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7+1 Vorsätze zum neuen Jahr

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Same procedure as every year: Deine 7 Finanzthemen #2016 - Private #Finanzen
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Traditionell ändern sich mit dem Kalenderjahr auch viele Dinge im Bereich der Finanzen. 2016 passiert da eher wenig Besonderes. Zum Beispiel werden wie jedes Jahr die Beitragsbemessungsgrenzen im Bereich der Sozialversicherung steigen, Besserverdiener werden also wieder stärker zur Kasse gebeten. Auf der Habenseite stehen leichte Anhebungen bei Steuerfreibetrag und Kindergeld um Beträge, die Du wahrscheinlich kaum im Geldbeutel spürst.

All das passiert automatisch. Aber worum musst Du Dich kümmern, wo musst Du aktiv werden? KLAR+ zeigt 8 Themen auf, um die Du Dich kümmern solltest.

 

1. Versicherungen überprüfen

Falls Du es noch nicht getan hast: kündige Deine KFZ-Versicherung in 2015. Denn Dir geht es wahrscheinlich wie den allermeisten Bestandskunden: heimlich, still und leise heben die Versicherer die Beiträge für Dich an. Mit diesen Beiträgen werden Rabatte für Neukunden finanziert. Das Gute daran ist: mit der Beitragserhöhung hast Du ein Sonderkündigungsrecht bis zum 31.12.2015, kannst also immer noch den Versicherer für 2016 wechseln. Wenn Du kündigst oder zumindest damit drohst, räumen Dir viele Versicherer dann auch die Neukundenrabatte ein.

Ein ähnliches Prinzip verfolgen viele Versicherer mittlerweile auch bei den anderen Sachversicherungen, also Privathaftpflicht, Hausrat oder Wohngebäudeversicherung. Diese Versicherungen haben eine Kündigungsfrist von 3 Monaten, meistens bis zum Jahresende. Wenn die Beiträge hier nicht erhöht wurden bist Du also zu spät dran. Wenn Du noch wechseln wolltest, und Du hast den Zeitpunkt mal wieder verpasst: mach es jetzt, kündige für 2017. Dann kannst Du es nicht mehr vergessen.

 

2. Betriebliche Altersvorsorge (bAV) prüfen

Mit der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze wird auch der maximale steuer- und sozialabgabenfreie Beitrag zur Entgeltumwandlung in der betrieblichen Altersvorsorge angehoben. 2015 waren das maximal 242 € im Monat, in 2016 werden es 248 € sein. Du kannst also 6 € mehr steuer- und sozialabgabenfrei sparen, netto merkst Du davon vermutlich gerade mal 3 € weniger im Portmonee. Manche Verträge erhöhen sich automatisch auf den Wert, das kannst Du auf Deiner Gehaltsabrechnung nachvollziehen. Wenn Du eine gute rabattierte bAV hast, solltest Du die Erhöhung mitnehmen.

 

3. Rebalancing

Gute Wertpapierportfolios halten sich in Ihrer Zusammensetzung an gewisse Ziele. Eine bestimmte Assetklasse, z.B. Aktien, sollte einen gewissen Anteil im Portfolio haben. So wird u.a. das Anlagerisiko bestimmt und gesichert. Wenn jetzt übers Jahr eine Anlageklasse im Vergleich zu den anderen Klassen besonders stark im Wert gestiegen ist, verschiebt sich dieses Verhältnis natürlich. Um die Zielstruktur wieder herzustellen, sollten daher regelmäßig Umschichtungen zur Anpassung gemacht werden, dabei spricht man von „Rebalancing“. Dies wird gerne zum Jahreswechsel gemacht, auch wenn man es theoretisch auch an jedem anderen Tag im Jahr machen kann. Solltest Du noch kein Termin für Dein Rebalancing festgelegt haben, mach es jetzt.

 

4. Steuer ID mitteilen

In 2016 zählt Dein Steuerfreibetrag nur noch, wenn er Deiner persönlichen Steuer ID zugeordnet werden kann. Teile Deiner Bank daher möglichst bald Deine Steuer ID mit (die Steuernummer mit den 11 Stellen). Dasselbe gilt für die Bezieher von Kindergeld: auch hier muss in 2016 die Steuernummer angegeben werden.

 

5. Krankenversicherung überprüfen

Der Jahreswechsel ist ein beliebter Zeitpunkt der Versicherer, um auch die Beiträge zur Krankenversicherung anzuheben.

Solltest Du privat versichert sein, lohnt es sich dann einmal mehr, einen Tarifwechsel beim selben Versicherer prüfen zu lassen. Gerade bei schon länger Versicherten kann es sein, dass sich insbesondere der eigene Tarif schlechter als andere Tarife der Gesellschaft entwickelt hat. Tarifinnovationen können dazu beitragen, dass neue Tarife mit einem sehr ähnlichen Leistungspaket sehr viel günstiger sind. Wichtig: bleib bei derselben Versicherung! Bei einem Anbieterwechsel fallen die Beitragsrückstellungen ganz oder in großen Teilen weg, das unbedingt vermeiden.

Auch als gesetzlich Versicherter werden Deine Beiträge in 2016 wahrscheinlich steigen. Experten sagen vorher, dass viele Kassen den individuellen Zusatzbeitrag erhöhen müssen, im Schnitt von 0,9 auf 1,1%. Dieser Mehrbeitrag geht voll zu Lasten der Arbeitnehmer, also Dir. Sollte Deine Kasse den Beitrag in 2016 erhöhen, überprüfe, ob es nicht günstigere Lösungen für Dich gibt.

 

6. Riesterantrag überprüfen

Bei Deinem Riestervertrag gibt es einen Beitrag den Du individuell sparen musst, damit Du die volle Riesterförderung für Deinen Vertrag bekommst, den sogenannten Mindesteigenbeitrag. Dieser Beitrag liegt bei 4% Deines letzten Jahresbruttoeinkommens abzüglich der Zulage. Wenn Du jetzt weißt, wie viel Du 2015 sozialversicherungspflichtig verdient hast, kannst Du ausrechnen, wie viel Du in 2016 monatlich für die volle Förderung sparen musst. Die Formel lautet:

(Sozialversicherungspflichtiges Bruttoeinkommen*4% – Zulage)/12

Die Zulagen liegen im Jahr bei 154 € für Dich und 185 € (vor 2008 geb.) bzw. 300 € (ab 2008 geb.) für jedes Kind, für das Du Kindergeld bekommst. Der Maximalbeitrag liegt bei 175 € mtl. Solltest Du mehr sparen ist das auch sehr gut, schließlich kannst Du die Beiträge von der Steuer absetzen. Vergiss nicht, Deinen Zulagenantrag zu ändern, falls sich Dein Familienstatus geändert hat.

 

7. Kosten sparen, z.B. das Rauchen aufgeben

Gut, das ist jetzt keine revolutionäre Idee. Aber viele Änderungen in der Lebensführung haben auch Einfluss auf Deine finanzielle Situation. Überlegen, ob Du wirklich schon genug sparst und worauf Du ggf. einfach verzichten kannst. Wie z.B. das Rauchen Deine finanzielle Unabhängigkeit verhindert zeigt Dir der Finanzwesir in seiner unnachahmlichen Art.

 

7+1. Event planen

Geld soll aber auch glücklich machen. Es ist wie bei jeder Diät: Nur sparen ist nicht lange durchzuhalten. Ab und zu muss man sich auch mal etwas gönnen. Dabei macht Geld ausgeben unterschiedlich glücklich. Die Forschung zeigt: verzichte auf Status und dessen Symbole, investiere in Erlebnisse. Tu etwas für Dich und Dein Lieben, an dass Ihr euch noch lange erinnern könnt und wollt. Das macht Euer Leben reicher.

Also, leg los und finde das Event für 2016, dass Dich ganz bestimmt glücklich macht!

Falls Du glaubst, wir haben noch etwas vergessen, schreib es einfach in die Comments a la „2016 muss ich mich auf jeden Fall um _____________ kümmern.“

In diesem Sinne:

 

Einen guten Rutsch und frohe Festtage wünscht Dir

Das KLAR+ Team

 

 

Photo courtsey of noppasinw on freedigitalphotos.com

10 HINWEISE DARAUF, DASS DEIN FINANZBERATER DICH ABZOCKEN KÖNNTE

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Wir bei KLAR+ sind ja nicht grundsätzlich gegen Anlageberater. Aber wir finden schon, dass das in Deutschland immer noch gebräuchliche Provisionssystem zu falschen Anreizen führt. Je nachdem, was ein Finanzmakler Dir verkauft, verdient er mehr oder weniger Geld. Natürlich macht das nicht jeden Makler zu einem schlechten Berater. Aber verführerisch ist es schon.

Um in Gesprächen mit einem Makler besser gerüstet zu sein, haben wir in diesem Blogpost mal ein paar typische Situationen aufgeschrieben, die darauf hindeuten, dass vielleicht gerade jemand auf eine höhere Provision schielt. Wir sagen nicht, dass das immer so ist. Aufpassen solltest Du aber, wenn Dein Finanzberater Dir einen der folgenden Vorschläge macht:

1. Wegen der Steuervorteile möglichst viel Geld in Fondsbasierte Versicherungen anlegen und möglichst wenig direkt in Fonds

Ja, es ist richtig, dass in vielen Fällen staatlich geförderte Versicherungen einen Steuervorteil bringen. Trotzdem ist Vorsicht angebracht, wenn Dein Berater nur die Versicherung und sonst nichts anderes empfiehlt. KLAR+ empfiehlt in der Regel, nicht mehr als die Hälfte der Fonds-Vorsorge im Versicherungsmantel zu besparen und auch nur dann, wenn es wirklich eine Versicherung mit Steuervorteilen ist. Der Rest ist oft in flexibleren Fonds besser aufgehoben. Eine interessante Rand-Info zu diesem Thema: Dein Berater verdient mit einer Versicherung in der Regel mehr Geld pro investiertem Euro, als mit einem Fondssparplan.

2. Hohe regelmäßige Beiträge in die Vorsorge-Versicherung einzahlen anstatt einen kleinen Beitrag festzuschreiben und regelmäßig Zuzahlungen zu leisten

Feste Beiträge in Vorsorge-Versicherungen kosten meist mehr Gebühren und bringen meist höhere Provisionen, als Zuzahlungen außerhalb der regulären Sparrate. Es ist also meistens günstiger, eine niedrige feste Rate zu wählen und regelmäßig zuzuzahlen. Dagegen solltest Du Dich nur entscheiden, falls es Dir schwer fällt, die nötige Spardisziplin für die regelmäßigen Zuzahlungen aufzubringen.

3. In einen gezillmerten Fondssparplan investieren

Was Zillmerung heißt, erklären wir in unserer Knowledge Base. Unter dem Strich ist ein gezillmerter Vertrag meist besser für den Berater, während Du als Kunde höchstens gleich gut, eventuell sogar schlechter da stehst, als bei einem nicht gezillmerten Vertrag. Wie Du eine Zillmerung erkennst, erklären wir ebenfalls in der Knowledge Base.

4. In einen Fonds investieren und nicht in einen ETF

Für Makler bringt es mehr Geld, wenn ihre Kunden in einen Fonds mit einem Manager investieren als in einen passiven Fonds ohne Manager (auch „ETF – Exchange Traded Funds“). Während bei einem aktiven Fonds der Manager auswählt, welche Aktien oder Anleihen im Portfolio liegen, baut ein ETF einfach einen Index nach, zum Beispiel den DAX. Renditemäßig schneiden ETFs historisch und auf lange Sicht immer im oberen Drittel ab – und das zu einem Bruchteil der Kosten, die ein aktiv gemanagter Fonds verlangt.

5. Das Anlagerisiko erhöhen, obwohl Du nicht danach gefragt hast

Aktienfonds bringen höhere Provisionen als Rentenfonds, Tagesgeld bringt überhaupt keine Provisionen. Wenn Dein Berater also vorschlägt, vom Tagesgeld in einen Rentenfonds zu wechseln oder vom Rentenfonds in einen Aktienfonds, dann tut er das meistens mit dem Hinweis, dass zwar das Risiko erhöht würde, aber auch die Renditechancen. Das stimmt. Gleichzeitig wird aber auch die Provision für den Berater erhöht.

6. Aktien in Deinem Portfolio gegen entsprechende Zertifikate zu tauschen

Inzwischen kommt das nicht mehr so häufig vor, es soll aber immer noch Berater geben, die lieber ein Bayer-Zertifikat als eine Bayer-Aktie im Portfolio ihrer Kunden sehen. Insbesondere dann, wenn das Zertifikat von der Bank des Beraters ausgegeben wird, ist aber Vorsicht angesagt. Zwar ist es richtig, dass Zertifikate gegen gewisse Risiken absichern können, gleichzeitig bringen sie aber auch der ausgebenden Bank viel Geld – und zwar das des Kunden.

7. In der privaten Krankenversicherung den Anbieter wechseln

Jeder neue Abschluss einer privaten Krankenversicherung bringt dem Vermittler sehr viel Geld. Je nach Versicherung können das bis zu neun Monatsbeiträge sein. Für Dich als Kunde bedeutet es aber, dass Du eine neue Gesundheitsprüfung machen musst, in eine höhere Altersklasse eingestuft wirst und wahrscheinlich sogar Deine Rückstellungen verlierst. Das lohnt sich nur in den seltensten Fällen. Selbst, wenn die neue Krankenversicherung momentan günstiger ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich der Verlust der Rückstellungen rächt und Du langfristig drauf zahlst.

8. In einer langfristigen Versicherungsanlage den Anbieter zu wechseln

Langfristige Versicherungen zur Altersvorsorge sind fast immer so aufgebaut, dass Du die Gebühren für die gesamte Laufzeit schon sehr früh bezahlst. Eine bereits länger laufende Versicherung zu wechseln bedeutet also, dass Du noch einmal ganz von vorne mit dem Gebühren zahlen anfängst, die bereits abbezahlten Gebühren aus der alten Versicherung aber nicht zurückbekommst. Auch das lohnt sich nur sehr selten. Ausnahmen sind die Riester-Rente und die Berufliche Altersvorsorge (BAV). Bei der Riester-Rente kann das gesparte Guthaben gegen eine Bearbeitungsgebühr in einen neuen Vertrag überführt werden. Allerdings solltest Du hier vorher genau in den Vertrag schauen, ob trotzdem erneute Abschlussprovisionen anfallen. In der BAV gibt es bei einem Arbeitnehmerwechsel keine erneuten Provisionen.

9. Versicherungen für etwas abschließen, das keine existenzielle Gefahr bedeutet

Versicherer beschäftigen sehr gute und sehr teure Mathematiker. Die rechnen bei jedem Angebot aus, ob es sich für die Versicherung lohnt. Das gilt auch für Dinge wie zum Beispiel eine Sterbegeld-, Handy- oder Brillen-Versicherung. Als Faustregel gilt: Wenn Du theoretisch auch durch einfaches Sparen genug Geld zusammen bekommst, um selbst für diese Dinge zu bezahlen, dann wirst Du mit der Versicherung sehr wahrscheinlich nicht besser fahren. Deshalb empfehlen wir solche Versicherungen bei KLAR+ nicht.

10. Dich mit einem Haufen Produktratings davon überzeugen, dass eine bestimmte Versicherung die beste ist

Ja, Produktratings sind ein Anhaltspunkt für die Qualität eines Finanzprodukts. Aber nur dann, wenn Du sie selbst recherchierst. Kein Berater, der Dich von der Qualität eines Angebots überzeugen möchte, wird die negativen Ratings erwähnen. Zum Glück gibt es inzwischen das Internet – und Angebote wie das von KLAR+ und seinen Partnern.

 

 

Photo Courtsey of Gualberto107 on freedigitalphotos.net

BANKEN SCHLIESSEN – KLAR+ GEHT AN DEN START

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In diesem Jahr geht es Knall auf Fall. Deutsche Bank, Hypovereinsbank, viele Sparkassen und jetzt auch noch die Volks- und Raiffeisenbanken: In diesem Jahr wurden in Deutschland so viele Bankfilialen geschlossen oder ihre Schließung angekündigt, wie noch nie zuvor. Schon von 2004 bis 2014 ist deren Zahl von 45.000 um fast ein Viertel auf 35.000 zusammen geschrumpft, sagt die Bundesbank. Besonders die Volksbanken wollen jetzt noch einen drauf setzen und kündigen an, von ihren gut 12.500 Filialen in den nächsten drei Jahren bis zu 2.500 zu schließen. Das berichtet unter anderem die Welt.

Wohin das gesparte Geld fließt, ist klar: das Online-Geschäft. Von ihren rund 30 Mio. Girokonten, so berichten die Volksbanken, seien erst rund die Hälfte überhaupt für’s Online-Banking freigeschaltet. Das soll sich ändern, und gleichzeitig die Zahl der Kunden steigen, die vom Handy aus auf ihr Konto zugreifen.

Für junge und online-affine Kunden ist das gar nicht mal so tragisch. Sie erledigen ihre Standard-Bankgeschäfte ohnehin längst vom Handy oder PC aus. Doch auch für die entstehen Versorgungslücken. Insbesondere dann, wenn es um umfassende Beratung, aber auch um eine etwas besser organisierte Geldanlage geht.

KLAR+ ist einer der Anbieter, der diesem Mangel entgegen wirken möchte. Und gleichzeitig einige Schwächen des alten Systems behebt. Seit heute ist die erste Version unserer App im Appstore verfügbar – und das bis auf weiteres sogar kostenfrei!

In der ersten Version haben wir alle Module freigeschaltet, die sich mit dem Thema „Sparen“ befassen: ob mit regelmäßigem Beitrag, per einmalige Investition oder für die Altersvorsorge – hier findet Ihr für jede Situation den richtigen Sparvertrag. Im Anschluss könnt Ihr Euch direkt mit einem unserer Partner in Verbindung setzen und den Vertrag abschließen, der am besten zu Eurer Situation passt. Was wir dabei jedoch anders machen als die Banken: Wir nehmen keine Provisionen. Unsere Vergütung hängt an keiner Stelle davon ab, welche Produkte wir Euch empfehlen. Das macht uns wirklich unabhängig.

Ladet Euch einfach die App auf Euer iPad und probiert aus, wie die Finanzplanung von Morgen aussehen kann. Wir freuen uns auf Feedback, Anregungen, Kritik. Und können Euch versprechen, dass dies nur der erste Schritt von vielen sein wird. So viele, bis Geld verwalten endlich Spaß macht. Wir freuen uns auf Euer Feedback.

FONDSBASIERTE RIESTER-VERSICHERUNGEN: MIT EINEM ANRUF TAUSENDE EURO SPAREN

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Mit einem Artikel auf Spiegel Online hat der Verbraucherjournalist Hermann-Josef Tenhagen für einigen Wirbel gesorgt. Während Portale wie Boerse.ARD und Versicherungsbote ihm nun vorwerfen, dort ein Riester-Startup zu sehr gelobt zu haben, wollen wir bei Klar+ den konstruktiven Weg wählen und uns um den wohl absolut unstrittigen Teil von Tenhagens Artikel kümmern – und darum, wie Riester-Sparer ihn vielleicht nutzen können.

In der Klar+ Beispielrechnung kannst Du mit der Umstellung auf ETFs mehr als 12.000 Euro sparen.

In der Klar+ Beispielrechnung kannst Du mit der Umstellung auf ETFs mehr als 12.000 Euro sparen.

Denn was er völlig zu Recht kritisiert, sind die hohen Gebühren, die in fast jeder Form des Riester-Vertrags stecken. Am meisten in der Kritik stehen dabei die so genannten Fondsgebundenen Rentenversicherungen. Denn die kassieren doppelt: Einmal bezahlst Du eine jährliche Gebühr für den so genannten „Versicherungsmantel“, also für das Produkt selbst. Dazu kommen aber noch weitere Gebühren, und zwar die Verwaltungsgebühren für die einzelnen Fonds, in die diese Versicherung wiederum investiert. Bei Aktienfonds sind diese Verwaltungsgebühren besonders hoch, in der Regel rund 1,5 Prozent der dort angelegten Summe pro Jahr.

Dabei geht es viel billiger, mit so genannten ETFs. Die Abkürzung steht für „Exchange Traded Fund“, was frei übersetzt „börsengehandelter Fonds“ bedeutet. ETFs haben keinen Fondsmanager sondern folgen einfach einem Index, zum Beispiel dem DAX. Dafür kosten sie nur einen Bruchteil der Verwaltungsgebühren. Und Langzeitstudien haben gezeigt, dass sowieso nur ein Bruchteil der Fondsmanager auf lange Sicht besser abschneiden, als ihr Vergleichsindex. Du als Anleger kannst also eine Menge Gebühren sparen, wenn Du statt in den „Deutschland-Aktienfonds“ Deiner Bank einfach in einen DAX-ETF investierst.

Alte Verträge umschichten

Was das alles mit Riester zu tun hat? Viele alte Verträge für Fondsgebundene Riester-Versicherungen wurden vor vielen Jahren abgeschlossen, ohne die Möglichkeit, das dort angelegte Geld in ETFs zu stecken. Bei vielen neuen Versicherungsverträgen gibt es diese Möglichkeit jedoch. Und deshalb fangen die Gesellschaften nun langsam an, auch für die Altverträge eine Umschichtung zu ermöglichen. Und hier kommst Du ins Spiel. Ein kurzer Anruf beim Riester-Anbieter und der einfache Satz: „Kann ich den Fonds-Anteil meiner Versicherung auch in ETFs umschichten“ können Dir viele tausend Euro sparen.

Wie viel genau es sein kann, haben wir mal beispielhaft ausgerechnet. Mal angenommen, Du hast einen Vertrag, in dem inzwischen bereits 20.000 Euro angespart sind, und in den Du jedes Jahr weitere 2.100 Euro einzahlst. Von all diesem Geld werden 30 Prozent in Aktien angelegt. Wenn ab 2016 der Aktienanteil des Riester-Vertrags jedes Jahr nur noch 0,3 Prozent statt 1,5 Prozent gebühren kostet, sind die Ersparnisse gewaltig. In unserem Beispiel gehen wir davon aus, dass der Vertrag noch bis Ende 2040 läuft. Wenn das Aktien-Portfolio in dieser Zeit eine durchschnittliche Rendite von 6,9 Prozent abwirft, beträgt die Ersparnis stolze 12.547 Euro. Und selbst bei einer durchschnittlichen Rendite von 4,9 Prozent ist die Ersparnis immer noch 8.433 Euro.

Ein Grund für diese hohen Zahlen ist der Zinseszins-Effekt. Du sparst nicht nur jedes Jahr Gebühren, Du kannst das gesparte Geld auch noch zusätzlich anlegen. Im Laufe der Jahre vermehrt es sich immer weiter und der gesparte Betrag wächst auch durch die Zinsen, die er erwirtschaftet.

Ob die Umschichtung so funktioniert und wie viel Ersparnis die Anlage in ETFs wirklich bringt, hängt von Deinem Versicherungsvertrag ab und davon, wann er geschlossen wurde. Grundsätzlich können solche Veränderungen nur mit Verträgen gemacht werden, die 2005 oder später abgeschlossen wurden. Wenn Du jedoch eine Fondsgebundene Riester-Versicherung besitzt, die nicht in ETFs investiert, solltest Du vielleicht zum Hörer greifen. Der Kurze Anruf kann Dir auf lange Sicht viel Geld bringen.