscheiden können.

1. Die Riester-Rentenversicherung

Wie diese Infografik des Arbeitsministeriums uns zeigt, ist die Riester-Versicherung das mit Abstand beliebteste Produkt bei Riester-Sparern. Oder doch bei den Beratern? Zumindest wir bei KLAR+ kennen eigentlich kaum eine Situation, in der wir nicht eine andere Riester-Variante empfehlen würden. Zwar garantiert diese Riester-Art eine Mindest-Rendite, diese ist allerdings sehr klein und wird zusätzlich noch durch überdurchschnittlich hohe Verwaltungskosten geschmälert. Hinzu kommt, dass die Verträge in der Regel gezillmert sind (Link). Dadurch fallen die Kosten schon sehr früh während der Vertragslaufzeit an, was einen späteren Wechsel in eine andere Vorsorgeart vergleichsweise teuer macht.

2. Der Riester-Fondssparplan

Hier wird Dein Geld regelmäßig in Investmentfonds angelegt. Der Vorteil ist, dass Deine Aktienquote im Vergleich zur klassischen Rente höher ist und damit die Chance auf eine höhere Rendite. Eine Beitragsgarantie gibt es auch hier. Achte darauf, keinen gezillmerten Vertrag auszuwählen. Noch mehr Gebühren sparen kannst Du, wenn Du in ETFs anlegst. Was das heißt, haben wir in diesem Blogpost schon erklärt.

Fondssparpläne lohnen sich vor allem dann, wenn Dein Riester-Vertrag noch fünf Jahre oder länger läuft. Bei kürzeren Laufzeiten ist es eventuell sinnvoller, eine Alternative mit geringerem Aktienanteil zu wählen.

3. Der Riester-Banksparplan

Eigentlich die simpelste Riester-Form, trotzdem ist sie die am wenigsten populäre. Unter dem Strich wird Dein Geld einfach wie ganz normales Festgeld angelegt, also auf einem Konto mit einem festen Zins. Gegen den Banksparplan spricht, dass der Festzins meist sehr niedrig ist. Dafür spricht aber, dass er so gut wie keine Gebühren kostet. Besonders, wer sehr kurzfristig anlegen möchte, ist hier also gar nicht so schlecht bedient. Wer kurz vor der Rente steht und noch keinen Riester-Vertrag hat, kann zum Beispiel einen Banksparplan abschließen und nur so viel dort einzahlen, dass er gerade so die maximale Riester-Förderung erhält. Dann sammelst Du zwar keine große Rendite ein, kannst aber die staatlichen Zuschüsse fast ohne weitere Gebühren mitnehmen.

4. Der Wohn-Riester

Zunächst: Eigentlich gibt es nicht nur eine einzige Art des Wohn-Riester, sondern verschiedene varianten. Die üblichsten sind, dass Dein Bausparvertrag oder die Rückzahlung deines Immobilienkredits gefördert werden. Eigentlich eine gute Idee. Trotzdem ist der Wohn-Riester unserer Meinung nach weniger sexy, als viele ihn finden. Das hat mehrere Gründe:

– Du kannst die geförderte Immobilie nicht vermieten

– Die steuerfreie Förderung muss während der Rente versteuert werden. Der Wohn-Riester erhöht also Deine Steuerlast, wenn Du mal in Rente gehst. Dafür musst Du vorsorgen, was viele Sparer gerne mal vergessen oder vor sich herschieben.

– Sowohl ein Riester-Bausparvertrag als auch ein Riester-Darlehen laufen meistens nicht bis zur Rente. Du musst also anschließend noch einmal einen komplett neuen (Spar-)Vertrag abschließen, wenn Du weiter von der staatlichen Förderung profitieren möchtest.

– Speziell bei Riester-Darlehen ist die Konkurrenz am Markt nicht so hoch, die Zinsen also meistens etwas höher – was schlecht ist für den Kunden.

Das KLAR+ Fazit: Vor allem für junge Kunden lohnt sich fast immer ein Fondssparplan ohne Versicherungen am meisten. Noch besser ist es, wenn dort auch ETFs bespart werden können. Der Wohn-Riester ist zwar eigentlich eine gute Sache, zwingt jedoch dazu, sich nach dessen Ablauf noch einmal neu umzuschauen. Außerdem ist es oft schwieriger, ein Riester-Darlehen zu gleich guten Konditionen zu bekommen wie ein  normales.

 

 

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