VERZWEIFLUNGSTAT DER SPARKASSEN: SPARBUCH-ZINSEN VOM STAAT

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Wie schlimm es wirklich um das früher in Deutschland so beliebte Sparbuch steht, zeigt die jüngste Verzweiflungstag desSparkassenverbands Baden-Württemberg. Dessen Präsidentforderte Anfang dieser Woche, statt der Banken solle zukünftig der Staat dafür sorgen, dass Kleinanleger vernünftige Renditen mit ihrem Sparbuch erzielen können. Der Staat könne einfach Steuergelder dafür locker machen, dass zumindest kleinere Sparbeträge wieder vernünftig verzinst werden.

Zwar wird es nicht dazu kommen, ganz so absurd, wie sie im ersten Moment klingt, ist seine Argumentation aber nicht. Denn während alle Anleger unter der aktuellen Niedrigzins-Politik der Europäischen Zentralbank leiden, profitiert der deutsche Staat davon. Inwischen sind die Zinsen so niedrig, dass der Fiskus so gut wie keine Zinsen mehr für seine Schulden zahlt, teilweise sogar daran verdient, berechnet man die Inflation mit ein. Sparkassen-Chef Peter Schneiders Forderung lautet also eher, diese Asymmetrie wieder etwas mehr in Richtung der Kleinanleger zu verschieben.

Daraus werden wird trotzdem nichts. Selbst, wenn der deutsche Staat uns alle überraschen und etwas derartiges beschließen würde, könnte er sich höchstens leisten, pro Sparer ein paar tausend Euro pro Jahr höher zu verzinsen. Mehr denn je gilt deshalb: Statt Sparbuch und Festgeld brauchen wir eine ausgewogene Geldanlage, damit die Inflation unser Geld nicht auffrisst. Ein erster Schritt in diese Richtung ist zu wissen, wie viel Geld wir überhaupt dauerhaft auf die hohe Kante legen könnten, und wie groß unsere Liquiditätsreserve sein sollte. Gerade das längerfristig angelegte Geld sollte wenn möglich nicht auf dem Sparbuch vergammeln – staatliche Förderung hin oder her.

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